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Die aktuellsten Rezensionen, Seite 27

Cover: Das Phantom auf dem Feuerstuhl27.02.2008

Ein Fall für TKKG
(5) Das Phantom auf dem Feuerstuhl (Erschienen: 1981)
Dauer: 38:25


Sie kommen von einem Volleyball-Spiel der Schulmannschaft des Internats: Dr. Bienert, Studienrat für Englisch und Sport und gleichzeitig Trainer der Mannschaft, und Tarzan. Unter einer Brücke verübt ein Unbekannter einen Anschlag auf das Auto der beiden. Er wirft einen schweren Stein gegen die Windschutzscheibe. Sie zersplittert, Dr. Bienert verliert die Herrschaft, der Wagen gerät ins Schleudern und überschlägt sich. Der Studienrat wird verletzt, Tarzan kommt mit dem Schrecken davon. So fängt alles an. Ein Phantom geht um auf nächtlichen Landstraßen und Autobahnen, wirft von Brücken Steine herab und schleudert Stahlkugeln gegen fahrende Autos. Die Polizei scheint machtlos, niemand hat den Unbekannten jemals gesehen. Man weiß nur, dass er ein Motorad hat. Tarzan, Klößchen, Karl und Gaby wollen das Phantom finden. Hat der seltsame Holzschnitzer etwas zu tun mit den Attentaten? Oder ist der Vater der gelähmten Claudia verdächtig, weiler sich an allen Autofahrern rächen will? Und was steckt hinter der Brandstift

Mein Kommentar: Yeah! TKKG waren damals wirklich am besten und haben alles weggerockt! Als Paradebeispiel dient hier das Phantom auf dem Feuerstuhl. Schon das Buch ist in sich schlüssig und bietet mehrere Verdächtige. Auch ist sehr schön, dass Tarzan noch nicht dieser Supermann war, sondern sich wirklich fast wie ein 13jähriger benahm. Herrn Ströter beschatten und einsperren? Wozu? Tim hätte ihn einfach KO geschlagen, zur Polizei geschleift und seine Personalien sowie Alibis prüfen lassen - denn natürlich können Herr Glockner und Wespe dem TKKG-Oberhaupt nichts abschlagen und lassen für ihn gerne mal die 5, die 7 und die 9 gerade werden. Nein, der Spirit der Ur-TKKGs hatte sehr viel mehr Charme und bot mehr Identifikation. Diese Folge ist über jeden Zweifel erhaben. Aus die Maus! :)

In der Neuauflage des Feuerstuhl-Phantoms wurden nur kleinere Zwischenbemerkungen gestrichen. Als Tarzan etwa Herrn Herfurth mit dem Feldstecher beobachtet, fehlt ein "Seltsam"; wie so oft also eher Kleinigkeiten, wenn auch eigentlich unnötig. Auch Neu gegen Alt fällt aus, wie so oft: Passende Klänge, Europa hat's hinbekommen, aber jene, die den Bohn schon seit Jahren im Ohr haben, könnten sich etwas schwer tun. 89% Alt, 86 für Neu!

Meine Wertung: 89%
Cover: Das Paket mit dem Totenkopf27.02.2008

Ein Fall für TKKG
(4) Das Paket mit dem Totenkopf (Erschienen: 1981)
Dauer: 38:05


Als Tarzan an einem bitterkalten Winternachmittag im Stadtpark dem alten Oberst Grewe zu Hilfe kommt, der von zwei gemeinen Räubern überfallen wird, ahnt er nicht, dass dies der Anfang eines gefährlichen Abenteuers werden sollte. Tarzan findet einen Lederbeutel mit einem Fixer-Besteck, wie Rauschgiftsüchtige es verwenden. Langsam beginnt das Rätsel sich zu lösen, als die vier Freunde vom TKKG am Hauptbahnhof ihren Schulfreund Detlef Egge mit Boxernase beobachten, einem richtigen Gangster, der ein geheimnisvolles Paket mit einem Totenkopf im Schließfach versteckt. Das wird ein echter Fall für TKKG, denn sie sind einer skrupellosen Bande von Rauschgifthändlern und Erpressern auf der Spur, die vor keinem Verbrechen zurückschreckt und Jugendliche ins Elend stößt. Ein Abenteuer jagt das andere, bis Tarzan und seine Freunde in einer unheimlichen Nacht auf dem Westfriedhof dem Geheimnis näher kommen. Ein Fall für TKKG.

Mein Kommentar: Die Story wurde zu schätzungsweise 70% aus dem Buch übernommen. Es fehlt z.B. die "Kurzgeschichte" mit dem Heroin-Süchtigen Frank, oder die wirklich sehr spannende Situation, in der das Internat die Zimmer der Schüler filzt. Dennoch, das Hörspiel ist gut gelungen und hat sich diese Wertung redlich verdient. Wären die erwähnten Dinge noch enthalten, wäre es sicher eine bessere Wertung gewesen...!

Der Vergleich Erstauflage gegen Neuauflage fällt wie immer bei den alten Folgen mit relativ gemischten Gefühlen aus. Der Bohn-Sound und die Vertrautheit über all die Jahre des Immer-Wieder-Hörens gegen das neue Klanggewand. Es mag vielleicht am Retrofreak in mir liegen, dass mir die Erstauflagen immer ein wenig mehr gefallen, aber dennoch hat Europa hier sehr behutsam hantiert, was das Untermalen des Kopfkinos anbelangt. Die passenden Musiken zu den passenden Szenen. Dass mir die Melodien ein bisschen zu modern klingen, mag, wie erwähnt, daran liegen, dass ich die alten (lies: ersten) Folgen nur als Erstauflagen kannte.

Doch wenn ich mich bemühe, das Kindheitsfeeling aussen vor zu lassen, kann ich nur zu dem Ergebnis kommen, dass hier gute Arbeit geleistet wurde. Geschnitten wurden eher Kleinigkeiten; z.B., die Szene, in der Tarzan den Brief auf dem Friedhof schreibt, fehlt bei "...fröhlichen Kuh. T, Punkt" am Schluss das "Punkt", also wirklich nur Kleinigkeiten, die fast nicht auffallen. Ich beende daher den Vergleich Alt vs. Neu mit mit 82% zu 80% für Alt - Wegen der Retro-Sache! ;)

Meine Wertung: 82%
Cover: Das leere Grab im Moor27.02.2008

Ein Fall für TKKG
(3) Das leere Grab im Moor (Erschienen: 1981)
Dauer: 40:51


Tarzan liegt in seinem Bett in der Internatsschule. Er kann nicht einschlafen und schaut hinaus in den Nachthimmel. Da sieht er einen Stern, der sich rasch bewegt. Eine Sternschnuppe, denkt Tarzan. Nein! Plötzlich steht ein Feuerball am Himmel, der Knall einer Explosion dringt bis in Tarzans Schlafraum. Am nächsten Morgen erfährt er, dass ein kleines Flugzeug in das Moor vor der Stadt gestürzt ist. Die Maschine gehörte einem Ölscheich, an Bord war eine Kiste mit Gold und Edelsteinen - die nun spurlos verschwunden ist. Im Moor finden sich nur noch die Trümmer des Flugzeugs. Eine fieberhafte Suche nach der wertvollen Kiste beginnt. Auch TKKG durchstöbern das Moor, und sie stoßen auf merkwürdige Gestalten: auf den Kioskbesitzer Funke, der Alkohol an Jugendliche verkauft, und auf den Landstreicher Stulla. Was haben sie mit dem verschwundenen Schatz zu tun? Tarzan, Klößchen, Karl und Gaby beobachten die beiden heimlich...

Mein Kommentar: In dem Moment, wo man sich so richtig wohl fühlt, sind es noch etwa 5 Minuten, bis das Hörspiel endet. Dennoch, die Story ist, wie ich finde, genial und schön verstrickt. Viele Ideen und Fragen, die scheinbar nicht klärbar sind... Mehr gibt's dazu auch nichts zu sagen: TKKG at it's best - PUNKT! :)

Geschnitten wurde hier, soweit ich das beurteilen kann, wohl nichts; zumindest fiel mir absolut gar nichts auf - und ich kenne die Ur-Fassung wirklich aus dem Effeff. Und die tolle, musikalische Komponente der Neuauflage gibt dem Ganzen ein schönes, leicht-düsteres Feeling. Klaro, es fehlt der gute, alte Carsten Bohn, aber Europa verzichtete hier auf die übermodernen Sounds der ganz aktuellen TKKG-Folgen, und hat es verstanden, hier nicht die Story kaputtzumixen (durch z.B. unpassende Sounds, unnötige Schnitte, etc.). Alt = 88%, Neu = 88%

Meine Wertung: 88%
Cover: Der blinde Hellseher27.02.2008

Ein Fall für TKKG
(2) Der blinde Hellseher (Erschienen: 1981)
Dauer: 42:03


Tarzans Schulfreund Volker Krause war schon immer etwas scheu und zurückhaltend. Seine Freunde werden nicht recht schlau aus ihm. Eines Tages kommt Volker nicht zur Schule: Verbrecher haben ihn entführt und fordern hohes Lösegeld von seinen Eltern. Die Krauses sind sehr reich, und Volkers Mutter gilt als etwas übergeschnappt. Sie glaubt an überirdische Erscheinungen und läßt sich von dem blinden Hellseher Raimondo seltsame Botschaften aus dem Jenseits übermitteln. Unsere vier Freunde vom TKKG trauen diesem Raimondo nicht. Hat er den armen Volker entführt? Oder war es Mario, der ein italienisches Restaurant betreibt und sich recht verdächtig benimmt? Tarzan, Klößchen, Karl und Gaby suchen ihren Schulfreund auf eigene Faust. Natürlich hilft auch Oskar kräftig mit, Gabys treuer Cocker-Spaniel. Die Kinder geraten von einer gefährlichen Situation in die andere, und der Fall wird immer geheimnisvoller - ein Fall für TKKG.

Mein Kommentar: Die Idee, dass Volker ein bisschen sehr weit mit der Wahl seiner Mittel für die Aufmerksamkeit der Eltern geht, ist soweit verständlich, ja, vielleicht gar nicht sooo weit von der Realität entfernt. Aber dass die Mutter den übersinnlichen Hokuspokus SO ernst nimmt, also das will sich mir einfach nicht erschließen. Andererseits bringt Wolf dadurch den Hellseher sehr gut ins Rampenlicht und unterstellt ihm so zwangsläufig das Motiv der Entführung; irgendwie also auch wieder ganz gut.

Im Vergleich Erstauflage gegen Neuauflage ergibt sich guter Kontrast. Die Erstauflage punktet mit dem klaren Charme der Bohn'schen Musikkunst; obwohl die Neuauflage dahingegen sehr stimmig ist; wirkt aber durch die etwas moderneren Klänge manchmal etwas steif und steril. Und, natürlich, hier wurde vereinzelt mal hier, mal da, ein Satz geschnitten oder beschnitten; doch fällt dies kaum ins Gewicht. Mir fiel das eigentlich kaum auf.

Somit sind im Grunde beide Fassungen gleichauf: die alte Version hat den Bohncharme (82%!), die neue Version wirkt insgesamt besser abgestimmt, bekommt aber leichten Punktabzug wegen der eher unnötigen Schnitte (81%!).

Meine Wertung: 82%
Cover: Die Jagd nach den Millionendieben27.02.2008

Ein Fall für TKKG
(1) Die Jagd nach den Millionendieben (Erschienen: 1981)
Dauer: 41:04


Eigentlich wollen Tarzan, Gaby und Karl nur mal abends übers Volksfest bummeln, aber aus dem kleinen Ausflug wird ein großes Abenteuer. Zufällig beobachtet Tarzan, wie die schon lange gesuchten Millionendiebe aus einer Villa wertvolle Gemälde stehlen. Unsere vier Freunde vom TKKG, denn natürlich gehört auch Klößchen dazu, wollen die Bande ganz allein entlarven. Welche Rolle spielt der seltsame Bruder des unsympathischen Zeichenlehrers Pauling? Haben die Rocker etwas mit den Einbrüchen zu tun? Was tut sich in der feudalen Villa von Klößchens Eltern, wo der Chauffeur niedergeschlagen wird und das Luxusauto verschwindet? Lauter merkwürdige Dinge geschehen, die sich nicht zusammenreimen. Nichts kann unsere vier Freunde von der waghalsigen Gangsterjagd abhalten, die mit einer handfesten Überraschung endet.

Mein Kommentar: Im Allgemeinen sind die Erstlinge einer jeden Serie einsame Spitze. Da macht diese Folge eigentlich auch keine Ausnahme. Abwertend auf (meine) Bewertung wirkt sich nur aus, dass einige Parallelen zum Buch fehlen. Zum Beispiel die Keilerei mit den Rockern, als sich Tarzan, Karl und Gaby auf den Weg zum Jahrmarkt machen, fehlt völlig. Das ist zwar kein Beinbruch und das Hörspiel ist trotzdem gut gelungen, aber so hätte man noch etwas mehr aus dieser Story machen können. Schade...

Schade ist weiterhin, dass die Neuauflage dieses Hörspiels drastisch beschnitten wurde! Zum einen fehlt die gesamte Tarzan-schiesst-Schlumpf-für-Gaby-Passage und zum anderen fehlt die (ebenfalls gesamte) Passage, in der Otto mit Bällen auf Büchsen wirft und Tarzan versucht, ihm mit dem Lebkuchenherztrick auf die Schliche zu kommen. Diese zwei Abschnitte fehlen vollkommen und werden nicht mal am Rande erwähnt. Ansonsten fehlen mal hier und mal da vereinzelt ein paar Sätze in verschiedenen Dialogen. Und alles das ist mir sehr unverständlich.

Interessant ist aber, dass das Hörspiel dadurch nicht wesentlich kürzer wird oder an Spannung verliert; vorallem, weil durch die neuen Musiken zwischen den Szenen wirklich eine tolle Atmosphäre aufkommt. Da hat Europa sich offenbar wirklich Mühe gegeben. Fazit: Die Schnitte sind für mich kein bisschen nachvollziehbar, aber die neuen Musikstücke verleihen der Jagd nach den Millionendieben ein tolles Ambiente. Erstauflage 81%, Neuauflage 78%

Das Zitat der Folge kommt von Karl: Yeah! Yeah! Yeah! Man, die Scheibe ist klasse. Toller Sound.

Meine Wertung: 81%
 

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