Die aktuellsten Rezensionen, Seite 25

Cover: In den Klauen des Tigers11.08.2008

Ein Fall für TKKG
(22) In den Klauen des Tigers (Erschienen: 1983)
Dauer: 38:37


Eine Schreckensnachricht breitet sich in der Stadt aus: Ein Königstiger vom Zirkus ist ausgebrochen. Er irrt im Wald herum, und dort haben die Mädchen vom Schwimmverein - unter ihnen Gaby - ein Zeltlager errichtet. Als Kommissar Glockner und Tarzan in den Wald gehen, wissen sie, dass den schutzlosen Mädchen eine tödliche Gefahr droht...

Mein Kommentar: Ich bin mir bei einem Detail nicht ganz sicher: Wäre ein freier Tiger in meiner Nähe, würde ich natürlich auch das Weite suchen. Aber der Tiger hatte erst wenige Stunden zuvor ein ganzes(!) Sparnferkel verputzt, ist also doch sehr satt, darum glaube ich nicht unbedingt, dass die Mädchen in ZU großer Gefahr waren, denn von den Mädchen geht ja auch ihrerseits keine Gefahr für den Tiger aus, wieso sollte er sie angreifen, wenn nicht aus Appetit!? Und hier kommt es zur Krux: Der Tiger will praktisch ohne Grund Herrn Glockner, Frau Renke und Tarzan angreifen... Nichtsdestotrotz lässt die Handlungsweise des Herrn Tomasino arg zu wünschen übrig, denn sein Hintergedanke war ja, andere zu Schaden kommen zu lassen, oder diese zumindest zu ängstigen.

Ausserdem konnte sich Wolf wie immer seine Stereotypen nicht verkneifen: "Ob die Mädchen wohl ein Zelt richtig aufstellen können?" fragt Karl. Nein, lieber Karl, alle Mädchen sind von Natur aus zu blöd dazu, ein Zelt aufzustellen, einzuparken, oder eine Bedieungsanleitung zu lesen, um sich etwas, das sie noch nicht wissen, nötigenfalls erklären zu lassen. Aber gut, dass man als Junge noch einmal daran erinnert wird, dass Mädchen dazu wohl nicht in der Lage sind, und man so in seinem Vorurteil gestärkt wird, dass Mädchen handwerklich so begabt sind, wie Jungs für das Bügeln von Wäsche oder das Spülen von Geschirr... ...ausserdem befanden sich nur Mädchen in Gefahr, Jungs wie immer nicht, naja, Hauptsache Gaby musste mal wieder gerettet werden.

Na, ich weiss, das sind nur zwei, drei Dinge einer ganzen Geschichte, aber gerade diese Tigersache hemmt doch so einiges an Spannung (hätte der Tiger vorher nicht ein ganzes Sparnferkel verputzt, hätte ich das viel eher verstehen können!), und, naja, diese ewigen Jungs-Mädchen-Vergleiche des Herrn Wolf sind wirklich unnötig und dämlich, sorry! Aber hey, bei TKKG muss man einfach eine ironische Hörer/innen-Distanz wahren, sonst machen sie keinen Spaß mehr, aber dann rocken sie ausserordentlich, oder!? ;)

Das Hörspiel ist davon abgesehen, dennoch gut gelungen, die Story ist soweit schlüssig und eigentlich spannend (wenn man diese Tigersache aussen vor lässt!). Schade nur, dass Europa es in der Neuauflage etwas zu gut meinte, und durch die neuen Musiken dauernd versucht, die Tiger-Szenen/-Gefahren zu überdramatisieren. Hier gefallen mir die alten Bohnsounds um einiges besser. Apropos: Es ist auch auffällig, dass ab diesem Hörspiel (Folge 22) allmählich weniger Bohn-Musik verwendet wurde, denn ich erkenne mehr und mehr Erstauflagen-Musik, die in den Neuauflagen übernommen wurde. Freut mich sehr, dass man nicht krampfhaft einfach alles ausgetauscht hat, sondern nur dort, wo es nötig war.

75% für die Erstauflage und 70% für die Neufassung...

Meine Wertung: 75%
Cover: Geister-Canyon11.08.2008

Die drei ???
(124) Geister-Canyon (Erschienen: 2008)
Dauer: 1:06:30


Als die Drei ??? versprechen, bei einer Lösegeldübergabe zu helfen, ahnen sie noch nicht, was auf sie zukommt. Unversehens befinden sie sich auf einer nervenaufreibenden Irrfahrt durch den wilden Westen Amerikas. Welchen hinterhältigen Plan verfolgt der Erpresser? Wozu lockt er sie in die tiefsten und gefährlichsten Canyons? Und dann geschieht, was nie hätte geschehen dürfen...

Mein Kommentar: Das Hörspiel will einfach nicht so recht zünden. Wohingegen das Buch sehr spannend ist - für mich eine von Nevis' besten ???-Arbeiten! -, fällt die Europa-Vertonung leider stark ab. Die erste Viertelstunde wird nur gelabert (überhaupt wird während des gesamten Hörspiels auch der Erzähler viel zu sehr beansprucht!), Eckart Dux' "Doppelrolle" ist sofort durchschaubar (was aber nicht unbedingt seine Schuld ist - vielleicht bin ich auch nur zu sehr Synchro-Fan und kann seine Stimme auseinander halten!?), und die schön gruseligen Canyon-Momente wurden praktisch entfernt. Ausserdem nervt mich die Aussprache des Wortes "Zion". Da sprechen die das doch wirklich "Zieh-on" aus - man, wir sind in Amerika, Frau Körting! ;)

Tja, da hat Herr Minninger wirklich sehr daneben gegriffen. Das Hörspiel per se ist guter Durchschnitt, aber es wäre sooooo viel mehr machbar gewesen, wirklich sehr schade - sehr, sehr schade! Dafür gefällt mir die Sprechercast (auch, wenn es nicht eine einzige weibliche Rolle gibt): Eckart Dux, Volker Bogdan, Ernst Hilbich... ...himmlisch! Auch die beiden "Nebenrollen" mitsamt der drei Protagonisten und Herrn Fritsch als Erzähler machen einen Super-Job! Wirklich, kann man nicht anders sagen.

Musikalisch mag ich den Geister-Canyon ebenfalls gut leiden, schön dunkel, abenteuerlich, und ein kleiner Touch Grusel - wenn auch nicht genug Grusel! Allerdings retten weder die tollen Sprecherleistungen noch die gute Sounduntermalung die mittelmäßige Verskriptung! Mehr als 65% kann ich beim besten Willen nicht geben.

Meine Wertung: 65%
Cover: ...und der Teufelsberg11.08.2008

Die drei ???
(19) ...und der Teufelsberg (Erschienen: 1980)
Dauer: 42:47


Auch wenn man nicht an Gespenster glaubt, bei einem abendlichen Spaziergang durchs Tal der Wehklagen können einem schon die Haare zu Berge stehen. Klar, dass unsere drei Detektive dem schauerlichen Heulen, dem das Tal seinen Namen verdankt, nachgehen müssen. Das jeden Abend einsetzende Stöhnen scheint aus einer Höhle im Teufelsberg zu kommen, doch sobald man sie betritt, herrscht Ruhe. Sollte an den Gerüchten, dass El Diablo, ein offiziell totgesagter Bandit, dort umgeht, doch etwas dransein? Professor Walsh, der wie Justus, Bob und Peter auf der Mendozza-Ranch weilt, ist genauso wenig abergläubisch wie die Jungen. Die Landarbeiter aber lassen sich mehr und mehr nervös machen. Wer nur versucht mit allen Mitteln, Eindringlinge vom Teufelsberg fernzuhalten - und warum? Selbst Justus tappt im Dunkeln. Bis er ein winziges Steinchen in der Höhle findet, das alles andere ist als ein gewöhnlicher Stein...

Mein Kommentar: Eine sehr gute Folge, zu der eigentlich auch nicht viel zu schreiben ist. Zwar wurde wieder einiges herausgekürzt, aber das ist beinahe nicht der Rede wert. Das "Heulen" des Berges ist schön unheimlich, zig Mysterien und Gefahren in und um den Berg herum - gut ins Szene gesetzt, und die Logik bleibt, anderes, als bei den vorherigen Folgen, auch nicht auf der Strecke... Kann man ohne Bedenken kaufen! ...also kauft sie auch...! ;)

Gekürzt in der Neuauflage wurde meinen Ohren zufolge gar nichts, und denselben Ohren gefällt ausserdem die neue musikalische Gesamtkulisse ganz gut - nur ist sie stellenweise einen Tick zu modern und manchmal etwas zu düster.

Solide 87% für die Erst- und 84% für die Neuauflage...

Meine Wertung: 87%
Cover: ...und die Geisterinsel11.08.2008

Die drei ???
(18) ...und die Geisterinsel (Erschienen: 1980)
Dauer: 41:33


Ein Flug quer über den amerikanischen Kontinent - das ist eine nicht zu verachtende Abwechslung für die drei jungen Detektive Justus, Bob und Peter. Wenn ausserdem ein Auftrag dabei herausspringt, um so besser: Sie sollen nämlich klären, wer hinter den Diebstählen und Sabotageakten steckt, die einer Filmgesellschaft auf Skeleton Island zu schaffen machen. Auch sonst gibt es einige merkwürdige Dinge auf dieser Insel. Die Einheimischen sind von einer alten Geistergeschichte beunruhigt, munkeln von einem verschollenen Piratenschatz, der im Meer versenkt worden sein soll, und beargwöhnen misstrauisch den jungen Griechen Chris mit seinem kranken Vater. Sollten vielleicht diese "Fremden" für die Diebstähle bei der Filmgesellschaft verantwortlich sein? Die drei ??? wissen es bald besser - und dieses Wissen bringt sie prompt in Gefahr. Doch jetzt zahlt sich ihr Vertrauen in Chris aus: Er hilft ihnen nicht nur mutig aus der Klemme, sondern trägt auch entscheidend zur Entlarvung der gesuchten Diebe bei, denen in letzter Minute auch der sagenhafte Piratenschatz entrissen wird...

Mein Kommentar: Die Geisterinsel! Als Buch durchaus einer der besseren Fälle, als Hörspiel aber nicht ganz so prall. Denn es wurde einfach zu viel rationalisiert.

Das Hörspiel ist im Großen und Ganzen zwar immer noch nachvollziehbar, doch gibt es einige Ungereimtheiten, die nur durch das Buch verständlich werden - hier die drei herbsten Patzer: (1) Warum sollten die Ballingers die drei ??? auf der Insel aussetzen? Das ergibt eigentlich keinerlei Sinn, oder? Nun ja, es ging darum, die drei Jungen einzuschüchtern, weil sie ja ebenfalls mitbekamen, dass sie Detektive sind. Sie wollten also, dass die ??? sich heraushalten. (2) Chris wird beschuldigt, die Objektive gestohlen zu haben. Doch Bob erklärt, dass Chris ja den Schatz habe und daher den Diebstahl nicht nötig habe. Nur leider hatte er den Schatz erst hinterher, nicht vorher. Also kommt er durchaus für die Tat in Frage. Im Buch weisst Nostington sogar darauf hin, nur im Hörspiel fehlt der Einwand des Kommissars - und schon wird die Sache brüchig! (3) Die sehr spannende Hatz durch die Höhlen, mitsamt ihrer Entdeckung, fehlt praktisch völlig (oder sind diese paar Sätze am Rande etwa das, was spannend sein soll?)... Das wäre eine 1A Spannungs-Szene gewesen.

Nur durch die Produktion und die Sprecher (unter anderem: Gottfried Kramer, Harald Pages, Günther Flesch, Karl-Heinz Gerdesmann, Volker Brandt) selbst wird das Hörspiel so sehr nach oben gehievt, denn das Skript ist einfach zu stark gekürzt worden. Wenigstens verzichtete man bei der Neuauflage darauf, noch zusätzlich etwas zu wegzukürzen. Auch die Non-Bohn-Melodien gefallen mir gut: nicht zu modern und die Stimmung wird ebenfalls toll eingefangen.

Gerade noch 76% für beide Europa-Hörspiel-Auflagen...

Meine Wertung: 76%
Cover: ...und die gefährliche Erbschaft20.07.2008

Die drei ???
(17) ...und die gefährliche Erbschaft (Erschienen: 1980)
Dauer: 40:14


Der geheimnisvolle Einsiedler Marcus Towne, genannt Dingo, hinterlässt ein mysteriöses Testament. Es ist in Form einer mehrteiligen Rätselaufgabe abgefasst - das Vermögen soll demjenigen zufallen, der das Rätsel um diesen seltsamen "letzten Willen" löst. Warum setzte Dingo so ein verrücktes Testament auf? Wollte er damit eventuellen Erbschleichern einen Stein in den Weg legen? Die rechtmässigen Erben wenden sich zusammen mit dem Rechtsanwalt an die drei ??? und bitten um Hilfe beim Rätsellösen. Rätsel für Rätsel beginnen nun die drei ??? zu entwirren. Sie stellen bald fest, dass man leicht in die Irre geht, wenn ein Rätsel- und Ränkeschmied zur Nachwelt spricht. Aber nicht nur das bereitet ihnen Kopfzerbrechen. Seit sie den Fall übernommen haben, sind sie von lauernden Gefahren und ungeahnten Bedrohungen umgeben. Doch nichts kann die drei ??? erschüttern. Sie besitzen genug Wagemut, dem Rätsel dieser geheimnisvollen Erbschaft auf den Grund zu kommen!

Mein Kommentar: Von vielen als _die_ ???-Folge überhaupt angesehen. Ich persönlich mag die Erbschaft ja auch ganz gern, aber so hyper-super-geil find ich sie auch wieder nicht. Die Story ist klasse (Action, Abenteuer, die Wasserfall-Szene, Rätseleinlagen, ...), die Sprecher/innen auch (u.a. Gottfried Kramer, Lothar Grützner, Hans Irle) - und die Produktion ist typisch für Europa in den 80ern: spitzenmäßig. Aber es wurde einfach viel zu viel von der Buchvorlage zusammengefasst und gekürzt; teilweise fehlen manche Szenen sogar völlig.

Schade ist auch, dass die Rätsel mal wieder einfach so im Schnellverfahren gelöst werden, und so die Hörerschaft kaum folgen kann, bzw. Zeit hat, sich eigene Gedanken zu machen. Eine Möglichkeit: Das Rätsel "Zähl und lies bis Zehn, stoppe bei T." könnte auch heissen, dass man bei der Zahl Acht stoppen soll, weil dies die erste Zahl ist, die ein T im Wort hat. Insofern finde ich es merkwürdig, wieso Justus doch sehr schörkellos auf die Lösung kommt - so, als sei diese die einzige Alternative. Aber ok, vielleicht spricht da auch nur der gekränkte Stolz aus mir! ;)

Die Erbschaft ist ohne Zweifel ein Klassiker, keine Frage, aber das Buch lässt mehr Raum zum Mitraten und es fühlt sich auch nicht so ruckzuck an, wie im Hörspiel; wieder ein hervorragendes Beispiel, wie eine verkürzte Laufzeit eine hervorragende Vorlage zu einem nur gutklassigen Hörspiel macht. Tja, war eben die Zeit des Vinyls, und eine Doppel-LP hätte vermutlich den Kaufpreis zu sehr erhöht. Trotzdem bleibt die gefährliche Erbschaft ein Muss für alle, die die ??? mögen! ;) Kaufen! 81% für Alt und Neu!

In der Neuauflage gekürzt wurde meinem Gehör nach nur der Satz "Das ist Betrug" von Peter; gegen Ende des Falls. Die Non-Bohn-Musiken gefallen mir sehr gut. Nicht nur von der Komposition selbst, sondern auch von der Stimmung.

Meine Wertung: 81%
Cover: ...und der Zauberspiegel20.07.2008

Die drei ???
(16) ...und der Zauberspiegel (Erschienen: 1980)
Dauer: 41:21


Justus, Bob und Peter sind ja glücklicherweise schon allerlei gewöhnt. Wenn also jemand erzählt, in einem riesigen, spanischen Spiegel, der Mrs. Darnley gehört, spuke es, und wenn dann nachts in Mrs. Darnleys Haus seltsame Geräusche zu hören sind, - dann kriegt zumindest Justus weniger eine Gänsehaut, als vielmehr Lust, der Sache auf den Grund zu gehen. Kaum beginnen die drei ??? zu ermitteln, stossen sie auch schon auf jede Menge Verdächtiges: Ein Spanier, der sich für den Spiegel interessiert, wird zusammengeschlagen; der Präsident des Staates Ruffino weiss Geheimnisvolles vom Spiegel und warnt vor einem gewissen Juan Gomez; politische Intrigen scheinen sich am Spiegel zu entzünden, - schliesslich wird sogar ein Junge entführt! Und das alles wegen eines alten Spiegels? Sehr merkwürdig! Doch unsere drei cleveren Detektive werden die Wahrheit herausfinden - wetten!

Mein Kommentar: Was mir damals schon auffiel, als ich dieses Hörspiel das allererste Mal hörte, war die unentwegt falsche Aussprache vieler Namen! Aus Gomez wird soetwas wie Gomée, aus Santora wird Santorra und aus Garcia wird Gattschjia - Aua, Europa, Aua! Das ist übelste Regiefahrlässigkeit!

Gott sei Dank sind dies aber verschmerzbare Patzer bei diesem ???-Klassiker par excellence. Spannung, interessante Charaktere, ein leichter Hauch von Grusel, und die drei ??? recherchieren fleissig. Die Story ist flott und kurzweilig erzählt, aber nicht hektisch, und allen voran Gisela Trowe und Jürgen Thormann liefern Traumleistungen ab! Dann noch der abwechslungsreiche Part mit dem Brotverkäufer - top! Ein Must-Buy!

Geschnitten wurde für die Neuauflage gar nichts, und die Musiken sind passend düster gewählt. 88% für Alt- und Neuauflage! ...etwas nerven tun die Regiefehler trotzdem, darum bleibt der Himmel in den 90er-Prozente-Olymp verwehrt!

Meine Wertung: 88%
Cover: ...und der rasende Löwe20.07.2008

Die drei ???
(15) ...und der rasende Löwe (Erschienen: 1980)
Dauer: 38:42


Zur Zeit langweilen sich Justus, Bob und Peter ziemlich. Doch im richtigen Moment verhilft ihnen Alfred Hitchcock zu einem interessanten Fall: Der sonst so sanfte Löwe George - Attraktion in Jim Halls "Dschungelland", einem Tierpark für Touristen - ist in letzter Zeit so unruhig. Besonders nachts... Und nicht nur George, sondern auch ein Gorilla und sogar ein schwarzer Panther streifen hier plötzlich frei herum. Da kann einem schon etwas mulmig werden. Wer könnte Interesse daran haben, wilde Tiere aus ihren Käfigen zu lassen? Und warum sind Eisenstäbe aus der Trödelhandlung von Justus Onkel auf einmal so gefragt? Was haben Diamanten mit der ganzen Geschichte zu tun? Ausserdem müssen Justus, Bob und Peter noch so seltsame Typen wie Hank Murphy, Dobbsie und Olsen auf die Schliche kommen, und dabei geraten sie prompt in Lebensgefahr. Denn mit wilden Tieren und Diamantenschmugglern ist nicht zu spassen...

Mein Kommentar: Beim "Löwen" habe ich recht ambivalente Ansichten. Warum wird hier einer der Halls als Bösewicht geschildert? Im Grunde wollte er sich nur einen kleinen Spaß machen, wusste aber nichts von der Verletzung des Löwen, so dass dieser aggressiv handeln würde. Andererseits: Wer andere Menschen zum Spaß vor einen freien Löwen stellt, egal, ob dieser eigentlich friedfertig wäre, setzt sie großem Stress und einer Menge Angst aus... ...nicht gerade die feine, englische Art (höflich formuliert!). Auch stört mich, dass Doc Dawson durch einen ganz dummen Zufall entlarvt wird - und das mal wieder (wenn man aktuelle Folgen als Vergleich hinzuzieht), weil Peter rein zufällig irgendetwas Stimmiges sagt oder tut - und Justus plötzlich einen Geistesblitz hat.

Ansonsten ist diese Folge eigentlich ganz gut geworden, aber der Fall zündet bei mir einfach nicht. Nicht mal der Tierkäfige-für-6000-Dollar-Gag mit Onkel Titus. Der ist zwar echt lustig, aber reisst die Folge nicht aus dem ansonsten seichten Gewässer. Ob mir einfach alle Charaktere unsympatisch sind? Oder die Rahmenhandlung? Oder ist einfach das Setting mies? Keine Ahnung, wirklich. Der Fall ist nachvollziehbar und logisch, die Sprecher/innen sind erste Sahne - u.a. Reinhilt Schneider, Karl-Walter Diess, Karl-Ulrich Mewes, Harald Pages, Andreas von der Meden, Horst Stark - und ihre abgelieferte Performance ebenfalls. Ja, sogar das Covermotiv von Aiga Rasch ist toll.

Was soll ich groß schwafeln? Obwohl es an der Folge nicht wirklich etwas zu bemängeln gibt, gefällt sie mir einfach nicht - ich kann es nicht erklären! :) Dafür erkläre ich aber noch, dass, nach meinem Gehör, nur ein einziger Satz in der Neuauflage geschnitten wurde (Dawsons neckischer Satz, dass der kleine Freundschaftsdienst auf die nächste Rechnung käme), und die neuen Musiken gut gewählt sind - sogar eine sehr seltene Sequenz ist dabei...

Unerklärliche 72% für Alt und Neu! ;)

Meine Wertung: 72%
Cover: Böses Spiel im Sommercamp30.06.2008

Ein Fall für TKKG
(159) Böses Spiel im Sommercamp (Erschienen: 2008)
Dauer: 48:28


Tolle Action für Tim, Karl, Klößchen und Gaby: Im Ferien-Abenteuer-Camp warten Free-Climbing, Nachtwanderungen und rasante Kanufahrten auf TKKG. Doch die anfängliche Begeisterung schlägt in puren Horror um, als ein nächtlicher Brandstifter für Panik sorgt! Nachdem ein Giftanschlag auch noch ein unschuldiges Opfer gefordert hat, platzt TKKG endgültig der Kragen. Die Vier beschließen, dem Täter eine Falle zu stellen. Doch wird er auch hineintappen...?

Mein Kommentar: Ich muss zugeben, ich bin zwiegespalten. André Minninger kriegt wirklich die Kurve: Karl und Klößchen haben VIEL MEHR Sprachanteil, bekommen sogar eigene, kleine Handlungsstränge (laufen also nicht nur nebenher!), Tim haut nicht einfach alle platt, es wird etwas ermittelt, Köpfchen eingesetzt und man kommt nicht wirklich dahinter, wer was warum tut. Großes Lob! Das steht auf der einen Seite.

Auf der anderen Seite ist die 159 ein wenig zu sehr auf "Spannung", denn auf "Jugend-Abenteuer" ausgelegt - was sich bei einer Folge mit dem Titel "...im Sommercamp" geradezu anbietet: Ein Junge ertrinkt fast, es brennt und jemand ist in den Flammen eingeschlossen, Gift im Kakao... Wo bleiben die kindlich-naiven Themen mit Jugendtouch? Warum soviel Anpassung an den Mainstream-Zeitgeist? TKKG sind 13 bis 14 Jahre alt. André Minninger versucht dem Rechnung zu tragen, indem er ein paar alberne (aber natürlich dem Alter eigentlich entsprechenden) Mädchen-/Jungs-Themen einbaut und die üblichen kindischen Kommentare einfliessen lässt, wenn jemand verliebt ist, usw. Das würde theoretisch passen. Nur A) waren TKKG nie so kindisch und B) sind sie in den aktuellen Folgen (so auch in 159) viel zu erwachsen, was Kombinationsgabe, Ausgebufftheit, Dialogführung, usw. anbelangt.

Und hier trifft sich dann mein Zwiespalt. Der Fall ist eigentlich gut, nur die Vorfälle im Sommercamp etwas zu modern und "effekthaschend" (ein geklautes Bike, oder sowas, liesse sich mit den richtigen Dialogen bestimmt auch toll verkaufen - nur mal als Vorschlag!), denn wieso wird schon bei Kindern begonnen, die Vergehen und Verbrechen immer härter werden zu lassen (schon in früheren Fällen der "Neu-TKKG-Periode" explodierten Bomben, wird Gaby beinahe(!) Opfer eines Sittlichkeitsverbrechers, usw.)! Wo bleibt der Charme der Jugend, der kindlich-naive Blick auf die Welt?

Ich weiss, gestern war gestern und heute ist eben heute - und das ist ja auch nicht mein Problem! -, aber ich bezweifle, dass die meisten Kids zwischen 8 und 14 schon so dreist, clever, lebenserfahren und belesen - ja sogar allwissend! - sind. Hingegen gefällt mir z.B. gut, dass Stefanie und Doris offenbar eine intime Beziehung haben, und somit ein wenig (sehr wenig!) Bezug auf die Thematik von Kindern mit Eltern gleichen Geschlechts genommen wird.

Mit dem Sommercamp ist Herr Minninger definitiv auf der richtigen Spur, und ich hoffe, er bleibt auf diesem Pfad und beschreitet ihn Schritt für Schritt immer weiter. Denn bis auf die erwähnten Punkte zum Skript selbst, habe ich nichts zu beanstanden (ok, der lahme Gag mit "Axel Schweiss" hätte nicht sein müssen!), denn der Rest (Sprecher, Produktion, usw.) sind wirklich toll gemacht. Sehr solide und verdiente 72% zur Motivation, so weiter zu machen...

Meine Wertung: 72%
Cover: Die Rache des Bombenlegers30.06.2008

Ein Fall für TKKG
(21) Die Rache des Bombenlegers (Erschienen: 1983)
Dauer: 46:09


Rätselhafte Bombenanschläge versetzen die Stadt in Angst und Schrecken. Der Attentäter scheut sogar vor einem Anschlag auf das Eigentum von Kommisar Glockner nicht zurück! Ist der Täter ein Wahnsinniger? Oder stecken die Mittagstäter hinter den Bombenanschlägen? DIe TKKG-Bande läßt sich auch von Bomben nicht schrecken. Sie nimmt die Spur auf.

Mein Kommentar: One of Wolf's finest! Ich liebe diese Folge, seit ich sie kenne - und das sind mittlerweile schon so einige Jährchen geworden! ;) H.G. Francis hat sich sehr dicht an die Buchvorlage gehalten, und wirklich nur Kleinigkeiten nicht einbezogen. Der Plot ist logisch, Tarzan ist nicht der Supermann, es wird ermittelt, ermittelt und nochmals ermittelt... Wie schon erwähnt: Eine Wolf'sche Meisterleistung!

Geschnitten wurde in der Neuauflage nichts, aber - natürlich! - die Musiken ersetzt. An 2-3 Stellen nicht ganz optimal, aber ansonsten sehr gut. Zu bemängeln habe ich aber, dass Paul Riebesiel (Adolf Burkerts Butler) sehr leise klingt. OK, er ist schon älteren Datums, und seine Stimme klingt ohnehin etwas schwächlich und flüsternd, aber in der Erstauflage war seine Stimme praktisch genauso laut, wie die aller anderen - und dennoch klang sie flüsternd. Hier nervt es insbesondere deswegen, weil man wirklich genau hinhören oder kurzzeitig lauter stellen muss, wenn ihn nun verstehen will. Leider Punktabzug...

Macht summasummarum 87% für die Erstauflage und 84% die Neuauflage!

Meine Wertung: 87%
Cover: Das Geheimnis der chninesischen Vase30.06.2008

Ein Fall für TKKG
(20) Das Geheimnis der chninesischen Vase (Erschienen: 1983)
Dauer: 41:58


Tarzan und Gaby sollen einen Kaufhausdetektiv interviewen. Aus der harmlos erscheinenden Aufgabe entwickelt sich eine gefährlicher Fall, in dessen Mittelpunkt die Entführung eines Kindes steht. Der Vater des Kindes will Lösegeld zahlen, doch Tarzan hat eine verblüffende Idee!

Mein Kommentar: Der Titel der Folge ist sehr irreführend, denn die Sache mit der Vase ist in Buch und Hörspiel erst ganz zum Schluss relevant; allerdings auch nicht weiter wichtig... Warum also dieser Fehlgriff, Herr Wolf?

Davon aber abgesehen ist "Das Geheimnis der chinesischen Vase" eine gute Folge. Nette Plot-Idee, hörspieltechnisch gut umgesetzt, gute Sprecher-Cast, nicht viel zu meckern, ehrlich - eine runde Sache. Aber es gibt dennoch zwei kleine Regiefehler. 1.) Gegen Ende sagt Hempel zu Reichert: "Herrliche Beweise! Wie du hier in der Bude stehst, mit dem Glasschneider in der Hand." Allerdings ist Reichert eingedrungen, indem er Glas zersplittern liess - wozu dann den Glasschneider? 2.) Als Tarzan und Klößchen den Entführer im Park beobachten wollen, sagt Klößchen, dass sie nicht die Ersten seien, weil die Polizei auch schon da sei. Doch nur wenige Sekunden zuvor sagt der Erzähler, dass Tarzan und Klößchen SO schnell waren, dass sie noch VOR der Polizei ankamen...

An der Neuauflage gibt es grundsätzlich nichts zu bemängeln. Die Non-Bohn-Musik gefällt mir gut, und nur 4-5 Sätzchen wurden geschnitten, gut gemacht. Weniger gut gemacht ist leider ein kleines Detail am Rande: CD-Track 08, 03:02. Das Glassplittern, die Kampfgeräusche, und Tarzans Rufe sind lauter als der Rest des Hörspiels - das kann schon mal Probleme beim Einschlafen geben! ;) Ich halte also fest: Alt und Neu je 82%!

Meine Wertung: 82%
Cover: Der Schatz in der Drachenhöhle30.06.2008

Ein Fall für TKKG
(19) Der Schatz in der Drachenhöhle (Erschienen: 1983)
Dauer: 41:22


Der Zufall spielt Tarzan eine geheimnisvolle Karte in die Hand. Was hat diese Karte zu bedeuten? Ist sie der Grund dafür, dass eine Bande rücksichtsloser Rocker Jagd auf Tarzan, Karl, Klößchen und Gaby macht? Die TKKG-Bande will nur eine vergnügliche Flußfahrt unternehmen, doch es wird eine Reise in tödliche Gefahren...

Mein Kommentar: Auch einer meiner Faves. Schade nur, dass der Zusammenhang zwischen den Rockern und der Karte nicht eindeutig geklärt wird. Im Buch kann man das nämlich nachlesen. By the way: Das Kanu haben TKK und G übrigens von Helga Götze, der Lehrerin, die in (18) Hexenjagd in Lerchenbach von den Vieren unterstützt wird, geschenkt bekommen; das steht übrigens auch in den Büchern...

Leider hat Stefan Wolf hier gleich wieder zwei derbe Patzer drin. Zum Einen kämpft Tarzan selbstverständlich "nicht gegen Weiber", und zum Anderen hat Slanski in der Drachenhöhle natürlich keine Chance gegen Super-Tarzan; ein wenig knapper hätte es schon sein dürfen! Davon aber abgesehen ist das Hörspiel sehr gut - typische TKKG-Klassiker-Qualität!

Für's Protokoll anmerken möchte ich aber zwei Zahlenfehler. 1.) 6 Personen und Gepäck für 14 Tage passen gewiss nicht in den Innenraum eines Jaguars. 2.) Rosa spricht davon, dass sie es albern findet, dass die Rocker mit 17(!) Mann zur Insel rüber wollen. Als Tarzan, der dies belauschte, auf die Insel zurückkehrt, spricht er davon, dass die Rocker mit 7(!) Mann hoch angreifen wollen...

Für die Neuauflage wurden super Bohn-Austausch-Musiken gewählt, und nur zwei winzige Passagen im Gespräch zwischen Tarzan und Klößchen - gleich zu Beginn der Folge - wurden geschnitten. Fazit: Mir gefällt die Neuauflage (88%) einen kleinen Zacken besser, als die Erstauflage (87%), was an den tollen Musiken liegt...

Meine Wertung: 88%
Cover: ...und das Bergmonster30.06.2008

Die drei ???
(14) ...und das Bergmonster (Erschienen: 1980)
Dauer: 40:08


Das neue Abenteuer, das Justus, Bob und Peter zu bestehen haben, fängt ganz harmlos an: mit der Suche nach einem Schlüssel. Doch bald schon häufen sich verdächtige Vorgänge. Warum hat Kathleen Hammond, die angeblich so geschäftstüchtig ist, solche Hemmungen, wenn sie eine Unterschrift leisten soll? Wozu baut ihr Mann hinter dem kleinen Gasthof für die wenigen Gäste ein so grosses Schwimmbecken? Auf dem Berg hinter dem Haus entdecken die drei ??? geheimnisvolle Spuren von einem übergrossen Fussabdruck. Dann kommen sie dahinter, dass ein Gast des Hauses es anscheinend auf Kathleens Geld abgesehen hat. Aber trotz vieler Anhaltspunkte wollen die Ermittlungen diesmal nicht recht vorangehen. Buchstäblich in letzter Minute erst lösen sie das seltsame Geheimnis, das Kathleen bedroht, und decken hinter den düsteren Legenden um ein Bergmonster die Wahrheit auf.

Mein Kommentar: "Das Bergmonster" ist ja die einzige ???-Story, die nicht aufgeklärt wird - also im tradionellen Sinne, meine ich. Andererseits ist es, wenn man bedenkt, wie alt diese Folge ist!, eine nette Idee, auch mal einen Fall nicht bis ins letzte Detail aufzudröseln und alle Geheimnisse zu enthüllen (ist auch im Buch so!). Von daher ist es für mich sogar ein kleiner Vorteil, dass das Bergmonster offenbar ein tatsächlich lebendes Wesen ist...

Das Urlaub-in-den-Bergen-Feeling kommt super rüber, und alle Indizien sind so gelegt, dass man beim Hören selbst entscheiden kann, ob ein Sachverhalt nun wirklich ein Indiz ist, oder nur ein beiläufiger Teil der Story - gefällt mir gut. Leider stehen Mr. Jensen und Mr. Smathers etwas zu sehr im Hintergrund, so dass die Relevanz für den Storyverlauf (als mögliche Übeltäter) kaum wahrgenommen wird.

Das allerdings liegt am Verfasser des Hörspiel-Skripts (denn im Buch haben die beiden eine etwas größere Rolle), und keineswegs an ihren Sprechern. Josef Dahmen und Wolf Rathjen spielen ihre Rollen hervorragend, und Lutz Mackensy, Wolfgang Kubach sowie Volker Brandt ebenso. Leider gefallen mir Brigitte Alexis und Hanni Vanhaiden nicht ganz so, sie klingen ein wenig zu distanziert zu ihren Rollen (bei so erfahrenen Stimmgeberinnen sehr schade!). Alles in allem finde ich das Bergmnonster-Hörspiel aber gelungen, und ich höre es immer wieder gern.

Auch in der Neuauflage kommt das Urlaub-Machen-Setting toll rüber; was ich für ein schwieriges Unterfangen halte. Denn hier mussten nicht nur die passenden Melodien gefunden werden, sondern auch die passenden Bohn-Ersatzstücke. Natürlich klingt das Hörspiel dadurch etwas moderner, aber es hat nichts von seinem Charme eingebüßt - beide Fassungen erhalten von mir solide 78%!

Oh, hätte ich fast vergessen: Geschnitten wurden an 3 Stellen nur Nebensätze; doch das fällt wirklich nur dann auf, wenn man die Erstauflage aus dem Effeff beherrscht. Unverständlich sind mir die Kürzungen aber dennoch, denn gerade bei den Hitchcock-Monologen, die der Hörerschaft auf die Sprüngen helfen sollen, bieten diese ein tolle Atmosphäre; Insbesondere die zwei Sätze "Justus ist aufgeschmissen. Geht es meinen Hörern auch so?" fügten dem Ganzen eine direkte Anrede hinzu, durch die man sich involviert fühlte...

Meine Wertung: 78%
Cover: ...und der lachende Schatten30.06.2008

Die drei ???
(13) ...und der lachende Schatten (Erschienen: 1980)
Dauer: 41:55


Schatten pflegen normalerweise zu schweigen. Hier aber lacht ein Schatten - schrill und furchterregend! Doch nicht nur dieser höchst ungewöhnliche Schatten bereitet Justus, Bob und Peter Kopfzerbrechen. Auf dem Landsitz der alten Miss Sanchez scheinen auch sonst recht merkwürdige Dinge vorzugehen. Was hat es zum Beispiel mit dem Gerücht auf sich, dass ganz in der Nähe ein wertvoller Indianerschatz vergraben sein soll - "an einem Ort, wo kein Mann ihn finden kann"? Ehe die drei Jungen sich versehen, sind sie in einen ebenso gefährlichen, wie mysteriösen Fall verwickelt, denn der Indianerschatz existiert wirklich! Ein skrupelloser Gangster versucht ihn zu erbeuten und setzt dabei nicht nur das Leben von vier Indianerjungen aufs Spiel. Doch dank Justus Scharfsinn und Mut und mit Hilfe der Polizei wird dem Mann das Handwerk gelegt. Am Ende gibt es zwar keinen lachenden Schatten mehr, dafür aber drei lachende Detektive, die wieder einmal einen Fall heil überstanden haben!

Mein Kommentar: Ich weiss nicht. Ich kann mich einfach nicht so wirklich auf den lachenden Schatten einlassen (was aber einfach an der Story liegt). Die Produktion ist gut, es gibt keine besonderen Auffälligkeiten, welche die Logik oder die Lösung des Falles betreffen, aber dennoch finde ich diese Folge einfach nicht sonderlich gut. Ich höre sie nebenbei mal ganz gern, aber mehr auch nicht.

Jo, das war's im Grunde auch schon. Die Sprecher-Cast ist super, geschnitten wurde in der Neuauflage offenbar nichts, und die neuen Musiken sind auch in Ordnung. 69% für beide Abmischungen! :)

Meine Wertung: 69%
Cover: ...und der seltsame Wecker30.06.2008

Die drei ???
(12) ...und der seltsame Wecker (Erschienen: 1980)
Dauer: 43:19


Es gibt Wecker, die klingeln, Wecker, die schnarren, Wecker, die Musik ertönen lassen oder einen mit Glöckchengeläut aus dem Schlaf holen. Einen Wecker aber, der einen furchterregend schrillen Schrei ausstösst, haben Justus, Bob und Peter noch nie erlebt. Und ein solches Unding haben sie soeben auf dem Schrottplatz aufgestöbert! Kein Wunder, dass diese seltsame Konstruktion die Neugier und die Phantasie der drei Detektive anstachelt: Wer hat einen solchen Wecker gebaut und warum? Als sie das herauszufinden versuchen, geraten sie unversehens auf die Spur eines raffinierten Kunstraubes. Doch ehe sie ihn aufklären können, gibt es manche harte Rätselnuss zu knacken...

Mein Kommentar: Beim "Wecker" ist der englisch-sprachige Ursprung, und die damit verbundene Übersetzung ins Deutsche, wohl am offensichtlichsten. Denn sonst wäre es wohl nicht zu erklären, wieso man in Amerika so gut über Frankfurt, den Rhein, den Main, Nimmroth, und dergleichen mehr bescheid wüsste! :) Aber ok, war wohl auch nicht anders zu machen, sonst hätte man ohne die Übersetzungen nur schwerlich die Rätsel auch selbst lösen können. Für die Atmosphäre anmerken muss ich das aber dennoch, denn alles in allem bleibt es halt auch eine Spur unglaubwürdig.

Schade auch, dass zwei große Rätselabschsnitte erst gar nicht erläutert werden, und dass beim ersten Rätsel eine Passage in der Zentrale vorkommt, in welcher Justus, Peter und Bob in nur wenigen Minuten und ohne Fehlversuche die Lösung zusammensetzen. Andererseits sind all diese Dinge nun mal fast schon zwingend nötig: die Übersetzung ins Deutsche und die Kürzung für das Hörspiel (damals waren Laufzeiten von 40-45 sehr üblich, damit die Hörspiele auch auf Vinyl passten!). Daher ist es eigentlich nicht so ganz fair, all diese Punkte zu dieser Kritik heranzuziehen, oder doch?

Doch! Ich finde, bei allem Spaß, den das Hörspiel macht, dass es sich nun mal nicht abstreiten lässt, dass all das etwas merkwürdig anmutet und diese "Wir sind in Amerika-Hörspielwelt" beeinträchtigen - wenigstens die beiden Rätsel hätte man vielleicht einbauen und ein Hörspiel mit 2 Tonträgern daraus machen sollen.

ABER dafür ist die Produktion selbst sehr gut, und auch die Sprecher/innen sind es (obwohl Frau Pichler mir eine Spur ZU freakig wirkt). Ansonsten aber bietet der schreinde Wecker alles, was man von den drei ??? erwartet: Abenteuerstimmung, merkwürdige Rätsel, Recherchen, Knobeleien, Recherchen und nochmals Recherchen...

Die Neuauflage dieses Hörspiels gefällt mir soweit gut, ist aber stellenweise ein Tüpfelchen zu düster und modern: Der tolle Flair der Geschichten und die noch sehr jungen Stimmen der drei Protagonisten passen einfach nicht so wirklich dazu. Ich verbleibe somit bei 75% für die Erstauflage und bei 72% für die Neuauflage.

Meine Wertung: 75%
Cover: ...und das Gespensterschloß17.06.2008

Die drei ???
(11) ...und das Gespensterschloß (Erschienen: 1980)
Dauer: 46:15


Alfred Hitchcock hat zur Klärung unwahrscheinlicher Ereignisse Helfer bekommen: Die drei ???, hinter denen sich die jungen Detektive Justus, Peter und Bob verbergen. Wer könnte ein Interesse daran haben, den Spuk im Schloss zu veranstalten? Wer möchte unbedingt Besucher vom Schloss fernhalten? Zusammen mit seinen Freunden versucht Justus dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Werden sie es schaffen, sich als jüngste Detektei ihre Sporen zu verdienen? Wird es ihnen gelingen, das Geheimnis des Gespensterschlosses aufzuklären?

Mein Kommentar: Mit dem Gespensterschloss fing es alles an! :) Zumindest als Buch - Europa änderte ja damals die Reihenfolge der ersten Geschichten nach eigenem Gusto. Hier wird erklärt, wieso Die drei ??? Alfred Hitchcock kennen, warum Morton ihr Chauffeur ist, und noch so einiges mehr... Leider wird nicht erklärt, wie Terril durch seine Wellensittich-Zucht ein Schloß unterhalten kann - SO einträglich ist das ja nun auch wieder nicht, oder wieso er als Jonathan Rex weder lispelt noch eine hohe Fistelstimme hat, obwohl Terril und er doch ein und derselbe sind. Zwar wird zumindest dieser letzte, sehr wichtige Aspekt im Buch geklärt, doch für das Hörspiel darf ich das ja nicht unbedingt als Maßstab nehmen. Schliesslich erwarte ich als Hörer, dass keine Fragen offen bleiben - und diese hier geht mir schon ein wenig auf den Zeiger. :)

Dennoch: hätte man das im Hörspiel etwas anders gelöst - oder einfach (wie im Buch) erklärt! -, würde es die eigentlich Atomsphäre nicht großartig ändern. Denn sieht man über das Lispel-Problem hinweg, und auch darüber, dass Wellensittiche nun mal keine Goldesel sind, ist diese Folge klasse. Spannend (Musik und Soundeffekte!), für Kinder sogar ein kleiner Touch von Grusel, und massig Recherchen... Da gibt's nichts dran zu rütteln - zu recht ein Klassiker.

Trotzdem will ich fair sein, und werde daher für die veränderte Reihenfolge (bei keiner anderen Folge fällt das so schwer ins Gewicht!), die Hitchcock-/Morton-Einführungs-Rationalisierung, und die kleinen Verständnislücken, 15% der Traumwertung abziehen; was im Endergebnis 85% für die Alt- und die ungeschnittene Neuauflage macht.

Meine Wertung: 85%
Cover: ...und die flüsternde Mumie17.06.2008

Die drei ???
(10) ...und die flüsternde Mumie (Erschienen: 1980)
Dauer: 49:53


Alfred Hitchcock und seine Freunde, die drei jungen Detektive Justus, Peter und Bob (Firmenzeichen ???), sind davon überzeugt: Eine Dreitausendjährige Mumie kann nicht flüstern. Aber die Mumie, die im Besitz des berühmten Ägyptologen Professor Yarborough ist, flüstert dennoch, und zwar in einem altägyptischen Dialekt, den niemand verstehen kann. Die drei ??? sind entschlossen, das Geheimnis zu lösen, auch wenn der Fluch der Mumie sie treffen sollte. Ein grosser und ein kleiner Libyer, eine abessinische Katze zuviel und Diebe aus Beruf und Leidenschaft legen ihnen dabei allerhand Schwierigkeiten in den Weg. Ob dieser Fall nicht doch zu kompliziert für die drei ??? ist?

Mein Kommentar: Ich mag dieses Hörspiel sehr gern. Es gibt zwar einige Kleinigkeiten, die bei genauerer Betrachtung etwas komisch erscheinen (Warum weiss der Professor nach Jahren der Expertise, und vorallem als Spezialist, immer noch nicht das Alter der Mumie? Wieso all der Familien-Reinlege-Zauber von Freeman, wenn er die Mumie sowieso stehlen lässt?), dennoch bietet die flüsternde Mumie alles, was man von den drei ??? möchte: Action, Spannung, Ermittlungen, Recherchen...

Ich kann hier, bis auf die schon erwähnten Kleinigkeiten eigentlich nichts großartig Negatives an dieser Folge finden. Mit Ausnahme des Alexander Körting, der so furchtbar abgelesen seine Sätze vorträgt; mich erinnert er immer an meine Schulzeit, wenn jemand aus der Klasse eine Geschichte vorlesen sollte. Dafür entschädigt Karl-Walter Diess wieder einiges! Seine Interpretation von Professor Yarborough finde ich hervorragend gelungen. Herrn Diess sollte Europa sich sowieso wieder öfter ins Studio holen - mal so als Anregung für Frau Körting, wenn sie für die nächsten Hörspiele Rollen zu besetzen versucht! :)

Ganz toll sind auch die Sounds und Musiken dieser Folge! Sowohl Alt als auch Neu (übrigens: ungekürzt!) vermitteln sofort ein "Ägypten-Feeling", sind nicht zu düster oder zu fröhlich - es passt genau richtig. 89% für beide Auflagen - ganz einfach! :) Hätte noch mehr sein können, aber Alexander Körting und diese kleinen Logiklöcher haben nun mal auch ein gewisses Gewicht...

Meine Wertung: 89%
Cover: Trainer unter Verdacht16.06.2008

Ein Fall für TKKG
(158) Trainer unter Verdacht (Erschienen: 2008)
Dauer: 54:40


Fußballtraining und Strandtage an der Nordsee, so lautet der Plan von TKKG für die Ferien. Während die Sportskanonen Tim und Gaby im Fußballcamp der Nachwuchskicker schwitzen, wollen Karl und Klößchen richtig ausspannen. Doch irgendetwas liegt in der Luft! Was treibt der Fußball-Profitrainer auf der Yacht in der Bucht? Welche seltsamen Pillen verabreicht er heimlich an Nachwuchstalente? TKKG ermitteln und stoßen auf ein Geflecht von Diebstählen, Erpressung und - ein schwimmendes Labor!

Mein Kommentar: Die 158 zeigt, dass es durchaus möglich ist, TKKG wieder ein wenig klassischer zu machen. Karl und Klößchen haben einen sehr großen Sprachanteil - Niki Nowotny und Manou Lubowski klingen nicht so affektiert oder abgelesen, wie ja leider so oft in den letzten TKKGs -, und sie tragen sogar recht maßgeblich zur Lösung des Falles bei, indem sie selbst auch mal ihre Schnüffelnasen in die Welt halten. Tim ist hier weder Sprachrohr für alle, und er ist auch nicht derjenige, dem die Erwachsenen zu Füßen liegen. Sogar Gaby ist angenehm zu vernehmen: Kein Gequieke, kein Gejammer nach Tim, weil sie in Gefahr ist... Und Tim selbst macht auch keinen auf Junior-Macho, - seine sehr kleine Kampfszene ist sogar recht realistisch!

Nicht gefallen will mir jedoch das Trend-Thema Fussball als Rahmen, dass Tim natürlich wieder eine der Fussballer-Hoffnungen für seine Mannschaft darstellt, und dass der Fall selbst wenig Substanz besitzt. Denn die erste Hälfte des Hörspiels ist eher seichte Unterhaltung, die weitläufig den Fall vorbereitet, aber ihn nicht wirklich voranbringt (sogar die kleine Nebensache, in der Klößchen traurig-sauer wegläuft, weil TKKG nicht gemeinsam die Ferien verbringen kann, hätte durchaus sehr interessant zu hören sein können, war's aber leider nicht!). Plötzlich aber wird man Zeuge, wie ein Trainer merkwürdige Pillen austeilt, zack, ist man praktisch mittendrin - und nur etwa 20 Minuten später ist die Sache gelaufen. Bei einem Verhältnis von fast 55 Minuten Laufzeit ein eher unausgewogenes Spannungsmoment.

Die Sprecher/innen-Cast gefällt mir gut - unter anderen Volker Bogdan und Anja Topf -; alle machen einen guten Job. Es ist schade, sehr schade, dass die Story den sonst eigentlich guten Gesamteindruck (Sprecher/innen, Rollen und Rollenverteilung) sehr hemmt: Reise ins Fussball-Camp, Trainer gibt Pillen, Showdown auf dem Schiff, Ende... Die Produktion und ihre Beteiligten ist wirklich gelungen, nur die Story ist ein Beinahe-Vakuum, vorallem, weil der Titel "Trainer unter Verdacht" suggeriert, wie es wohl ausgeht. Wenn beim nächsten TKKG-Hörspiel jetzt noch der Fall für sich stimmt, ist ganz gewiss eine Prozentwertung von 80+ drin; aber hier kann ich leider nur gute 69% geben.

Meine Wertung: 69%
Cover: Hexenjagd in Lerchenbach13.06.2008

Ein Fall für TKKG
(18) Hexenjagd in Lerchenbach (Erschienen: 1982)
Dauer: 41:10


Helga Götze ist Biologie-Lehrerin und bei den Kindern sehr beliebt. Doch die Einwohner von Lerchenbach halten sie für eine Hexe, weil sie Schlangen und Spinnen als Haustiere hält. Eine wilde Hexenjagd setzt ein, die von einem Unbekannten gesteuert wird, der Helga Götze haßt. Warum, das müssen die TKKG-Freunde herausfinden! Tarzan, Karl, Klößchen und Gaby forschen beharrlich weiter, bis sie das Geheimnis enträtseln und Helga Götze helfen können.

Mein Kommentar: Diese Folge ist nicht übel! Das Buch ist zwar besser, aber auch das Hörspiel weiß sehr schön zu gefallen! Trotzdem gibt es hier ein paar komische "Fehler". Die Szene, in der Tarzan die kleine Bärbel entdeckt, diese mitnimmt in den Garten um ihr ein paar Erdbeeren zu geben und um sie den anderen vorzustellen, beinhaltet einen merkwürdigen Stimmenwechsel. Die Person, die Helga Götze spricht, wird für zwei Sätze kurz ausgetauscht. Die andere Frau sagt die folgenden Sätze: "Dich kenn' ich doch, du wohnst am Ortsanfang, neben der Schmiede, nicht wahr? Und deine Mutti arbeitet im Gasthaus."... Daraufhin antwortet Bärbel und Helga spricht weiter, diesmal allerdings wieder mit der "normalen" Stimme. Achtet mal darauf!

Zweitens: Es ist völlig unlogisch für den Hörer, weshalb der Jocher-Sohn ständig auf die Briefumschläge schaut. Im Buch wird das schön beschrieben, und man liest dort auch, dass Harry (Jocher), nicht für die Briefumschläge verantwortlich ist, sondern "nur" für den Einbruch. Bleibt drittens noch, dass der Erzähler sich einmal verspricht und Lerchenberg statt Lerchenbach sagt, und viertens, dass natürlich Jens Wawrczek und nicht Thorsten Lange den Max Jocher spricht! :) Das alles ist auch in der Neuflage so; nur dass im Gespräch zwischen Tarzan, Gaby und Helga Götze geschnitten wurde, wie Helga sich "bedankt", weil Tarzan dem Jocher-Junior eine geklebt hat.

Ansonten fehlt eigentlich nichts. Auch fehlt nicht das eigentliche Feeling durch die neue Musik; doch der Bohn-Klang gefällt mir einen kleinen Tick besser. Das macht 79% für die Erstauflage, und 78% für die Neuauflage.

Meine Wertung: 79%
Cover: Die Doppelgängerin13.06.2008

Ein Fall für TKKG
(17) Die Doppelgängerin (Erschienen: 1982)
Dauer: 41:38


Inge ist 16 Jahre alt und das Kind armer Eltern. Durch Zufall gerät sie an einen riesigen Schatz: Zwei seltene Briefmarken, die 400.000 DM wert sind - gestohlen von zwei Dieben! Inge vertraut sich dem TKKG an. Doch bevor die vier vom TKKG etwas unternehmen können, versucht einer der Diebe, Inge zu entführen. Aber er verwechselt sie mit einer Klassenkameradin: Bärbel ist Inges Doppelgängerin, ihre Eltern sind Millionäre. Eine gefährliche Aufgabe für die TKKG-Freunde, das Mädchen zu befreien und Inge zu helfen...

Mein Kommentar: Etwas verwirrend ist, finde ich, dass die Tatsache, dass Inge und Bärbel Doppelgängerinnen sind, sich zu spät auf die Geschichte auswirkt. Erst gegen Ende der Geschichte ist es für den Hörer interessant, weshalb die beiden sich so ähnlich sehen! Aber, das ist im Buch auch so. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Tolle Sprecher/innen, gute Story - abgesehen, von der (aber erst in späteren Folgen) immer wiederkehrenden Idee, dass eine große Ähnlichkeit oder Zwillingsgeschwister Missverständnisse aufkommen lassen. ;)

Schade nur, dass in der Neuaufnahme nicht die Chance genutzt wurde, den "Sprecherwechsel-Fehler" während des Erpressungstelefonats mit Inges Vater, zu beseitigen. Inges Vater fragt den Anrufer, was er will, und dieser antwortet "Helfen!" - und hier spricht merkwürdigerweise jemand anderes dieses Wort, bevor dann der eigentliche Sprecher weitermacht. Warum hat man das nicht behoben?

Nicht, dass das ein großes Problem wäre, nein, aber wenn desöfteren in anderen Neuauflagen-Hörspielen ohne ersichtlichen Grund einfach so Sätze geschnitten werden, wieso dann nicht diesen Schnitt von damals korrigieren? Ansonsten gefällt mir die Neuaufnahme aber sehr gut. Die Musik ist passend gewählt, und verändert den Charakter der Folge nicht. Alt und Neu erhalten daher gute 81% von mir!

Meine Wertung: 81%
Cover: X7 antwortet nicht13.06.2008

Ein Fall für TKKG
(16) X7 antwortet nicht (Erschienen: 1982)
Dauer: 42:57


Auf einer Radtour entdecken die vier TKKG-Freunde zunächst drei finstere Gestalten und dann vier gefährliche Mörsergranaten. Als die vier Freunde versuchen, den Verbrechern auf die Spur zu kommen, geraten sie an ein Ganoven-Pärchen. Schließlich wird eines klar: Unbekannte planen einen großen Überfall auf den Geldtransport (Betriebscode X7). Fast eine Million steht auf dem Spiel! Eine aufregende Jagd nach der riesigen Beute beginnt und die TKKG-Freunde stecken mittendrin.

Mein Kommentar: Sehr gute Story, keine Störfaktoren, und auch sonst nur ganz wenige TKKG-Stereotypen. Das Einzige, was mich stört, ist, dass Gaby natürlich "keinen falschen Alarm macht, weil ihr Vater Kommissar Glockner ist"; aber ok, sooo schlimm ist das auch wieder nicht. Wirklich schade bei dieser TKKG-Geschichte ist eigentlich nur, dass sehr viel interessanter Stoff geschnitten wurde; die Zusammenhänge mit den beiden Ganoven-Teams, die sich gegenseitig eins auswischen wollen, etc., fehlen im Grunde völlig, sondern wurden nur so nebenbei eingeflochten. Auch der Aufenthalt im Freizeitpark hätte ruhig ein wenig ausgedehnt werden dürfen. Trotzdem ein sehr gutes TKKG-Hörspiel, denn es bleiben trotzdem keine Logiklöcher oder offenen Fragen - und spannend ist das Ganze auch vertont worden.

In der Neuauflage wurde im Vergleich zur Erstauflage nicht wirklich viel geschnitten, aber doch ergibt das Ganze eigentlich nicht viel Sinn. Beispielsweise der kleine Part, in dem Robert Ute auffordert, doch fester zuzuschlagen, wurde entfernt; Ute haut ihn einfach sofort K.O. - ansonsten wurden nur 2-3 Kleinigkeiten zwischendurch entfernt, die wirklich kaum auffallen. Dafür gefällt mir in der Neuauflage das Gesamt-"bild" viel besser. Natürlich ist es eine kleine Umstellung, dass die Musiken jetzt andere sind, aber das Feeling wird durch die Non-Bohn-Sounds sehr gut in Szene gesetzt. Wirklich toll gemacht; gefiel mir schon nach zweimaligem Hören besser, als das "Original" von 1981. 82% = Alt, 84 für Neu!

Meine Wertung: 84%