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Cover: Attentat am Gämsengrat
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Wolfgang Kaven
Alice Theresa Underberg
Diane Gruber Sandra Keck
Dr. Bienert Peter Buchholz
Felix Gamper Erkki Hopf
Gabriele "Pfote" Glockner Rhea Harder
Karl "Computer" Vierstein Tobias Diakow
Kathi Alexandra Garcia
Kommissar Glockner Wolfgang Draeger
Malte Hansen Stephan Benson
Markus Jannik Endemann
Pangraz Bär Erik Schäffler
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Alexander Draeger
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 09.09.2021

TKKG
(220) Attentat am Gämsengrat
Erschienen: 2021
Dauer: 1:02:16


Die Klasse 9b befindet sich auf Abenteuerwoche in den Tiroler Alpen. Zwar steckt Tim, Karl, Klößchen und Gaby noch das Wildbach-Rafting vom Vortag in den Knochen, aber dennoch wollen sie heute die Gamsspitze erklimmen. Auf dem Weg nach oben setzen sich die vier von ihrer Klasse ab und beobachten in der Ferne einen Kampf zwischen zwei Gestalten. Hat die eine die andere gerade vom Berggrat gestoßen? Sind TKKG also Zeugen eines Attentats geworden? Bevor sie dem auf den Grund gehen können, bricht plötzlich ein Unwetter über sie herein und TKKG sitzen im strömenden Regen auf dem Berg fest. Ein Blitz zuckt am Himmel, ein Schuss gellt durchs Gebirge und ganz in der Nähe kämpft sich ein Mann mit blutender Schläfe auf TKKG zu...

Mein Kommentar: Das ist jetzt wirklich fies! Diese Folge hat jede Menge Potenzial. Sie ist reichlich spannend und bietet nicht wenig Action und hat eine großartige Atmo. Im Grunde also locker eine 80er-bis-90er-Wertung. Doch sind es so manche Dinge nebenbei, die entweder stören oder keinen Sinn ergeben wollen.

So startet das Abenteuer mit Dr. Bienert und der Klasse 9b, die durch "die Berge" wandern und kraxeln. Allerdings sind von der 9b nur TKKG selbst und drei weitere Schüler/innen zu hören (interessanterweise alle drei Stimmen der Fünf Freunde). Doch dann, warum auch immer es in Ordnung wäre, trennen sich TKKG nach exakt 5 Minuten Spielzeit von allen anderen und die sind dann, fast durchweg, nicht mehr zu hören - und relevant sowieso nicht mehr. Der Erzähler erwähnt nur ganz lapidar, TKKG hätten sich abgesetzt. Hmmm... Hat Dr. Bienert da nicht vielleicht was dagegen? Nein, hat er natürlich nicht. 3 Minuten später trifft man sich nochmal und "weil es sich um einen Notfall handelt", lässt er TKKG - allein! - den Gämsengrat hochdackeln! Das macht sprachlos! Ach ja: Wieso schickt er nicht irgendwann einmal die Bergwacht, die Polizei oder sonst irgendwen los, weil ihm vier Kids abhanden gekommen sind? Oder warum sendet er nicht mehrere "Was ist los? Ist Euch etwas passiert?"-SMS an ihre Handys? Ach, stimmt, diese nette Frau, diese Diane, ruft ihn kurz an, damit er beruhigt ist.

Okay, okay, Karl hat zwar irgendwann zwischendurch mal Nachrichten von seinem Vater bekommen, also muss er irgendwann mal Empfang gehabt haben, aber jetzt hat keinen mehr. Aha! Warum hat, etwas später in der Story, mindestens eine andere Person Empfang? Na klar, weil es gerade am bequemsten ist, die Geschichte so weiterzuführen.

Befremdlich sind Momente, von denen mir zumindest zwei im Gedächtnis blieben, in denen TKKG sich verstecken und immer kurz davor sind, jetzt gleich entdeckt zu werden. Früher hätte Tim sich die Bösewichte einfach gekrallt, sie auf die Matte geknallt und dann mit einem coolen Spruch, ob seiner Überlegenheit, ihre Personalien gesichert. Heute bibbert er vor Angst und murmelt unentwegt etwas in der Art wie "Bitte, bitte, hoffentlich geht das noch gut!". Meinetwegen, ok. Aber hoffentlich ist das in 2-5 Folgen nicht schon wieder anders. Zumal es überhaupt keinen Grund gab, sich zu fürchten. Man hätte sich den gemeinen Gestalten einfach konfrontativ stellen können, denn wirklich gefährlich oder bewaffnet scheinen sie nicht zu sein...

Von einigen anderen Ungereimtheiten - wie etwa, warum TKKG in wenigen Augenblicken jede Menge Fakten von einem im Grunde völlig Fremden kredenzt bekommen, oder wieso Oskar mit auf Klassenfahrt und sogar in die Berge darf - abgesehen, ist aber im Besonderen der Anruf von Kommissar Glockner skurril. Denn das, was er Gaby sagt, klingt verdächtig wie jemand, der ahnt, dass er sich womöglich für immer verabschiedet. Nicht besser wird es, als TKKG direkt im Anschluss ebenfalls finden, dass Kommissar Glockner gerade ziemlich seltsam gewesen ist und seine Worte merkwürdig klangen. Vielleicht war das die gewählte Möglichkeit der "TKKG-Macher/innen", Wolfgang Draeger und/oder eventuell die Rolle des Kommissar Glockner, aus dem Serienuniversum zu schreiben. Die Frage wäre nur, wie man das machen will? Wird bald nebenbei erwähnt, dass er im Einsatz verschollen ist? Und wie würde Gaby das verkraften?

Die Produktion ist wunderbar. Tolle Effekte, gute Musiken, gute Sprecher/innen - abgesehen von den Fünf-Freunde-Stimmen (insbesondere die beiden Damen), denn die klingen sehr, sehr künstlich.

Meine Wertung: 60%
Cover: Stimmen aus dem Jenseits
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Peter Kaempfe
Frau Blaschke Ela Nitzsche
Gabriele "Pfote" Glockner Liza Ohm
Harry Martin May
Herr Ambrosius Sven Dahlem
Karl "Computer" Vierstein Felix Strüven
Kommissar Glockner Michael Bideller
Krankenschwester Nadine Wöbs
Marie Baurig Franciska Friede
Oma Glockner Elga Schütz
Paul Jens Wendland
Peter "Tarzan / Tim" Carstens Sebastian Fitzner
Polizist Alexander Rieß
Polizistin Nadine Schreier
Rita von Hohenfels Ingeborg Christiansen
Willi "Klößchen" Sauerlich Julian Greis
Rezension vom: 24.08.2021

TKKG Junior
(18) Stimmen aus dem Jenseits
Erschienen: 2021
Dauer: 55:01


Es gibt keine Geister! Oder etwa doch? Das behauptet zumindest der alte Kinobesitzer Herr Ambrosios. Der hört beim Vorführen seiner alten Stummfilme nämlich neuerdings unheimliche Stimmen im Kinosaal. Doch TKKG sind sich sicher: Dafür muss es eine logische Erklärung geben! Doch als sie dann die Stimmen aus dem Jenseits mit eigenen Ohren zu hören bekommen, sind auch sie verunsichert. Ruft da vielleicht wirklich der Geist der vor langer Zeit bei Dreharbeiten verschwundenen Stummfilm-Darstellerin Dita von Hohenfels um Hilfe? Ein bisschen mulmig ist TKKG schon bei diesem Gedanken, aber sie wollen der Sache auf den Grund gehen!...

Mein Kommentar: Der erste Junior-Fall, an dem ich gleich mehrere Dinge zu bemängeln habe. Zwar fehlen die sonst so üblichen überfröhlichen Giggeleien der Junioren, doch fiel mir dafür gleich von Anfang an auf, dass vor allem Gaby sehr geschauspielert-affektiert klingt. Ich sah vor meinem geistigen Auge durchweg, wie eine junge Frau am Mikrofon steht und darum bemüht ist, wie ein kleines Mädchen zu klingen. Klar gab es das bei früheren Fällen auch schon immer wieder mal, es fiel mir aber nie so durchgehend deutlich auf.

Dann ist die Idee mit den Stimmen aus dem Jenseits durchaus toll gemacht, aber es ist sehr offensichtlich, dass hier nicht irgendwelche Gruselgestalten ihren Schabernack treiben, sondern dass der reale Hilferuf eines Mädchens hörbar wird. Meiner Meinung nach hätten eben diese Rufe beim Mischen einfach viel weniger laut und/oder verrauschter gemacht werden müssen, sodass beim Aufdrehen der Anlage nicht gleich schon die Lösung vorweg gegeben wird. ...und als dann auch noch der unfreundliche Eisverkäufer ins Spiel kommt, ist die ganze Nummer glasklar.

Sehr seltsam ist außerdem die Abschluss-Überraschung mit der verstorbenen Schauspielerinnen-Schwester. Die Idee dafür ist okay, aber die Auflösung ohne jeden Twist so unproblematisch zu präsentieren, ist sehr schade.

Bleibt summasummarum ein Hörspiel, dessen Prämisse stark verpufft. Natürlich habe ich den Gedanken, dass dies eine Geschichte für Kinder sein soll, und die denken eben oft noch nicht so voraus und haben auch noch nicht den Erfahrungsschatz von Erwachsenen, aber die von mir genannten Punkte hätte man leicht optimieren können, ohne dass Kinder davon überfordert gewesen wären.

Meine Wertung: 53%
Cover: ...und die verschwundene Riesenschildkröte
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Lutz Werner Mackensy
Anne Theresa Underberg
Ben Wensley André Minninger
Constable Miller Alexander Mettin
Constable Stevens Joachim Kretzer
Constable Wilbert Achim Schülke
Dexter Silver André Beyer
Dick Jannik Endemann
George Alexandra Garcia
Jackson Silver Till Huster
Julian Ivo Möller
Justin Tim Kreuer
Mr. Gaudy Janis Zaurins
Mr. Sottleby Oliver Rohrbeck
Scarlett Anne Moll
Sylvia Christiane Leuchtmann
Tierhändler Holger Wemhoff
Tom Peter Bieringer
Rezension vom: 09.08.2021

Fünf Freunde
(143) ...und die verschwundene Riesenschildkröte
Erschienen: 2021
Dauer: 58:03


Was macht eine Riesenschildkröte im Hochmoor von Kirrin? Und wieso ist sie einen Tag später schon wieder verschwunden? Die Fünf Freunde gehen diesem rätselhaften Geschehen nach und geraten sofort in Schwierigkeiten - vor allem Julian, der aus den Händen dubioser Unbekannter befreit werden muss. Wer waren diese Männer? Was haben sie mit der Schildkröte zu tun? Und was weiß Justin - ein Junge, der Julian zum Verwechseln ähnlich sieht? Auf der Spur der Riesenschildkröte bestehen die Freunde ein aufregendes Abenteuer, um die Wahrheit herauszufinden.

Mein Kommentar: Was mir sofort aufgefallen ist: Oliver Rohrbeck macht als Sprecher mit. Damals sprach er selbst den Julian, doch im Klappentext ist ja die Rede von einem Doppelgänger... Aber nee, er spricht nicht diesen Doppelgänger, sondern einen gewissen Mr. Sottleby. Dabei wär's witzig gewesen, denn der Doppelgänger heißt Justin und ist damit von "Justus" gar nicht mal soooo weit entfernt.

Aber ok, kommen wir zum Plot. Der ist völlig in Ordnung und sogar eingermaßen spannend; typische Fünf-Freunde-Kost. Ungewöhnlich ist nur, dass es einen, für Kirrin-Verhältnisse, überraschenden Twist gibt. Hörer/innen mit Erfahrung ahnnen natürlich rechtzeitig, was da los sein könnte, aber gerade für Kids ist der Moment der Offenbarung umso größer. Doch unabhängig vom Alter und den Hörgewohnheiten, nebenbei lernen wir auch noch etwas über Schildkröten und warum es seltsam ist, eine besonders große auch nur in der Nähe der Kirrin-Insel zu sehen; umso interessanter ist dann das "Warum ist sie hier!?".

Die Produktion ist rundum gelungen, die Sprecher/innen liefern wie gewohnt auf hohem Niveau ab und auch die Musiken passen jederzeit.

Meine Wertung: 68%
Cover: ...und der Jadekönig
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Axel Milberg
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Busfahrerin Rosemarie Wohlbauer
Dark Blue D Ivo Möller
Gavin Sterling Stephan Benson
Jock Christian Stark
Judith Sterling Hedi Kriegeskotte
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Leopold Nelson Oliver Kalkofe
Marlow Janis Zaurins
Mrs. Torres Heidi Berndt
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Rick Daniel Welbat
Rezension vom: 25.07.2021

Die drei ???
(211) ...und der Jadekönig
Erschienen: 2021
Dauer: 1:12:01


Haben die drei ??? etwas mit dem Diebstahl des "Jadekönigs" zu tun? Eine der wertvollsten Briefmarken der Welt ist verschwunden. Auf der Suche geraten die Detektive mitten hinein in ein lang gehütetes Familiengeheimnis. Können Justus, Peter und Bob den Jadekönig retten - oder werden sie sich an diesem Fall die Finger verbrennen?

Mein Kommentar: Endlich mal wieder ein nicht-euphemistischer Titel! Kaum zu glauben, dass dieser Fall nicht "...und die tödliche Briefmarke des Grauens" heißt, und schön, dass André Marx (Autor des Buches) sich hier durchsetzen konnte.

Die Idee, diesen Fall etwa zur Hälfte in Rückblenden zu erzählen, ist an und für sich gut - und vor allem: es ist mal etwas anderes. Seltsam aber, dass die Person, die Justus, Peter und Bob in ihrem Haus "beim Einbruch" erwischt, ihnen einfach so alles glaubt. Die drei ??? hätten das Blaue vom Himmel herunterlügen können - und wären damit durchgekommen. Ein wenig Misstrauen hätte es schoin geben dürfen. Selbiges gilt dann direkt auch für Peter, als ihm jemand ein supergutes, teures Skateboard quasi schenken will und er dann auch noch ein Haus aufdietrichen soll. Keine Skepsis? Kein Misstrauen? ...und das trotz der jahrelangen Erfahrung als Detektiv und der Tatsache, häufiger schon von Klienten und Klientinnen über's Ohr gehauen geworden zu sein?

Aber ok, lässt man das einmal beiseite, ist der Fall eigentlich interessant und soweit schlüssig erzählt. Doch am Ende, puuuuuh... Vorweg: Ich werde spoilern! Also: Die ganze Nummer ist soweit durch und alles wurde aufgedeckt. Doch dann legt die gute Dame aus Rache doch tatsächlich ein Haus in Schutt und Asche, gibt es auch noch unverhohlen zu, und sie kommt mit einer Geldstrafe davon - und einer fetten Belohnung, mit der sie die Geldstrafe offenbar easy-peasy blechen und auch noch ein recht genügsames Leben führen können wird. Lieber André Marx, Brandstiftung ist auch im Land of the free ein schweres Verbrechen, auf das die Freiheitsstrafe steht - zumal, wie erwähnt, besagte Frau tat es vorsätzlich und gibt es auch noch zu! Ferner frage ich mich, ob sie denn wirklich so ohne weiteres die offizielle Besitzerin der Briefmarke sein darf - und diese verkaufen kann, denn es könnte sehr fragwürdig sein, was der eigentliche/vermeintliche Besitzer dazu zu sagen hat - und auch, was die Gerichte davon halten... Für meinen Geschmack tat dieser Fall etwas sehr eindeutiges: er "jumped the shark", und zwar big time!

Die Produktion ist tadellos, und alle Sprecher und Sprecherinnen liefern gute Arbeit. Und, ja, eigentlich wäre auch die Geschichte gut bis sehr gut - wären nur einige wenige Kleinigkeiten und vor allem das Ende nicht, welches meine Bewertung drastisch nach unten zieht! Schade.

Meine Wertung: 67%
Cover: Oskar in Gefahr
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Peter Kaempfe
Frau Behrens Ela Nitzsche
Gabriele "Pfote" Glockner Liza Ohm
Herr Könnecke Jens Wendland
Karl "Computer" Vierstein Felix Strüven
Lilli Anja Topf
Nachbar Alexander Rieß
Olli Martin Sabel
Oma Glockner Elga Schütz
Paketbote Frank Gustavus
Peter "Tarzan / Tim" Carstens Sebastian Fitzner
Polizist Robert Kotulla
Polizistin Nadine Schreier
Taxifahrer Oliver Warsitz
Willi "Klößchen" Sauerlich Julian Greis
Rezension vom: 30.06.2021

TKKG Junior
(17) Oskar in Gefahr
Erschienen: 2021
Dauer: 53:20


In Gabys Nachbarschaft verschwinden neuerdings Haustiere. Jedes Mal, wenn das geschieht, wird ein weißer Lieferwagen in der Siedlung gesehen. Sind die Tiere vielleicht entführt worden? Seltsam ist allerdings, dass kein Lösegeld gefordert wird. TKKG übernehmen den Fall und fischen zunächst im Trüben. Als TKKG eines Nachmittags hilflos dabei zusehen müssen, wie auch Gabys Hund Oskar entführt wird, ist es höchste Zeit, die skrupellosen Tierfänger dingfest zu machen. Doch wo steckt Oskar nur? Und wie finden sie die Täter? Mit Mut und Köpfchen geraten TKKG schließlich auf die richtige Fährte.

Mein Kommentar: Wie bei vielen Hörspielen funktioniert auch Oskar in Gefahr sehr gut, wenn man hier und dort ein Auge zudrückt. Zum Beispiel taucht immer wieder ein "seltsames Paar" und bestimmter Lieferwagen "mit Nummernschild hier aus der Stadt" auf und mehrere Tiere sind verschwunden. Wie wäre es, da mal Fotos zu machen oder der Polizei bescheid zu stoßen? Spätestens wenn die TKKGs mit einem Nachbarn sprechen, und dieser sogar vorschlägt, die Polizei zu informieren, meinen die, dass die Polizei da gar nicht zuständig sei. Selbst wenn, warum nicht zumindest die zuständige Behörde informieren? Dennoch bezweifle ich, dass die Polizei sich heraushielte, wenn man erklärte, dass da komische Leute im Ort und mehrere Tiere verschwunden - offenbar gestohlen worden - seien. Als dann aber Oskar quasi entführt wird, geht man auf einmal doch zur Polizei - ist die jetzt also doch zuständig!?

Naja, wie erwähnt, insgesamt ein gutes Hörspiel, das sehr gut produziert wurde. Und es kann mit einer Handvoll Querverweise auf vergangene - oder eigentlich zukünftige - Fälle aufwarten. Wie etwa der Ort Bad Finkenstein.

Meine Wertung: 68%
Cover: Terror frei Haus
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Wolfgang Kaven
Elke Biberheim Maud Ackermann
Frau Sauerlich Marianne Bernhardt
Gabriele "Pfote" Glockner Rhea Harder
Hans Sohnemann André Busche
Herr Sauerlich Henry König
Josefine Eva Weißmann
Karl "Computer" Vierstein Tobias Diakow
Kommissar Glockner Wolfang Draeger
Kommissar Schalavsky Stephan Schad
Kommissarin Hübner Nova Meierhenrich
Lotte Jung Nora Tschirner
Mann Ivo Möller
Margot Glockner Heidi Berndt
Markus Scholler Olli Schulz
Monique van Dorten Monika Werner
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Alexander Draeger
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 26.06.2021

TKKG
(219) Terror frei Haus
Erschienen: 2021
Dauer: 1:00:08


Tim, Karl, Klößchen und Gaby werden Zeugen, wie Klößchens Nachbarin an der Tür von zwei als Paketboten verkleideten Gaunern überrumpelt wird. TKKG eilen Frau Monique van Dorten zu Hilfe. Mit ihrem plötzlichen Auftauchen schlagen sie die Verbrecher in die Flucht. Jetzt müssen die Bewohner der Millionenstadt gewarnt werden - mit diesem fiesen Paketbotentrick dürfen die Gauner keine Chance mehr haben! Aber die findigen Verbrecher haben längst einen neuen Plan geschmiedet und diesmal sollte es ausgerechnet Klößchen treffen! Tim, Karl und Gaby ahnen nicht, dass ihr Freund in großer Gefahr ist...

Mein Kommentar: Puuuhh! Man, hier ist echt was los! Zuerst fällt im Inlay auf, dass mit einem Extrasatz unter der Namensliste Nora Tschirner und Olli Schulz für ihre Teilnahme am Hörspiel gedankt wird; sie werden sogar "Special Guests" genannt. Ich habe wirklich nichts gegen Frau Tschirner oder Herrn Schulz, aber was ist an beiden so übermäßig dankenswert oder speziell, was bei den vielen anderen Sprechern und Sprecherinnen zuvor nicht auch gegeben war und eine Extrawirdmung nötig machte? Oder warum nicht genauso zum Beispiel Herrn König oder Frau Bernhardt danken?

Nun, dann geht es natürlich weiter mit dem Plot, der so manche Stilblüte birgt. So schickt Kommissar Glockner also Gaby kriminalfallbezogenes Bildmaterial auf ihr Smartphone. Öhm... warum? Und was ist mit der neuerdings häufiger gehörten Standpauke der Marke "Mischt euch nicht ein, haltet euch da raus, blabla..." - und jetzt schickt er ihnen solche Bilder? Nervig auch die dauernde Abgebrühtheit der vier TKKGs. Für uns als Hörerschaft, also als Außenstehende, mag das nicht so wirklich gefährlich wirken. Aber in der Welt von TKKG? Klößchen wurde entführt und so weiter. Und die haben einfach vor nichts und niemandem Respekt und kontern jede Androhung von Gewalt mit völliger Gelassenheit, ja, sogar echten Frechheiten. Diese schräge Mischpoke aus Alt-TKKG-eigentlich-Quatsch-aber-gleichzeitig-auf-witzige-Art-trashig-cool und Neu-TKKG-alles-wird-realistischer-und-vorbildlicher funktioniert so einfach nicht. Wie wäre es, wenn man sich innerhalb des Autorenstamms endlich mal auf eine klare Linie einigt, und sich nicht das Serienuniversum jedes Mal neu verbiegt, sodass es dann gerade hinpasst!

Gleichsam, das gebe ich gern zu, ist die Idee, (54) Alarm! Klößchen ist verschwunden wieder aufzugreifen und sogar Monique van Dorten zu reaktivieren, toll. Es gibt massig Reminiszenzen, einige sind sogar lediglich Randnotizen, über die sich Kenner/innen aber umso mehr freuen, wenn sie sie entdecken. Doch, und ich lasse jetzt mal die leidige Jugendsprachengetue-Debatte a la "Da ist MVD" außen vor, mir gefällt die Performance von Monika Werner als Monique van Dorten nicht. Diese Version von Frau van Dorten klingt wie ein ältliches, ewig-kicherndes, eher leicht verwirrtes, etwas schrulliges Ömchen. Warum Frau Werner sie so anlegte, verstehe ich nicht. Insbesondere, da es ja mit Marianne Kehlau bereits eine Monique van Dorten gab, die kein Stück so war, wie hier dargestellt.

Auch die Szene, in der TKG beim großen Versandhandel sind, zu welchem man natürlich mal eben vorbeiradelt und schon hat man Zugang zu allen Bereichen und darf munter alles abfotografieren und allerlei Fragen stellen. Wie ich eben schon schrieb, innerhalb der 30er-bis-60er-Folgennummern, wäre das sicherlich ein heiteres Zuhörfest gewesen, ob der Absurdität des Ganzen, weil es häufig irgendwie trotzdem funktionierte. Das tut es mittlerweile aber nicht mehr; und es ist auch weder witzig noch absurd gemeint. Und schon auch der Titel ist derart übertrieben, denn Terror gab es an keiner Stelle...

Immerhin, die Produktion ist, wie beim Körting-Minninger-Duo üblich, rund.

PS: Übrigens fehlt im Inlay die Auflistung von Gaby als Rolle (mitsamt Rhea Harder als Sprecherin).

Meine Wertung: 46%
Cover: ...und die schweigende Grotte
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Axel Milberg
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Cayden Devlin Werner Wilkening
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Küstenwache 1 Thorsten Laussch
Küstenwache 2 Andreas Birnbaum
Mitarbeiter Achim Funk
Nicole Saskia Weckler
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Sara Roskin Elke Reissert
Tante Mathilda Karin Lieneweg
Zach Cannings Martin May
Rezension vom: 17.06.2021

Die drei ???
(210) ...und die schweigende Grotte
Erschienen: 2021
Dauer: 1:00:27


Die verfallene Ruine des einstigen Sanatoriums lädt Justus, Peter und Bob zum Abenteuerausflug ein. Das bröckelige Gemäuer und die verschüttete Grotte darunter hat seit Jahren niemand mehr betreten. Die drei ??? gelangen in das verlassene Gebäude und finden eine verschlossene Kiste mit unerwartetem Inhalt. Sind sie etwa doch nicht allein?

Mein Kommentar: In diesem Hörspiel gibt es für alles, das mir gefällt, immer auch etwas, das mir nicht so gut gefällt. Ich finde diese Folge zum Beispiel und super vertont - und besonders die ersten Minuten sehr spannend. Dafür gefällt mir jedoch nicht, dass über das gesamte Hörspiel hinweg so gut wie alle Stimmen, außer denen der drei Detektive und Erzähler Axel Milberg, nicht bei der Sache, oder anders: hörbar geschauspielert klingen.

Oder, und ich gebe zu, ich kann nicht mit dem Finger darauf deuten, aber all diejenigen, die am Ende in diese Sache verwickelt sind, sind gleich beim ersten Hören vom Fleck weg verdächtig. Irgendetwas macht es sehr deutlich, dass man diesen Personen nicht trauen darf. Vielleicht, dass man nach deutlich über 200 Fällen einfach weiß, wie der Hase läuft und man darum eben die "falschen Fährten" oder vermeintlichen Nebensächlichkeiten direkt als eben solche erkennt...!?

Ich könnte jetzt noch einige weitere Beispiele bringen, aber ich möchte dieses von mir an und für sich doch eher positiv wahrgenommene Hörspiel nicht mit dieserlei Dingen kaputttheorisieren. Denn alles in allem reißt vor allem die tolle Produktion den Höreindruck in die obere Hälfte des Wertungsspektrums; abgesehen davon, dass die Sprecher/innen tatsächlich zu sehr nach Schauspiel klingen. So, also wären sie nicht wirklich in der Rolle.

Meine Wertung: 64%
Cover: ...und der mysteriöse Dieb
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Lutz Werner Mackensy
Anne Theresa Underberg
Claire Kramer Maria Hönig
Constable Jürgen Holdorf
Dick Jannik Endemann
Duncan Jones Thorsten Laussch
Durchsage Zug/Bahnhof Hans-Joachim Dethlof
George Alexandra Garcia
Hot Dog Verkäuferin Rosmarie Wohlbauer
Hotelmanager Michael Prelle
Julian Ivo Möller
Kevin Oliver Böttcher
Kundin Eva Weißmann
Lady Ash Monika Werner
Mister Cameron Henry König
Onkel Quentin Gordon Piedesack
Peterson Wolfgang Kaven
Schaffner Holger Wemhoff
Sofie Miller Neda Rahmanian
Taxifahrer Wolfgang Draeger
Rezension vom: 03.06.2021

Fünf Freunde
(142) ...und der mysteriöse Dieb
Erschienen: 2021
Dauer: 57:46


Die Fünf Freunde begleiten Onkel Quentin nach Bristol, wo der Wissenschaftler an einem Kongress teilnimmt. Gleich nach ihrer Ankunft werden dem Geschäftsmann Cameron teure Uhren gestohlen und der Verdacht fällt auf Duncan Jones. Der nette, junge Mann beteuert seine Unschuld und bittet die Fünf Freunde um Hilfe. Deren Ermittlungen ergeben, dass Cameron selbst hinter dem Diebstahl stecken könnte, um die Versicherung zu betrügen. Aber dann wird einer Touristin Geld gestohlen - und die Ereignisse überschlagen sich.

Mein Kommentar: Ein relativ komplexer Fall für die Kirrin-Kids, der stringent erzählt, spannend und nicht ohne weiteres durchschaubar ist. Ich würde sogar so weit gehen und behaupten, dass das hier beinahe schon ein "Die drei ??? Light"-Fall ist.

Dennoch gibt es natürlich die üblichen Tademarks, wie Personen, die sich allein durch ihre Sprechweise als "eigentlich doch ein schlimmer Finger" gegenüber der Hörerschaft verraten, oder Timmy, der - durch sein ihm von der Natur gegebenes Gespür -, ohne, dass er es bewusst tut, auf die richtige Spur lenkt. Ebenso gibt es die typischen "Die Person, die zuerst so hart verdächtigt wurde, ist es letztlich doch nicht gewesen"-Situationen. Darüber muss man als erprobte/r Fünf-Freunde-Hörer/in eben einfach hinweghören.

Die Produktion ist, wie beim Körting-Minninger-Gespann gewohnt, tadellos und alle Sprecher/innen liefern saubere Arbeit ab.

Meine Wertung: 74%
Cover: Trügerischer Paddelspaß
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Peter Kaempfe
Bettina Mehring Carla Becker
Finn Daniel Kirchberger
Gabriele "Pfote" Glockner Liza Ohm
Karl "Computer" Vierstein Felix Strüven
Kommissar Glockner Michael Bideller
Margot Glockner Christine Kutschera
Oliver Lauterbach Stephan Benson
Peter "Tarzan / Tim" Carstens Sebastian Fitzner
Willi "Klößchen" Sauerlich Julian Greis
Rezension vom: 30.04.2021

TKKG Junior
(16) Trügerischer Paddelspaß
Erschienen: 2021
Dauer: 44:15


Sommerlicher Wochenendausflug mit den Glockners ins idyllische Naturparadies Oberwald. Tim, Karl, Gaby und Klößchen freuen sich auf eine abenteuerliche Kanutour durch abgelegen Flusslandschaften. Doch der Paddelspaß endet schnell, als die drei Kanus samt Insassen in einer Schleuse eingesperrt werden. Als dann nachts auf dem Zeltplatz auch noch die Handtasche von Gabys Mutter geklaut wird, stellen TKKG Nachforschungen an und stoßen auf interessante Spuren. Als schließlich eines ihrer Kanus wegen eines Lochs im Boden kentert, ist klar: Das kann kein Zufall sein!

Mein Kommentar: Ungewöhnlich, in der heutigen Zeit eine neue Hörspielproduktion zu hören, die unter 45 Minuten Spielzeit hat. Ich würde das an dieser Stelle jetzt mit "In der Kürze liegt die Würze" relativieren, aber diese gewisse Würze, die fehlt mir in Trügerischer Paddelspaß leider. Das liegt allerdings keineswegs an "zu wenig Spielzeit", sondern an zuviel Vorhersehbarkeit. Ich werde hierzu spoilern...

Dass Finn am Anfang seine Schau abzieht, um bei der Hörerschaft unsympathisch zu wirken und sicher für den Fall später irgendeine Relevanz haben wird, ist klar. Da er aber außer ziemlich frech zu sein und seine Unschuld in einer anderen Sache zu beteuern, nicht weiter auffällt, ist klar, dass er "es" nicht gewesen sein kann. Dass gleichermaßen die Person, die am unscheinbarsten ist, und die Person, die zuerst hart verdächtigt wird, dann am Ende ihre Rollen quasi tauschen, ist beim jeweils ersten Vorstellen im Verlauf der Geschichte leider ebenfalls klar, denn sonst wäre der Fall direkt geklärt und würde nur etwa 25 bis 30 Minuten dauern.

Für Kinder geht das eventuell noch völlig in Ordnung, doch für routinierte Hörer/innen oder TKKG-Kenner/innen, egal ob Junior oder das Original, ist das nur allzu offensichtlich. Darum muss ich in der B-Note diverse Punkte abziehen. Dafür stimmt alles andere. Super Produktion, gute Sprecher/innen, tolle Musiken, die hin und wieder sogar einen waschechten 80er-Vibe haben.

Meine Wertung: 60%
Cover: Schutzgeld für Dämonen
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Wolfgang Kaven
Alex Melvin Heidrich
Anton Zobelmaier Gordon Piedesack
Florian Sam Marek Harloff
Gabriele "Pfote" Glockner Thea Harder
Herr Albrecht Ivo Möller
Jakob Schneider Bruno Apitz
Jane Nostitz Rosemarie Wohlbauer
Karl "Computer" Vierstein Tobias Diakow
Klaus Rumpke Fabian Harloff
Lea Lilith Gebauer
Marc Louis Körting
Miriam Haase Anne Moll
Oliver Carl-Christian Barth
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Alexander Draeger
Torben Schlüter Daniel Welbat
Uwe Christian Stark
Werner Klingenschmitt Douglas Welbat
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 15.04.2021

TKKG
(218) Schutzgeld für Dämonen
Erschienen: 2021
Dauer: 1:06:22


Autoscooter, Breakdancer, Riesenrad - Tim, Karl, Gaby und Klößchen fällt die Entscheidung, womit sie zuerst fahren sollen, nicht leicht. Und dann ist da natürlich noch das berühmte Gruselkabinett "Geisterwelt". Der Spaß auf dem Rummelplatz währt allerdings nur kurz, denn schon geschehen wie von Geisterhand sehr ungewöhnliche Dinge: Im Gruselkabinett wird Klößchen von einer einarmigen Ritterfigur angegriffen und der Breakdancer gerät außer Kontrolle. TKKG schalten sich ein. Erst sieht alles nach der fiesen Masche einer Schutzgeldbande aus, aber dann stoßen die vier Detektive auf den "Codex Gaudiorum" - ein geheimnisvolles mittelalterliches Verzeichnis, mit dessen Hilfe sich die rätselhaften Ereignisse erklären ließen. Aber kann es sein, dass es auf dem Rummelplatz tatsächlich spukt?

Mein Kommentar: Der Titel weckt zwar direkt Assoziationen mit (72) Taschengeld für ein Gespenst und (61) Im Schatten des Dämons, diese bewahrheiten sich aber nicht. Doch gleich nach dem Start der Folge kommen Reminiszenzen aus (1) Die Jagd nach den Millionendieben hinzu. Schon mal gar nicht schlecht. Im Gegenteil. Die Folge spielt auf dem Jahrmarkt/Rummelplatz und die Atmosphäre kommt jederzeit hervorragend. Darum an dieser Stelle schon einmal: Chapeau, liebe Europas!

Etwas nervig, weil aufgesetzt klingend und erzwungen wirkend, sind nur die immer häufiger vorkommenden "liebevollen Neckereien" der TKKGs untereinander, im Besonderen bei Klößchen und Gaby, das sorgt so dann und wann für Augenrollen.

Der Plot ist, trotz des allgemein sehr positiven Höreindrucks, so la-la. Es gibt starke Momente, es wird belauscht und kombiniert, aber auch schwache, weil eben vieles sich wiederholt; allem voran, dass man von einigen Schaustellern erfährt, dass sie an den "Codex Gaudiorum" zu glauben scheinen. Diese Phase erstreckt sich über mehrere Minuten, bzw. wird auch sonst immer mal eingestreut. Es ist natürlich durchaus wichtig, zu erfahren, dass und warum da sehr viele mitmachen. Zum Beispiel, weil sie Angst haben, dass ihnen sonst ein Malheur droht. Doch seltsam ist, dass, obwohl hier eindeutig Mafiamethoden zum Zuge kommen - vor denen man sich gewiss fürchten kann -, bei eigentlich allen eher der Aberglaube überwiegt und jene Schaueteller, offenbar schon viele Jahre im Beruf, diesen Codex doch kennen sollten. Noch dazu, wo dieser den echt sehr schrägen Namen "Codex Gaudiorum" trägt. Es fällt sehr schwer, so vielen Beteiligten abzunehmen, dass sie weniger Angst vor Repressalien haben, als viel mehr Angst vor Geistern.

Es wird auch eine Kostprobe dessen, was bei Zahlungsverweigung blüht, präsentiert, sodass wir als Hörer/innen eine Idee davon bekommen, warum ein solches Malheur vermieden werden möchte. Womit wir übrigens abermals bei Zusammenhängen vergangener Fälle sind, dieses Mal ist es (69) Achtung: Die "Monsters" kommen!, denn das "So helft mir doch!"-Geschrei wird nämlich recycled.

Ganz besonders hervorheben möchte ich übrigens noch Lilith Gebauer, die mir bereits im ???-Fall (203) Tauchgang ins Ungewisse sehr positiv auffiel. Eine schlichtweg grandiose Performance, anders kann man es einfach nicht beschreiben! Sei es das Weinen, die darauf folgende Actionszene oder ganz allgemein, dass Lilith Gebauer eben nicht mit dieser mittlerweile leider üblichen aufgesetzen Weichheit in der Stimme spricht, wenn es darum geht, eine junge Frau oder ein Mädchen zu mimen. Liebe Frau Körting, lieber Herr Minninger, diese großartige Sprecherin muss bitte sehr viel häufiger in Euren Hörspielen mitmachen!

FAZIT: Die Produktion ist wunderbar, allem voran die Atmo, einige Oldschool-Musiken sind zu hören, die Story ist gut, wenn auch mit Schwächen behaftet und nahezu alle TKKG-Klischees bleiben unbedient.

Meine Wertung: 76%
Cover: ...und das rätselhafte Spukhaus
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Lutz Werner Mackensy
Anne Theresa Underberg
Constable Wilbert Achim Schülke
Dick Jannik Endemann
Dr. Oliver Wilson Tilo Schmitz
George Alexandra Garcia
Julian Ivo Möller
Krankenschwester Katja Pilaski
Mary Wilson Hedi Kriegeskotte
Mr. Cobham Andreas Zaron
Onkel Quentin Gordon Piedesack
Rufus Wilson Stephan Schad
Tante Fanny Maud Ackermann
Rezension vom: 31.03.2021

Fünf Freunde
(141) ...und das rätselhafte Spukhaus
Erschienen: 2021
Dauer: 58:13


In der Nähe von Kirrin wurde ein Spukhaus errichtet und der Erfinder sucht Leute, die das neue Freizeitangebot ausprobieren. Da lassen sich die Fünf Freunde nicht lange bitten. Das Haus ist voller rätselhafter Dinge, zwischen denen man sich auch schnell verirren kann. Als die Freunde plötzlich die Hilferufe einer älteren Dame hören, lassen sie nichts unversucht, um sie zu finden - und stoßen schon bald auf ein neues Rätsel: Im Zimmer von Mary Wilson wurde eingebrochen! Aus Sorge um die alte Dame gehen sie jedem Hinweis nach und kommen einem bösen Gauner auf die Schliche.

Mein Kommentar: Seltsam, dieser Titel. Redundant, irgendwie. Zwar sind Rätselhaftigkeit und Spukhaus nicht zwingend gleichzusetzen, aber im Jugendkrimi-Kosmos letztlich synonym; zu oft gab es Rätsel und Spuk oder Grusel schon in Kombination, ob Buch oder Hörspiel...

Aber nicht so wichtig, denn ...und das rätselhafte Spukhaus ist eigentlich wirklich gelungen. Fast alles daran stimmt; Sprecher/innen, Musiken, Atmosphäre und auch die Story passt. Allerdings tut sie das in einem Punkt leider nicht und nimmt deshalb einiges an Spannung raus. Achtung, Spoilerwarnung!

Von Anfang an ist klar, dass die Person, die harmlos tut, letztlich Böses im Sinn hat. Sicher, die Idee, dass die Kids keine Hilfsmittel, auch nicht Timmy, mitnehmen sollen, ist im Grunde in Ordnung. Aber gepaart mit einigen anderen Dingen, ist offensichtlich, dass er die Kirrin-Kids nur instrumentalisieren möchte. Dass meine - mehr als nur - Ahnung dann auch noch bestätigt wird, naja, hat mich die Nase rümpfen lassen. Der einzige Makel an dieser sonst echt tollen Folge von "Fünf Freunde".

Meine Wertung: 76%
Cover: Kreaturen der Nacht
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Axel Milberg
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Clown Andreas Birnbaum
Easly Paul Michaeli
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Lelia Murphy Katja Brügger
Oisin Murphy Douglas Welbat
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Smiddie Ivo Möller
Tante Mathilda Karin Lieneweg
Virgil Steffen Groth
Wanda Waffle Anja Topf
Zamora Rainer Schmitt
Rezension vom: 20.03.2021

Die drei ???
(209) Kreaturen der Nacht
Erschienen: 2021
Dauer: 59:56


Hexe, Gruselclown, Werwolf und ein todbringender Sensenmann - so verkleidet sitzt eine bekannte Hip-Hop-Band bei einem Nachwuchs-Musikfestival in Rocky Beach in der Jury. Kann es Zufall sein, dass gleichzeitig solch dunkle Gestalten ihr kriminelles Unwesen im schönen Küstenort treiben? Umzingelt von Kreaturen der Nacht stolpern die drei ??? in ihren nächsten Fall.

Mein Kommentar: Ein größerer Hauch von "Retro" schwingt bei Kreaturen der Nacht mit. Gerade der Anfang ist dem von (52) ...und die Musikpiraten sehr ähnlich (es gibt aber auch zwischendrin gibt es immer wieder mal Parallelen). ...und die Hip-Hop-Formation, um die es sich in diesem Fall dreht, weist, wenn auch nicht musikalisch, erstaunlich viel Ähnlichkeit mit der Metal-Band Slipknot auf. Ach ja: Slipknot gibt es seit Mitte der 90er. Warum wird so verwundert und aufklärerisch getan, weil eine es musikalische Gruppierung gibt, die ihr Image mit Grusel- und Horrormasken garniert!?

Doch es gibt noch mehr Retroelemente. Wie vom Erzähler sinnvoll zusammengefasste Ereignisse. Statt 5-10 Minuten Spielzeit herunterzupläddern, erklärt Axel Milberg in 2-3 Sätzen, dass Tante Mathilda nicht großartig sauer wegen des Diebstahls sei. Sicher, das ist erzähltechnisch zwar angenehm flott und löblich, dennoch verwundert es: Tante Mathilda hat nichts zu Meckern und Beklagen? Immerhin ist eine ziemliche Menge Geld futsch...!?

Ein paar andere unangenehm auffallende Fakten zu Kreaturen der Nacht habe ich natürlich auch noch. So errät man tatsächlich schon wieder ohne Tamtam ein Passwort. Was soll so ein Blödsinn denn bitteschön immer? Es gibt zig Möglichkeiten, selbst eher einfache Passwörter zu verkomplizieren. Unterstriche einfügen, Groß- und Kleinschreibung, Leetspeak... Man, was soll sowas immer?

Komisch auch das GPS-Tracking. Woher weiß denn die App bitteschön, WELCHES Gerät es tracken soll, beziehungsweise, falls es einfach alles anzeigt, was es findet, woher wissen die drei ???, welches das gesuchte Signal ist? Oder gab es bequemerweise nur ein einziges?

Insgesamt muten zudem auch die diversen Fallzusammenhänge etwas konstruiert und latent verwirrend an. Wer hier nicht aufmerksam zuhört, wird am Ende beim Justus'schen Abschlussmonolog nicht so recht mitkommen.

Abschließend beklage ich mal wieder, dass ein ???-Fall - mal wieder! - nur sehr am Rande mit dem im Titel und auf dem Cover Proklamierten gemein hat. Himmel, hat man es wirklich so nötig?

Fazit: Die Produktion ist super, die Sprecher/innen sind durch die Bank gut aufgelegt und vor allem die Musiken find ich toll. Und ja, der Plot hat die erwähnten Schwächen, doch die Atmosphäre nimmt mit und der Höreindruck ist insgesamt positiv.

Meine Wertung: 71%
Cover: In den Fängen der Felsenbande
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Peter Kaempfe
Fiete Till Huster
Frau Carsten Elena Wilms
Gabriele "Pfote" Glockner Liza Ohm
Justin Gianluca Calafato
Karl "Computer" Vierstein Felix Strüven
Kimmi Florentine Stein
Kommissar Glockner Michael Bideller
Leon Christian Berger
Peter "Tarzan / Tim" Carstens Sebastian Fitzner
Tom Jonas Minthe
Willi "Klößchen" Sauerlich Julian Greis
Rezension vom: 27.02.2021

TKKG Junior
(15) In den Fängen der Felsenbande
Erschienen: 2021
Dauer: 56:44


Tim wird von seiner Vergangenheit eingeholt: Als er seiner Mutter in seinem alten Viertel einen Krankenbesuch abstattet, weil sie sich eine Grippe eingefangen hat, begegnet er seiner alten Sandkasten-Bande. Als er erfährt, dass die ein krummes Ding drehen wollen und ihn gern dabei hätten, lehnt er das Angebot deutlich ab. Dass er damit seine Mutter in Gefahr gebracht hat, wird ihm klar, als bei ihr eine Fensterscheibe eingeschmissen wird. Als die Situation schließlich völlig außer Kontrolle gerät, sind zum Glück seine TKKG-Freunde zur Stelle. Schaffen sie es, Tim aus der Klemme zu helfen?

Mein Kommentar: Naja, naja, naja... Ich mag die Grundidee, wie Tim in einen Konflikt gerät und dass der Fall so einen sehr persönlichen Einschlag bekommt. Aber in letzter Instanz ist das Gerüst einfach zu schlapp und ergibt eigentlich überhaupt gar keinen Sinn. Um das zu erklären, muss ich hart spoilern, deshalb an dieser Stelle eine Spoilerwarnung!

So wird Tim nur damit erpresst, dass ein 16jähriger Rotzlöffel seiner Mutter die Scheiben einschmeissen oder die Autoreifen einstechen könnte. Warum nicht der Mutter erklären, was los ist und die Polizei informieren - zumal dieser Rotzlöffel der Polizei eh längst bekannt ist!? Respektive, warum informiert Tim nicht gleich die anderen 75% der TKKG-Bande? Natürlich, sie sind noch recht jung, und in der Regel wägt man in ihrem Alter nicht immer gleich alle Alternativen ab, schätzt sie richtig ein oder man lässt sich leichter einschüchtern, aber im Besonderen Tim gilt auch jetzt schon als mutig und scheint keineswegs naiv zu sein, und Karl, Klößchen und Gaby sind auch nicht feige oder dumm. Weshalb der Gedanke an ein paar zerdepperte Scheiben jetzt nicht gerade für Angstzustände sorgen sollte.

Was ich sagen will: Tim hätte den Rotzlöffel nach seiner Drohnung direkt stehen lassen können und an der Stelle wäre die Folge durch gewesen. Was schade gewesen wäre, denn an sich ist der Fall toll - nur die Dramturgie leidet unter der zu schwachen Begründung, warum Tim sich einschüchtern lässt. Auch ist die Auflösung, so rational und im Endeffekt naheliegend sie auch zu sein scheint, nicht gerade ein Höhepunkt. Wäre nicht cooler gewesen, TKKG tüfteln einen cleveren Plan aus und drehen es so, zum Beispiel den kleinen Gauner inflagranti zu fotografieren und geben dann das Foto an die Poilzei weiter?

Zugegeben, Kindern werden die von mir angekreideten Punkte wohl nicht unbedingt auffallen, deshalb kann man für diese gern 10-15 Prozent auf meine Wertung aufschlagen, so aber vergebe ich "nur" 70%.

Meine Wertung: 70%
Cover: ...haben Spaß beim Teambuilding
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Douglas Welbat
Anne Céline Fontanges
Barbara Konstanze Ullmer
Dick Marek Harloff
George Simona Pahl
Janet Henrike Fehrs
Julian Fabian Harloff
Komplize Christian Rudolf
Martin Jürgen Thormann
Mike Achim Buch
Peter Tim Kreuer
Rezeption Heidi Berndt
Rupert Hanns Jörg Krumpholz
Rezension vom: 21.02.2021

Fünf Freunde: Endlich erwachsen!
(3) ...haben Spaß beim Teambuilding
Erschienen: 2020
Dauer: 1:10:16


"Mit einem kleinen Rollenspiel stärken wir nun unsere Kompetenzen in puncto Vertrauen und Kommunikation", verkündete der Seminarleiter gutgelaunt. Die Fünf Freunde stehen vor ihrem bisher größten Abenteuer: Ihr Arbeitgeber hat sie für eine Teambuildingmaßnahme angemeldet. In den Konferenzräumen des Tagungshotels zeigt ihnen der joviale - wenn auch irgendwie nervös schwitzende - Seminarleiter zahlreiche Übungen, die ihnen helfen sollen, perfekt an einem Strang zu ziehen. Doch gerade als sie dabei sind, ihre Kernkompetenzen zu stärken, machen sie eine beunruhigende Entdeckung...

Mein Kommentar: Hey, es geht doch! Ich bin überrascht, dass nach drei eher misslungenen Stories (ich hörte diese Folge erst nach den Folgen 1, 2 und 4!), "...haben Spaß beim Teambuilding" echt okay geht. Zwar gibt es erneut nicht allzu viel Humor, auch wenn spürbar ist, dass in vielen Szenen diverse Dinge lustig gemeint sind, aber der Plot trägt nicht gar so dick auf.

Auch die sonst permanent als "seltsame Momente" getarnten Situationen, nur um vermeintlich witzig darzustellen, wie ach so merkwürdig wir Menschen ja im Allgemeinen sind, kommen nur selten vor, beziehungsweise durch die Idee mit dem Teambuilding gelingt es sehr gut, Gemeinsamkeiten und Unterschiede recht plausibel darzustellen. Lediglich der unnötig gesteigerte Ansporn von vor allem Julian und Dick, unbedingt besser als die anderen Teams abschneiden zu wollen, ist hin und wieder zum Augen rollen.

Nichtsdestotrotz, wie ich bereits erwähnte, kann man dieses Hörspiel gut weghören und lernt vereinzelt sogar das eine oder andere; wie ein paar Infos darüber, wie man Arbeitszeugnisse deuten kann.

Die Sprecher/innen liefern allesamt ab, die Musiken passen, die Produktion ist wie gewohnt sehr gut. Ehrlich, der meiner Meinung bisher "beste" Fall dieser Reihe...

Meine Wertung: 68%
Cover: ...und das geheimnisvolle Licht
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Lutz Werner Mackensy
Anne Theresa Underberg
Chester Mallory Janis Zaurins
Constable Billings Tetje Mierendorf
David Daniel Welbat
Dick Jannik Endemann
Francis Bruno Apitz
George Alexandra Garcia
Julian Ivo Möller
Metzger Wolfgang Berger
Onkel Quentin Gordon Piedesack
Schaffner Werner Wilkening
Tante Fanny Maud Ackermann
Verkäufer Dean Körzdörfer
Rezension vom: 09.02.2021

Fünf Freunde
(140) ...und das geheimnisvolle Licht
Erschienen: 2021
Dauer: 57:06


Eigentlich wollen die fünf Freunde nur gemütlich ihre Ferien miteinander verbringen. Aber schon in der ersten Nacht beobachtet Dick ein seltsames Licht auf der Felseninsel niedergehen. Als sie die Insel am nächsten Tag absuchen, entdecken sie einen verbrannten Busch und ein merkwürdiges Metallstück. Dann wittert Timmy etwas zwischen den Klippen am Meer. Aber die fünf Freunde können nichts entdecken. Vorerst nicht - denn zwischen den schroffen Felsen verbirgt sich ein Geheimnis. Und hinter dem sind nicht nur die fünf Freunde her.

Mein Kommentar: Hei-ei-ei-ei-ei... Der gute Chester Mallory erzählt wahrlich die flachsten "Witze", die ich jemals hörte. Was Julian, Dick und Anne daran so lustig finden, will mir nicht in den Sinn. Auch die Zwischenszene mit dem Schaffner, der Mallory doch tatsächlich glaubt, ein Kamel habe seine Fahrkarte gegessen... *stirnpatsch*

Dennoch wird schnell klar, der Mallory hat bestimmt was mit dem Verlauf der Restgeschichte zu tun. Und tatsächlich hat er das dann auch. Allerdings ist ebenso klar, dass er einfach nicht der böse Bube sein kann, für den er gehalten wird; es ist viel zu offensichtlich, dass dem nicht so ist. Für mehr Zweifel, hätte ich mir mehr Ambivalenz in seiner Darstellung gewünscht und vor allem der weniger offensichtliche Versuch, ihm negative Tendenzen auf den Leib zu schreiben. Übrigens, ob gewollt oder nicht gewollt, aber man kann Mallorys Sprecher, Janis Zaurins, recht deutlich anhören, dass er aus der Hambuger Ecke kommt... Ist ja eigentlich nichts gegen zu sagen, aber für ein Hörspiel, das in England spielt...?

Somit geht ein guter Teil der möglichen Spannung leider verloren. Und das ist sehr schade, denn dieser Fall ist in allen anderen Punkten wirkich gelungen. Abenteuerlich, tolle Atmosphäre, nette Zwischenmusiken - von denen einige schon länger nicht mehr im Einsatz waren! - und die Körting-typische gute Produktion.

Nach einigem Hadern mit mir selbst vergebe ich 69%...

Meine Wertung: 69%
Cover: Tödliche Klarinette
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Wolfgang Kaven
Dr. Bienert Peter Buchholz
Dr. Mechthild Bleul Heidi Schaffrath
Dr. Waldeman Schindler Jannis Zaurins
Gabriele "Pfote" Glockner Rhea Harder
Hausmeister Mandl Martin May
Johann Rethaller Thorsten Lausch
Kaito Patrick Bach
Karl "Computer" Vierstein Tobias Diakow
Kathi Marian Hönig
Kommissar Glockner Wolfgang Draeger
Kommissarin Hübner Nova Meierhenrich
Layla Ronellenfitsch Katja Brügger
Markus Jannick Endemann
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Alexander Draeger
Rebekka Ransböck Elke Reissert
Simon Mauerthal Markus Steeger
Tobias Nesselmüller Julian Greis
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 08.02.2021

TKKG
(217) Tödliche Klarinette
Erschienen: 2021
Dauer: 1:13:52


Gabys Einfall, mit der gesamten Klasse 9b einen Flohmarkt für einen guten Zweck umzusetzen, wird ein voller Erfolg! Klassenlehrer Dr. Waldemar Schindler rundet die Einnahmen auf und alle sind mächtig stolz: Die 9b wird dem gemeinnützigen Verein "Bildung für jeden!" schon am nächsten Tag feierlich 1.000 Euro überreichen können! Doch am nächsten Tag ist das Geld aus der abgeschlossenen Schublade des Lehrerpults verschwunden. TKKG nehmen die Ermittlungen auf: Im Klassenzimmer, im Schulhof, im Park hinter der Schule, in der Kantine, in verschiedenen Internatszimmern. Es gibt mehrere Verdächtige, viele Indizien und eine Reihe möglicher Szenarien. Aber wie passt das alles zusammen? Und wie hängt das bloß mit dieser unheimlichen Wahrsagerin zusammen?

Mein Kommentar: Der Titel ist zwar behämmert, ich muss jedoch zugeben, dass dieser TKKG-Fall gut geworden ist.

Was aber, das wollen wir bitteschön nicht vergessen, auch daran liegt, dass er beinahe aussschließlich im Internat stattfindet. Soetwas war schon lange mal wieder überfällig. Denn, mal ehrlich, vier Kids, darunter Tim, bei dem es immer auf der Kippe steht, ob er fliegt, sind auf einem Elite-Internat, aber andauernd(!) unterwegs, und nicht selten auch abends oder gar nachts. Also, ganz allgemein einmal von mir der Hinweis, das in Zukunft bitte etwas mehr zu berücksichtigen - denn gerade DAS ist ja immer auch eine dieser "natürlich Hürden", die bei vielen frühen Fällen mitreinspielten und heute offenbar aber niemanden mehr zu jucken scheinen! Also, vielen Dank, Herr Hofstetter, für eine Internatsfolge - und das Weglassen von jedwedem Technikkrimskrams.

Aber, keine Sorge, ich hab auch ein paar Kritikpunkte: Wie Tim, der sich es fast direkt zu Beginn nicht verkneifen kann, explizit und drohend auf seine Kampfsportfähigkeiten hinzuweisen. Oder Dr. Schindler, der hier erstaunlicherweise plötzlich lispelt - warum diese Änderung!? - und von jemand anderem gesprochen wird, als in (88) Kampf um das Zauberschwert "Drachenauge". Dass der Willi Sauerlich aus den TKKG-Junior-Hörspielen, Julian Greis, mitspricht, ist an sich gar kein Problem, nur erkennt man ihn viel zu leicht an seiner Stimme wieder, sodass es seltsam anmutet, quasi zwei verschiedene Klößchen zu hören.

Zudem sind mir praktisch alle jugendlichen Nicht-TKKG-Rollen zu affektiert gesprochen. Insbesondere bei Tobias Nesselmüller und Simon Mauerthal fehlt fast jede Natürlichkeit im Tonfall, wenn sie auf cooler Schuljungenrebell machen. Selbiges gilt für die Erwachsenen-Rolle Johann Rethaller, bei dem es mir sehr schwerfällt, ihm seinen Gemütszustand und seine Überzeugung abzukaufen, was dann viel von der Glaubwürdigkeit der Auflösung nimmt. Auch Nova Meierhenrich, als Kommissarin Hübner, klingt mir wieder nicht griffig und glaubwürdig genug. Davon abgesehen ist die Produktion ansonsten aber gelungen, inklusive Geräuschen und Musiken.

Meine Wertung: 74%
Cover: ...machen Schluss mit Alkohol
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Douglas Welbat
Anne Céline Fontanges
Barkeeper Holger Wemhoff
Betty Rosemarie Wohlbauer
Dick Marek Harloff
Geoffrey Henry König
George Simona Pahl
Gladstone Gordon Piedesack
Großmutter Hedi Kriegeskotte
Julian Fabian Harloff
Ralph Janis Zaurins
Taxifahrer Werner Wilkening
Rezension vom: 31.01.2021

Fünf Freunde: Endlich erwachsen!
(4) ...machen Schluss mit Alkohol
Erschienen: 2021
Dauer: 1:09:42


Zum ersten Mal seit Beginn seines Erwachsenenlebens war Julian vollkommen nüchtern, und ihm schien, als sähe er die Welt mit neuen Augen." Wieder einmal erwachen die Fünf Freunde mit Erinnerungslücken aus einem Rausch. Der Mund ist pelzig, der Schädel dröhnt und mit dem Kater kommen Reue und Zweifel. Haben sie etwa ein Alkoholproblem? Gemeinsam fassen sie einen Entschluss: genug gesoffen, ab jetzt gibt's keinen Alkohol mehr! Fatalerweise steht aber noch die Hochzeit ihres Trinkfreundes Ralph an. Werden es die Fünf Freunde schaffen, auch ohne Alkohol Spaß zu haben?

Mein Kommentar: Mir ist bewusst, dass "Endlich erwachsen!" eine Persiflage auf die sauberen Fünf Freunde der Anfangszeit sind, die als Quasivehikel herhalten sollen, der heutigen Gesellschaft und ihren bisweilen skurillen Situationen mit Humor den Spiegel vorzuhalten. ...es gelingt nur einfach nicht.

Wir hören den vier jungen erwachsenen Kirrin-Kids immerfort dabei zu, wie sie veruchen, das sich zu Silvester selbst auferlegte Ziel einzuhalten, den gesamten Januar hinweg keinen Tropfen Alkohol zu trinken. Der einen oder anderen gesellschaftlichen Konvention versuchen sie dabei durch Lügen und Täuschungen zu entgehen. Bei einem Jungsellenabschied wird es bestimmt Alkohol geben - also packt man sich einen Flachmann - mit Wasser befült - ein, damit man "mitsaufen" kann, ohne dass... ja... öhm... was eigentlich? Was ist so schlimm daran, anderen zu erklären, dass man eine Cola oder eventuell ein alkoholfreies Bier trinken möchte?

So geht das die ganze Zeit. Wobei ich den Gedanken, Situationen auf witzige Weise zu schildern, in denen beispielsweise Gruppenzwang aufkommt und man nicht so recht weiß, wie man damit umgehen soll, weil man sich geniert oder schlicht nicht traut, anderen seinen Lebenswandel zu präsentieren, als höchst vielversprechend wahrnehme. Es wird nur einfach nie etwas daraus gemacht. Diese Situationen werden immer nur zwischen den vier WGlern besprochen, bevor sie eintreten - und man überlegt, wie man sich am besten verhalten sollte. Die tatsächlichen Situationen aber verlaufen mehr oder weniger völlig unproblematisch, weil dort dann praktisch nie das Gespräch darauf gelenkt wird. Somit verbrachte ich die meiste Zeit mit Augenrollen, wenn schon wieder eine WG-Diskussion aufkam, wie man anderen am besten etwas vormachen könnte, statt einfach zu erklären, dass man gern komme, aber man keinen Alkohol trinken werde - zumal diese Ideen allesamt schlichte Standardlügen sind, die wir alle unter Garantie schon viele Male gehört oder eventuell auch schon selbst benutzt haben. Das ist einfach nicht originell und unwitzig.

Außerdem verliert es sehr schnell den Reiz, das selbst gesteckte Ziel "unbedingt bis Schlag Mitternacht zum ersten Februar" durchzuhalten, nur um sich dann aber endlich wieder so richtig die Kante zu geben und ordentlich was wegzubechern. Warum dann der ganze Zinober zu Beginn, als man der Meinung ist, dass man viel zu viel Alkohol trinke und man dringend dessen Konsum einschränken solle? Es nervt schlicht und ergreifend, sich immer wieder Dialoge dieser Art anhören zu müssen: "Oh Gott, ich würde auf dieser Party so gern was trinken" - "Ja, aber wir dürfen nicht! Erst wieder am ersten Februar, dann lassen wir's richtig krachen!" - "Na gut - dann trink ich halt Wasser, das sieht wie Wodka aus und die anderen merken dann nicht, dass ich gar nicht mitsaufe"...

Es ist fortwährend derselbe Miniplot, der mit immer anderen Worten und Situationsbeschreibungen im Kern aber völlig gleich in Endlosschleife abläuft - anstatt etwas aus der Idee zu machen, wie schwer es ist, der Versuchung zu wiederstehen, oder wie man anderen seine Abstinenz erklären kann, ohne, dass man sich ewig und drei Tage dafür rechtfertigen muss, oder wie be-/angetrunkene Menschen sich benehmen und welchen Unsinn sie dabei so manches Mal von sich geben. Auch DAS ginge ganz gewiss mit Humor und ein paar coolen Gags. Eventuell könnte es sogar spaßig sein, Gründe zu nennen, warum es erstrebenswert sein könnte, keinen Alkohol zu trinken...

Als dann am Ende ENDLICH eine interessante, ja sogar spannende Situation aufkommt, und ein Freund Julians ihm seine Liebe gesteht, endet dieser Moment mehr oder weniger im Streit - aber es wird kein Stück darauf eingegangen, wie er sich letztlich auflöst oder auflösen könnte. Stattdessen: "Oh, es ist jeden Moment Mitternacht, gleich ist Februar. Herr Ober, bitte vier alkoholische Getränke"...

FAZIT: Der gute Wille ist spürbar und die eigentliche Idee ist allen Lobes Wert, doch es sind erneut der Plot und jede Menge verpasster Gelegenheiten, die dieses knapp 70 Minuten andauernde Hörspiel nicht aus dem Quark kommen lassen. Der Endlos-Loop der immer selben Dialogprämisse sorgt für null Spannung, und ständig mit Ideen aufzuwarten, wie man andere mit Standardausreden anlügen könnte, damit sie nicht merken, dass man selbst nicht mittrinken will, ist unoriginell und unwitzig.

Meine Wertung: 42%
Cover: Kelch des Schicksals
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Axel Milberg
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Bootsie Washington Andreas Birnbaum
Carver Andreas Zaron
Coldfield Wolf-Dietrich Sprenger
Godween André Minninger
Inspector Cotta Holger Mahlich
Jolene Sarah Madeleine Tusk
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Leland Hanson Matthias Keller
Majorie Dever Victoria von Trauttmansdorff
Mercury Kerstin Draeger
Nicolas Uwe Lauschke
Onkel Titus Rüdiger Schulzki
Perceval André Beyer
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Schwester Gabriele Libbach
Urs Hanns Jörg Krumpholz
Rezension vom: 17.01.2021

Die drei ???
(208) Kelch des Schicksals
Erschienen: 2021
Dauer: 1:10:50


Die drei Detektive sind mit Titus Jonas im Pick-up unterwegs, als Peter sich in einer Pause beim Erkunden einer Höhle verletzt. Doch nicht nur das bereitet Justus Sorgen. Eine seltsame Begegnung im Supermarkt von Carmine Falls beschäftigt ihn und seinen Onkel Titus. In der Kleinstadt Carmine Falls ist offensichtlich ein Verbrechen geschehen, und die Spur führt direkt zu Justus' Familie. Die drei ??? sind gleich doppelt gefragt.

Mein Kommentar: Hach, es ist ein Kreuz, wenn ein Serienuniversum nach so langer Zeit erweitert oder in ihm eine bestimmte Art Charakterentwicklung zu etablieren versucht wird. Ohne zu sehr ins Detail zu gehen, aber Justus' familiärer Kreis wird um einen (weiteren) Onkel und eine Cousine erweitert - im Zusammenhang mit seinen Eltern Julius und Catherine.

Wie das Ganze eingeführt wird, ist sehr spannend und äußerst vielversprechend - wenngleich es etwas seltsam anmutet, dass Titus, während Justus im Fall (78) Das leere Grab abwesend war, Peter und Bob bereits ins Bild setzte, aber man seit dieser Zeit Justus immer noch von alledem nie etwas hörte. Und als Erklärung folgt, wie sollte es auch anders sein, etwas wie "Wir wollten dich damit nicht belasten, Justus", um für uns, die Hörer-/Leserschaft zu legitimieren, warum sich das Jonas'sche Familiengefüge nun so plötzlich erweitert. ...aber, wie erwähnt, insgesamt dennoch sehr spannend.

Dann aber geht es eigentlich nur noch um den Verbleib eines Kelches, dessen Verschwinden eines der neuen Familienmitglieder offenbar verschuldet hat - mit jeder Menge "Wir kennen uns zwar noch nicht besonders gut, aber du musst uns da jetzt einfach vertrauen". Und da ließ für mich die Spannung rasant nach. Gleich zwei dieser Totschlagargumente für die verwunderte Fanschar, um einfach nur den Kram mit der mysteriösen Justus'-Eltern-Vergangenheit einzubinden.

Denn, ganz ehrlich, ohne eben diese wäre der Fall gleich von Anfang an uninteressant - also, wenn es einfach irgendein Klient wäre, der sich an die drei Detektive gewendet hätte. Allzu oft schon gab es bereits die Situation, in der eine in Schwierigkeiten geratene Person sich mit einem ganz großen Syndikatsboss oder gefährlichen Super-Gangster anlegte, aber dann nicht mehr aus der Nummer herauskommt. Um dem hier zusätzlich entgegenzuwirken, wird ein reichlich umfangreiches Netz an Zusammenhängen und Beteiligten gesponnen, das mehr und mehr verwirrt.

Kurz: Der Fall selbst ist so la-la und nur deshalb - und auch nur anfangs - spannend, weil es (erstmal) darum geht, "Jonas'sche Geheimnisse" ans Tageslicht zu bringen (wenngleich auch das eben nach ziiiig Abenteuern logischerweise eh schon wie spontan hinzuerfunden wirken muss). Was dann aber mit einem Mal völlig egal wird, denn nun bemüht man sich den Großteil der Spielzeit eben um die Beschaffung des im Titel genannten Kelches. Immerhin: Produktion und Besetzung sind super, und auch Musiken und Atmosphäre passen sehr gut.

Meine Wertung: 63%
Cover: ...und das Grab der Maya
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Axel Milberg
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Conrad Williams Peter Weis
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Maria Pérez Caroline Kiesewetter
Nachrichtensprecher André Schünke
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Professor Burnham Jürgen Thormann
Salvador Pérez Matthias Klimsa
Sheryl Merete Brettschneider
Skinny Norris Tim Kreuer
Tante Mathilda Karin Lieneweg
Tuyucim Nicolas Klimsa
Tuyucim Florentino Ixmatá Mario Ramos
Zachary Roman Rossa
Rezension vom: 09.12.2020

Die drei ???
...und das Grab der Maya
Erschienen: 2020
Dauer: 1:52:49


In einem Umzugskarton stoßen die drei Fragezeichen auf eine alte Steinfigur und eine Karte mit geheimen Schriftzeichen. Beides scheint vom Volk der Maya zu stammen. Welches Geheimnis bergen die Fundstücke? Als den drei Detektiven Justus Jonas, Bob Andrews und Peter Shaw klar wird, dass einige zwielichtige Gestalten sehr an der Lösung des Rätsels interessiert sind, entspannt sich ein gefährlicher Wettlauf gegen die Zeit und ihre Widersacher.

Mein Kommentar: Der Klappentext klingt aufregender, als die Geschichte selbst eigentlich ist, denn von einem gefährlichen Wettlauf gegen irgendwen oder irgendwas kann - gefühlt - keine Rede sein. Dennoch hat ...und das Grab der Maya einen interessanten Ansatz, denn wir hören zu einem guten Teil Skinny Norris dabei zu, wie er etwas plant, ausführt, oder in Schwierigkeiten gerät.

Leider passiert das gemessen an der Gesamtspielzeit doch zu oft und zu lang. Denn diese Folge ist beinahe schon kein richtiger "Die drei ???"-Fall mehr, wenn wir als Hörerschaft vieles wissen, bevor Justus, Peter und Bob es tun. So bleiben kaum Überraschungen und Mitraten, oder zumindest ein wenig nebenbei herumüberlegen, ist auch nicht möglich.

Demnach verbringen wir die meiste Zeit damit zuzuhören, wie, naja... ... andere labern. Es wird telefoniert, belauscht, besprochen, beraten, laut überlegt. Aber es passiert kaum was. Was mir spontan einfällt, ist ein einziger Moment, in dem Peter sein obligatorisches "Den schnapp ich mir!" von sich gibt und dann sofort jemandem hinterherrennt. Sollte es noch mehr Action geben, kann ich mich jedenfalls nicht daran erinnern. Nichtsdestotrotz fühlt sich bei aller Behäbigkeit der Storyverlauf häufig stressig und hektisch an. Möglicherweise, weil sich regelmäßig jemand gebärdet, als sei es jetzt gerade super gefährlich, besonders knapp oder irgendwas in der Art...!?

Was mich am allermeisten wundert, ist die überlange Spielzeit gepaart mit dem Titel "...und das Grab der Maya". Doch es wird keine Grabstätte inspiziert, (praktisch) nicht an Schriftzeichen herumgedeutet, Fallen ausgewichen, oder was auch immer sonst es sein könnte. Wäre aber gerade so eine Folge nicht prädestiniert, ein kleinwenig "Indiana Jones" einzuflechten? Etwas Abenteuer?

Die Produktion ist gewohnt gut, die Sprecher/innen machen einen super Job (abgesehen von einigen arg falsch ausgesprochenen Namen), die Musiken sind gut... Nur die Story kommt einfach nicht in die Gänge und wird ihrer Verpackungs-Prämisse einfach nicht gerecht. Übrigens, Verpackung: Alles in allem ist das Digipak hübsch gestaltet, aber so manche Schriftart könnte eine Spur größer sein und der Kontrast der Sprecher/innen-Liste ist wahrlich mies; insbesondere bei den nicht fett gedruckten Namen.

Meine Wertung: 60%
Cover: Eisige Diamanten
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Peter Kaempfe
Amelie Josephine Martz
Dr. Dennis Zettelheim Monty Arnold
Erna Sauerlich Dagmar Dreke
Gabriele "Pfote" Glockner Liza Ohm
Henrik Klotz Achim Schülke
Karl "Computer" Vierstein Felix Strüven
Kommissar Glockner Michael Bideller
Manuel Kohl Alexander Kruuse Mettin
Maria Zanoni Franziska Hartmann
Matteo Zanoni Patrick Bach
Peter "Tarzan / Tim" Carstens Sebastian Fitzner
Rieke Heinz Arlette Stanschus
Willi "Klößchen" Sauerlich Julian Greis
Rezension vom: 07.12.2020

TKKG Junior
(14) Eisige Diamanten
Erschienen: 2020
Dauer: 55:26


Im Juwelierladen von Frau Sauerlichs Vertrauen sind Diamanten im Wert von vielen tausend Euro gestohlen worden. Der Täter hat zwar Fußabdrücke im Schnee hinterlassen, aber die Polizei tappt dennoch im Dunkeln. Gut, dass TKKG in den Fall hineingezogen werden! Mit ihrem Spürsinn haben sie bald den ersten Verdächtigen ausgeforscht, aber Vorsicht! - der Fall ist komplizierter als gedacht!

Mein Kommentar: Hmmmjaaaaa, gut geworden. Das Tempo ist flott, die Geschichte interessant und einigermaßen spannend. Der Eishöhlen-Fund am Anfang ist etwas konstruiert und erinnert mich an den TKKG-Drachenauge-Film (TKKG gurken einfach so durch die Gegend und finden eine Höhle, die noch niemand vor ihnen fand!?), und hin und wieder gibt es eine Szene, bei der man ein wenig nachsichtig sein muss.

Wie etwa die, in der Karl in Ruhe die Diamanten untersucht und feststellt, dass einige falsch sind. Allein die Geduld von Herrn Klotz ist bewundernswert, aber dazu dann noch das Gefühl, dass ihm ein paar Kinder - vor allem Karl - seinen Job erklären, beziehungsweise ihm diesen abnehmen und dabei so agieren, als wüssten sie alles, was es zu wissen gibt. Und beim anschließenden Besuch beim Schlaflabor sollte man als Hörer/in auch wohlwollend gestimmt sein.

Es ist nicht so, dass das nicht alles tatsächlich so sein könnte, sondern so, dass dafür viele Zufälle und Gutmütigkeiten diverser agierender Personen notwendig sind - und die treffen hier alle zusammen, denn sonst würden mehrere Vorkommnisse nicht ineinander greifen und die Geschichte nicht funktionieren können. Insgesamt aber ist Eisige Diamanten trotzdem unterhaltsam und hörenswert.

Eine Sache noch zur Performance. Die vier Hauptsprecher/innen sind in den Anfangsszenen, in denen sie ja meist unter sich sind, oft sehr aufgesetzt fröhlich und unbeschwert - besonders Gaby klingt dann betont sanft. Gerade in dieser Folge ist das auffällig, denn hinzu kommt hier noch, dass durch die erlebte Schneeaction jede noch so kleine Gefühlsregung mit 10 multipliziert wird und das Gestöber so klingt, als wolle man um jeden Preis Spaß haben, auch, wenn man sich eigentlich gar nicht wirklich danach fühlt.

Meine Wertung: 69%

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