Die aktuellsten Rezensionen, Seite 27

Cover: Fluch des Piraten
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Thomas Fritsch
Althena Stephanie Kirchberger
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Elvira Zuckerman Konstanze Ullmer
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Liolotta Peter Striebeck
Max Traudel Sperber
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Pilot Gerhart Hinze
Sarah Livingston Rosemarie Wohlbauer
Rezension vom: 09.12.2009

Die drei ???
(135) Fluch des Piraten
Erschienen: 2009
Dauer: 1:11:11


Eine Reihe rätselhafter Fotos weckt die Neugier der drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach. Alles deutet darauf hin, dass ein kostbarer Goldschatz auf einer einsamen Insel verborgen ist. Doch vor Ort wird schnell klar, dass nicht nur Justus, Peter und Bob dem Schatz auf der Spur sind. Es beginnt eine Jagd mit ungewissem Ausgang.

Mein Kommentar: Hmhmhmhmhmmmmmm.... Wer - oder was!? - bitte ist Ray Liolotta? ;) Ja, schon gut, das haben garantiert schon eine Million anderer Leute moniert, aber wundern muss ich mich trotzdem. Im Buch steht eindeutig "Ray Liotta", so, wie der bekannte Schauspieler Ray Liotta eben. Doch machen wohl nicht die Sprecher einen Fehler, sondern sie lesen wohl nur, was im Skript steht, denn auch im Inlay des Hörspiels steht "Ray Liolotta". Das Obskure ist nur leider, dass die Aussprache von "Ray Liolotta" immer so seltsam genuschelt und deshalb so unfreiwillig und unglaublich komisch klingt. Ich kann mir diese Passagen nicht anhören, ohne zu grinsen oder mich zu fragen, was der Grund dafür sein könnte, den richtigen Namen nicht zu verwenden.

Etwas kurios finde ich auch, dass Steffi Kirchberger damals in Folge (111) Die Höhle des Grauens die Rolle von Corona sprach, nicht die von Althena; aber gut, da könnten auch Terminschwierigkeiten mit reinspielen; andererseits hätte man dann im Hörspiel vielleicht auch behaupten können, dass Corona verfolgt wird, und nicht Althena; immerhin hatte Minninger schon weitaus bedeutendere Hörspielpassagen komplett umgedichtet...

Aber gut, kommen wir nun endlich mal zum Hörspiel selbst! ;) Und da hilft mir auch die Erwähnung Minningers und seiner Schnitte. Denn im Buch ging mir das andauernde und nicht endende Gerede der Floskel "So what" so dermaßen auf den Zeiger, dass ich das nicht in Worte fassen kann. Deshalb zunächst ein dickes, fettes Danke dafür, dass im Hörspiel kein einziges "So what" vorkommt!

Und um auch noch mal die Kurve zu Althena zu kriegen: Was macht sie bei den drei ??? in Rocky Beach? Sie ist doch ansässig in San Francisco?! Wieso bittet sie ausgerechnet die drei ??? um Hilfe und nicht jemanden, der aus San Francisco stammt? Und wo ist Corona? Wäre es nicht sinnvoll gewesen, die Nummer vom Detektivbüro "Calidae" herauszufinden und nachzuforschen, was Sache ist, was genau mit Althena und Corona los ist? Wieso stürzen sich die drei ??? auf die Fotos und verfolgen deren Spur, statt Althena und Corona abzuchecken? Hätte Justus nicht geradezu darauf insistieren müssen, zu prüfen, in welcher Sache die beiden Mädels von Calidae drinstecken? Und auch am Ende, als sie Althena befreit hatten, werden diese Fragen nicht mal ansatzweise geklärt. Zumindest im Buch werden einige Teilaspekte dieser Fragen geklärt; das sei der Vollständigkeit halber erwähnt.

Doch wie dem auch sei, finde ich dieses Hörspiel durchaus gut. Es ist zwar auch nicht wirklich spektakulär, weil die spannendsten Buchszenen relativ kurz und seicht geskriptet wurden, dafür allerdings wurden die relativ unwichtigen Szenen nicht gedehnt oder in den Vordergrund gerückt. Wirklich negativ wirken sich nur die Fragen bezüglich Althena aus, weil mir einfach nicht einleuchten will, was Althena mit der Sache wirklich zu tun hat, und wieso die drei ??? nicht versuchten, Corona ausfindig zu machen, um zu klären, was Sache ist; schliesslich müssten sie doch annehmen, dass Corona weitere Informationen hätte. Und, tja, jedes Mal, wenn "Liolotta" durch meine Lautsprecher tönt, kann ich einfach nicht aufhören zu grinsen.

Die Produktion ist sehr gut, die Musiken gefallen mir auch, und die Stimmen sind allesamt namenhaften Sprechern und Sprecherinnen abstämmig; hier hat Europa sich wirklich, wirklich viel Mühe gegeben. Für die Schwächen des Buches kann Minninger zwar nichts (Althena/Corona, etc.), doch hin und wieder hätte er ruhig noch mehr aus den Worten von Ben Nevis (Autor des Buches) herausholen können. Macht nach meinem Empfinden eine gute 76%-Wertung.


Meine Wertung: 76%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Der Unsichtbare
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Wolfgang Kaven
Franzke Erik Schäffler
Frau Drögel Karin Buchholz
Gabriele "Pfote" Glockner Rhea Harder
Hermann Sauerlich Henry König
Hoddy Hayward Achim Schülke
Inspektor Bienert ("Wespe") Cäsar
Jennifer Linn Mac Kenzie
Karl "Computer" Vierstein Niki Nowotny
Karsunke Jörg Gillner
Kommissar Glockner Edgar Bessen
Mechthild Susan Jarling
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Draeger
Sekretärin Monika Werner
Sonja Jamie Leaves
Wachmann Christian Rode
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 05.12.2009

TKKG
(167) Der Unsichtbare
Erschienen: 2009
Dauer: 54:24


Die Polizei ist ratlos, als in der Millionenstadt vermehrt Falschgeld auftaucht. Als Tim zu den Geschädigten gehört, beschließen TKKG auf eigene Faust nach den Urhebern zu forschen. Doch plötzlich ergibt sich ein Zusammenhang zwischen dem offenbar Verdächtigen und dem Diebstahl eines alten, ägyptischen Käfers durch einen unsichtbaren Dieb. Die Verwirrung ist groß, denn das Puzzle fügt sich nur schwierig zusammen. Tim, Karl, Klößchen und Gaby müssen sehr genau aufpassen, damit sie die richtigen Schlüsse ziehen...

Mein Kommentar: Jajaja, ich höre sie schon. Die Leute, die Parallelen zu (11) Die Falschmünzer vom Mäuseweg ziehen. Doch haltet ein! Denn anders als bei den Folgen (29) Hundediebe kennen keine Gnade und (93) Die Opfer mit der kühlen Schnauze, die sich wirklich frappierend ähnelten, ist das hier wirklich etwas anders.

Denn bei "Der Unsichtbare" geht es zwar auch um Falschgeld, aber das ist auch schon alles, was ähnlich ist. :) Obwohl nee, es gibt noch mehr Überschneidungen. Es wird ermittelt und es werden Spuren verfolgt - ganz, wie in alten Tagen. Und obendrein gab Europa sich wirklich Mühe, ein paar altbekannte Stimmen ins Studio zu holen: Henry König, Achim Schülke, Jörg Gillner und Christian Rode. Wunderbar, Europa. Ich betrachte diese Gabe tatsächlich als bewusste Handlung für Altfans und bedanke mich als solcher auch ganz artig! :)

Selbstverständlich musste für die Rolle der Gaby Glockner leider jemand Neues gefunden werden. Und als hätte Europa sich meine Worte zur Bewertung von (166) Das Mädchen mit der Kristallkugel zu Herzen genommen, ist Rhea Harder diese Rolle zugefallen. :) Und, wie macht Frau Harder sich? Ganz gut. Selbstverständlich hat sie ihren eigenen Gaby-Stil, kann den aber offenbar noch nicht voll herausinterpretieren, denn leider ist mir die Harder-Gaby noch etwas zu satzdienlich - eine Frage klingt z.B. exakt wie eine vom Kontext isolierte Frage und eine Zwischenbemerkung wie eine vom Kontext isolierte Zwischenbemerkung.

Ich bin mir aber nicht sicher, ob das vielleicht daran liegt, dass Frau Harder quasi allein im Studio saß und alles mit sich selbst schauspielen müsste, ohne auf ihre Kollegen eingehen zu können. Möglich wäre auch, dass sie noch nicht ganz sicher ist, wohin sie "mit Gaby möchte", denn es ist verdammt schwierig, eine "Fußstapfen-Rolle" zu übernehmen (mit den Kollegen auf eine Welle kommen, die schon ein Team sind, was werden die Fans denken?, usw.), was man ja an den Fanreaktionen zur neuen Marge Simpson sah, bzw. sieht.

Da ich Frau Harder aber für eine gute Schauspielerin halte und ich ihre Maren im Fall davor sehr mochte, bin ich mit Mutmaßungen lieber noch vorsichtig und warte erstmal 3-4 Folgen ab, bis sie sich in dieser Rolle wohlfühlen kann. Zumal ich mit der Erst-Leistung, was vermutlich auch noch auf die Schnelle entschieden wurde, denn der Releasetermin rückte näher, für eine "Fußstapfen-Rolle" soweit zufrieden bin und auch die Stimme sehr mag.

Kurz und gut: Ich mag die Klassikerstimmen, die Produktion, zu weiten Teilen auch die eingespielten Musiken und ich bin mit der Entscheidung, dass Rhea Harder jetzt Gaby "Die Pfote" Glockner spricht, voll einverstanden. Da diese Gaby hier aber noch etwas zu unausgearbeitet klingt, gehe ich mit meiner Wertung noch nicht allzu hoch. Darum vergebe ich nach Adam Riese und Eva Zwerg eine 75%-Wertung.


Meine Wertung: 75%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Hilfe! Gaby in Gefahr
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Günter König
Christian Rübler Kevin Lang
Dr. Hans Minkmann Lutz Werner Mackensy
Dr. Lothar Niedermacher Boris Tessmann
Dr. Werner Bachmüller Horst Naumann
Edgar Brischnik André Minninger
Gabriele "Pfote" Glockner Veronika Neugebauer
Hubert Molnitzka Sven Dahlem
Karl "Computer" Vierstein Niki Nowotny
Kommissar Glockner Edgar Bessen
Manfred Diel Gerlach Fiedler
Margot Glockner Hildegard Krekel
Martha Rübler Micaela Kreißler
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Draeger
Reisende Karin Eckhold
Rezeptionist Utz Richter
Robert Rübler Holger Mahlich
Ulrich Plauen Ernst Reitz
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 30.11.2009

TKKG
(83) Hilfe! Gaby in Gefahr
Erschienen: 1993
Dauer: 46:42


Auf der Fahrt im Intercity erkennt Tim den gesuchten Unhold Diel. Tim stellt ihn, aber der Verbrecher entkommt. Jetzt will er sich an dem TKKG-Häuptling rächen und droht, Gaby zu überfallen. Ihr Leben ist in Gefahr, aber niemand weiß, wann und wo die Bestie zuschlagen wird.

Mein Kommentar: Natürlich wünsche ich niemandem was Schlechtes, und was Herr Diel hier Gaby androht, ist kein bisschen spaßig. Wolf scheut zwar, auch nur ansatzweise zur Sprache zu bringen, was Gaby blühen soll, aber es ist ja klar, was gemeint ist. Mich stört nur, wie Wolf Gaby hier instrumentalisiert: weiblich, attraktiv - und Tim verschuldet es indirekt. Aber natürlich ist Tim so dargestellt, dass er trotzdem im Recht ist und der bedrohende Diel einfach nur Rache will.

Ich meine, die Gaby-Opferrolle hatten wir nun echt schon eine Million Mal und Tim könnte ruhig auch mal einen Dämpfer bekommen. Kann ja nicht wahr sein, dass ein 13jähriger dauernd alle auf die Matte knallt, selbst, wenn sie in Gruppen auftreten und so groß wie Kleiderschränke sind, und nicht eine einzige Person ihm in einer direkten Auseinandersetzung mal überlegen ist. Könnte man das nicht so drehen, dass wenigstens(!) Tim eine auf's Maul kriegen sein soll, ähnlich wie damals bei (19) Der Schatz in der Drachenhöhle mit den Rockern?

Tja... Diese Folge macht es mir schwer. Sie ist super produziert, ein großer Name nach dem anderen steht im Inlay, spannend erzählt... Aber diese Gaby-Opfer-Tim-Held-Situation schraubt bei mir an der Euphorie einiges weg. Schön ist zwar, dass Wolf Gaby als ausgesprochen mutig und gefasst kennzeichnet, sie aber dann tatsächlich auch in die Fänge des Diel geraten lässt und dass dieser auch noch ausgerechnet der "Fensterbohrer" sein muss... ...und warum wird auf Kommissar Glockner gewartet, bevor die Polizei in der Sache informiert wird?

Hätte man die Zusammenhänge nicht so stereotypisch, eindimensional und platt geschildert - schon der Titel ist fast eine Plattitüde! -, wäre das hier ein toller Fall. Wegen der genannten Punkte aber vergebe ich so gerade noch 66%!


Meine Wertung: 66%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Schüsse aus dem Dunkel
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Matthias Fuchs
Alan Oliver Reinhardt
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Brenda Micaela Kreißler
Dr. Harris Hansi Jochmann
Fahrer Klaus-Peter Kaehler
Homer Washington Hans Sievers
Inspector Cotta Holger Mahlich
John Davis Tim Wieck
Junge Jona Mues
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Sally Samson Samira Chanfir
Rezension vom: 29.11.2009

Die drei ???
(70) Schüsse aus dem Dunkel
Erschienen: 1996
Dauer: 1:02:46


Mit einer flotten Bühnenshow präsentiert die erfolgreiche Modedesignerin Sally Samson ihre neue Kollektion. Bei der Westernmode passiert es: Ein Model bricht, von einem Schuss getroffen, zusammen. Ein kaltblütiger Anschlag? Wem war die junge Frau im Weg? Oder war es ein Ablenkungsmanöver? Gibt es eine Verbindung zwischen dem Schuss und den geraubten Entwürfen aus Sally Samsons Tresor? Für Justus, Peter und Bob, die drei erfolgreichen Detektive aus Rocky Beach, gibt es nur eine Möglichkeit, dem Täter auf die Spur zu kommen: Sie müssen sich als Model bewerben.

Mein Kommentar: Eine der ???-Hörspielausnahmen aus der BJHW-Ära, die ich wirklich ganz gut finde. Nachvollziehbare Handlung, mal was Neues, nicht zu weit weg vom typischen ???-Stil, ermittelt und geschlussfolgert wird ebenfalls.

Ich finde zwar, dass die Szenen, die eigentlich ja lustig und unterhaltsam gemeint sind, eher stören (z.B. Justus gewinnt das Powackel-Casting), aber die sind nicht sooo schlimm, dass sie das Hörspiel vermiesen. Nur bei der Auflösung fing die gute Frau Henkel-Waidhofer an, alles zu verkomplizieren: Sperrminorität, eifersüchtige Schwester, Zwang zum Fallenlassen von Anteilen, "Wer liebt wen?", die Schwester wollte doch eh schon längst... usw... Das hätte nicht sein müssen und wirkt so konstruiert - zumal es die ganze Zeit vorher nicht zur Sprache kam und deshalb eigentlich irrelevant ist. Es hätte, finde ich, auch genügt, wenn man die Schwester durch die Entführung dazu zwingen wollte, ihre Anteile zu verkaufen - und fertig.

Gibt zwar noch ein paar Dinge, die "Schüsse aus dem Dunkel" auch sonst nicht ganz rund erscheinen lassen (z.B. verräterisch gekritzelte Dollarzeichen), aber in Anbetracht der größtenteils katatrophalen Mängel in den meisten BJHW-Folgen erlasse ich mir das Schreiben darüber und belasse es bei: Ich kann diese Folge echt gut leiden - 73%.


Meine Wertung: 73%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Späte Rache
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Matthias Fuchs
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Dr. Ferguson Antje Cornelius
Erna Fiedler Ursula Gompf
Goodween André Minninger
Inspector Cotta Holger Mahlich
John Brady Dirk Anton
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Kelly Juliane Szalay
Matt Brady Volker Bogdan
Mr. Andrews Günter König
Mr. Shaw Eberhard Haar
Mrs. Shaw Heikedine Körting
Onkel Titus Andreas Erich Beurmann
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Tante Mathilda Karin Lieneweg
Rezension vom: 29.11.2009

Die drei ???
(69) Späte Rache
Erschienen: 1996
Dauer: 1:04:04


"Wir haben Peter! Er muss für alles bezahlen!" Ein anonymer Brief schreckt Justus und Bob auf. Eigene Nachforschungen nach dem Schicksal ihres Zweiten Detektivs bleiben ergebnislos, deshalb wenden sie sich hilfesuchend an die Polizei von Rocky Beach. Ihr Freund Inspektor Cotta schlägt vor, eine Polizeipsychologin hinzuzuziehen. Sie soll aus dem Bekennerschreiben Hinweise auf den Charakter des Täters herauslesen. Und tatsächlich kommt die Expertin zu einem überraschenden Schluss: Hinter der Entführung steckt ein lange zurückliegender Fall der drei Detektive. Justus und Bob durchforsten ihr umfangreiches Archiv. Denn die Zeit läuft...

Mein Kommentar: Kann mir bitte mal jemand sagen, wieso um Himmels Willen man keinen Fall als Grundlage nahm, der damals erschienen ist? Wieso bitte musste man einen Fall nehmen, der zwar offenbar wirklich passierte, aber den Hör-/Lese-Fans gänzlich unbekannt ist? Welchen Grund soll es dafür denn geben? Frau Henkel-Waidhofer erklärte, dass Kosmos dies nicht wollte, weil Fortsetzungen nicht gestattet seien. Aber, wieso zum Kuckuck nimmt man dann diesen Fall überhaupt ins Portfolio? Es ist doch vollkommen egal, weil der Fall sowieso eine Fortsetzung ist, da ein vorangegangener Fall als Grundlange dient.

Da hätte man doch wenigstens einen Fall nehmen können, den die Fans bereits kennen, denn so hätte man sie mit Indizien und kleinen Hinweisen selbst an der Lösung teilhaben lassen können. Und wenn jemand den Fall noch nicht kennt, ist es sowieso gleichgültig, weil auf die Art, wie "Späte Rache hier vorliegt", sowieso niemand den genannten Fall kennt. Ganz zu schweigen von all den Abermillionen an Verweisen, Verknüpfungen, Bezügen im ???-Universum, die in den vorherigen und späteren Fällen auftauchten...

Und wer z.B. geht um 22h in eine Disco, nur um um Mitternacht bereits wieder im Bett zu liegen? Wieso brüllt Peter so laut, als er mit dem Entführer spricht - und was soll diese Gruselmusik? :) Dafür gefällt mir Frau Körting, die endlich mal eine etwas größere Rolle spielt und nicht nur eine winzigkleine Kaufhaus- oder Flughafendurchsage übernimmt. Sie macht eine wirklich gute Figur dabei; könnte ruhig öfters mal 'ne Rolle spielen. Apropos Rolle: Die schrullige Rolle von Erna Fiedler erinnert ganz an die alten ???-Tage; hat Kosmos da etwa nicht aufgepasst? ;)

Naja, davon ab ist dieser Fall aber wirklich in Ordnung. Es wird ermittelt und geschlussfolgert und es gibt keine hanebüchenen Zusammenhänge, weshalb ich "Späte Rache" durchaus ganz nett finde und das mit einer 64%-Wertung unterstreichen möchte.


Meine Wertung: 64%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: ...und der Schatz im Bergsee
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Matthias Fuchs
1. Mann Nicolas König
2. Mann Lutz Schnell
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Jerzy Michael Bideller
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Mariana Antje Roosch
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Rezension vom: 29.11.2009

Die drei ???
(68) ...und der Schatz im Bergsee
Erschienen: 1996
Dauer: 58:46


Eine brenzlige Situation für Justus, Peter und Bob: Ihr Rundflug über die Schweizer Alpen endet jäh mit einer Bruchlandung. Der Pilot ist bewusstlos, das Funkgerät zerstört. Plötzlich landet ein Helikopter neben ihnen. Bewaffnete Männer fesseln und knebeln Bob, und die drei ??? müssen hilflos zusehen, wie die Gangster das Flugzeugwrack durchsuchen. Wenig später verschwinden sie wieder. Die drei Junior-Detektive können sich in Sicherheit bringen. Doch dann kommen die Gangster zurück...

Mein Kommentar: Lassen wir erstmal alles Unlogische aussen vor: Die Atmosphäre der Folge ist toll und Frau Körting und Herr Minninger haben offenbar alles getan, um diese (Hörspiel-)Folge so gut es geht zu retten. Bei mir kommt das Feeling für Abenteuer, Berge und See gut an.

Jetzt das Unlogische; wobei ich hervorheben muss, dass ich nur Schwer- und Stichpunkte nenne, da ich sonst morgen noch nicht fertig wäre! :) Die drei ??? stürzen (erneut!) mit dem Flugzeug ab und haben sich nicht mal eine Rippe geprellt. Wie kann Justus die Bergwacht anfunken, wenn das Funkgerät tot ist? Keine Elektrik, zerrissene Kabel sind ein nicht zu unterschätzender Faktor. Und wer bitte kauft gebrauchte und vorallem geschrottete Flugzeugteile? Und kann mir BITTE mal jemand sagen, wie ein U-Boot (EIN U-BOOT!!!) einen Berg rauf in einen See kommt? In der Schweiz wohlgemerkt!

Zwar kann Mariana schweigen, wie sie uns wissen lässt, aber ich glaube, hier wollte sich Frau Henkel-Waidhofer nur aus der Affäre ziehen. Nur dass es nicht lustig oder sonderlich effektiv wirkt. Zu allem Überfluss ist das U-Boot auch noch ferngesteuert und der See kristallklar - selbstverständlich hat noch niemand das U-Boot von oben gesehen! Darüber hinaus vermisst auch noch niemand das U-Boot oder einen Learjet, das voller Gold sein soll... Und was ist plötzlich mit dem ominösen Drohbrief, der irgendwie nicht mehr relevant zu sein scheint?

Jo, Kinners, wie schon bei den 3-4 Folgen zuvor ist das hier ein Haufen unzusammenhängender Indizien und "Beweise", der nur durch die wirklich gute Atmosphäre und die nachvollziehbare Rahmenhandlung gerettet wird.... Deshalb zücke ich eine Gerade-noch-60%-Wertung aus meinem U-Boot... ähm... meiner Tasche!


Meine Wertung: 60%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Spuk aus dem Jenseits
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Günter König
Ali Dscham Eric Vaessen
Dr. Albrecht Demonius Michael von Rospatt
Dr. Beinhart Geiser Peter Schiff
Dr. Blechbard Holger Mahlich
Elsa Demonius Barbara Marks
Gabriele "Pfote" Glockner Veronika Neugebauer
Hugo Büttner Reent Reins
Isabell Pilsen Beate Hasenau
Jörg Ben Tappé
Kahlig Utz Richter
Karl "Computer" Vierstein Niki Nowotny
Kommissar Glockner Edgar Bessen
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Draeger
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 29.11.2009

TKKG
(82) Spuk aus dem Jenseits
Erschienen: 1992
Dauer: 51:13


Umheimlich: Jörg, ein Klassenkamerad von TKKG, und seine Mutter werden terrorisiert. Jörgs Stiefvater, steinreicher Computer-Fabrikant und teuflischer Erfinder, war nach Zerwürfnissen mit seiner Frau vor einem Jahr gestorben. Er hatte geschworen, sich aus dem Jenseits zu rächen. Ein gruseliger Fall für TKKG...

Mein Kommentar: Hier wieder ein Paradebeispiel dafür, dass aus den späteren Stefan-Wolf-Büchern gute TKKG-Hörspiele werden können, wenn Wolf nicht(!) selbst die Hörspiele verskriptet. Die Story ist eigentlich nämlich sehr hanebüchen, um nicht zu sagen: absolut übertrieben!

Eine Handvoll Ganoven machen sich einen Haufen - teurer und vorallem ungesetzlicher! - Arbeit für jemanden, der schon lange gestorben ist und davon eh nichts hätte. Einfach nur aus blanker Loyalität. Für das, was diese Ganoven im Grunde eigentlich vorhaben, ein viel zu großes Risiko, was sie da mit den Demonius' abziehen. Natürlich sind die Roboter perfekte Androiden, die sogar so fingerfertig sind, dass sie Seile knoten können - alles klar! ;)

Wenn man das für die Dauer des Hörspiels aber beiseiteschiebt und bei TKKG so tut, als wäre das alles keine Übertreibung, so, wie man z.B. bei Bibi Blocksberg so tut, dass es Hexen gäbe, ist auch das hier ein echt gutes Hörspiel: Super Produktion, klasse Cast und ein Skript, das in gutem Tempo voranschreitet und das Beste aus dem Buch herausgeholt hat.

Wirklich stören tut mich nur, dass der Erzähler uns dauernd von TKKG als "Unsere Freunde" berichtet und dass Tim bei Valentina mit einer Nadel in den Hintern piekt. Wäre Valentina menschlich gewesen, wäre das eine echte Unverschämtheit gewesen. Er hätte genauso gut auch einfach auf ihre Schulter tippen und nach dem Weg fragen können, oder irgendsowas. Trotzdem vergebe ich noch echt gute 79% für "Spuk aus dem Jenseits".


Meine Wertung: 79%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Horror-Trip im Luxusauto
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Günter König
Baldur Therne Peter Musäus
Ellen Wertheym Katja Brügger
Ewald Krieger-Mattmaus Fred Maire
Florian Wertheym Alexander von Süßkind
Gabriele "Pfote" Glockner Veronika Neugebauer
Karl "Computer" Vierstein Niki Nowotny
Kommissar Glockner Edgar Bessen
Leo Lipstock Eckart Dux
Martin Althuk Willi Röbke
Max Wertheym Hans Clarin
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Draeger
Silvio Manzona Wolfgang Schimmelpfennig
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 29.11.2009

TKKG
(81) Horror-Trip im Luxusauto
Erschienen: 1992
Dauer: 48:07


Der Vater eines Mitschülers hat TKKG in sein tolles Ferienhaus in die Toskana eingeladen. Aber die Reise im Luxusauto des Gastgebers wird zum Horror-Trip. Verbrecher verfolgen den weißen Rolls Royce. Und dann machen die vier TKKG-Freunde eine unglaubliche Entdeckung...

Mein Kommentar: Ein reisserrischer Titel zwar, aber trotzdem 'ne gute Folge. Ok, ok, Tim wächst mal wieder über sich und alle anderen hinaus, er schlussfolgert wie Sherlock Holmes zu seinen besten Zeiten und langt auch ein-, zweimal derbe zu... Doch ist das wichtig!? Ein bisschen Satire ist ja manchmal ganz angenehm, oder? ;) Und wenn man das im Hinterkopf hat, rockt die Folge ungemein.

Toller Soundtrack, wunderbar gemachte Effekte, Reiseaction und bis auf den Sprecher von "Flori Wertheym" liefern alle Namen im Inlay eine klasse Performance ab. Besonders die erste Szene, in der Herr Dux so richtig schön in Streitlaune rumpöbelt, stimmt gut ein.

Fairerweise muss man natürlich zugeben, dass von einem tatsächlichen Horror-Trip irgendwie nicht wirklich die Rede sein kann. Für jeden anderen Menschen wäre dieserlei Fahrt in einem Rolls-Royce die nackte Hölle mit permanentem Nervenzusammenbruch - aber Tim verkraftet das locker, is' ja klar! :)

Loben möchte ich übrigens mal ganz besonders Sascha Draeger (in der Rolle des Tim), der über all die Jahre niemals eine auch nur mittelmäßige Arbeit abgeliefert hat. Wie er den "Tim" interpretiert, obwohl dieser ja so ziemlich keinerlei Identifikationsmöglichen mehr bietet und fern der Realität ist, und dabei trotzdem irgendwie natürlich und glaubhaft wirkt, ist kolossal. Wollte ich einfach mal loswerden, Herr Draeger! :)

Wie dem auch sei, 84%!


Meine Wertung: 84%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: ...und das Geheimnis der Särge
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Matthias Fuchs
1. Polizist Boris Sychowsky
2. Polizist Frank Meyer-Brockmann
Alexandra Reinhilt Schneider
Babette Eberle Michael von Rospatt
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Bruder Benedikt Tassilo Jelde
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Max Lutz Schnell
Mylná Utz Richter
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Wirt Hans Paetsch
Wirtin Ingeborg Ottmann
Rezension vom: 21.11.2009

Die drei ???
(67) ...und das Geheimnis der Särge
Erschienen: 1996
Dauer: 1:01:33


Haarsträubende Dinge erzählt man sich von den berühmten Höhlenlabyrinthen auf der schwäbischen Alb, aber natürlich ist davon nur die Hälfte wahr. Doch Justus, Peter und Bob, die drei Junior-Detektive aus Rocky Beach, beginnen an Spukgeschichten zu glauben, als sie in der Geisterhöhle urplötzlich eine grausige Entdeckung machen...

Mein Kommentar: Ich erinnere mich genau daran, wie es war, als ich diese Folge damals mit meiner Freundin gehört hatte. Wir saßen auf dem Boden, taten nichts, als der Kassette zu lauschen. Und als die Folge vorbei war, hatten wir überlegt, ob wir zwischendurch eigentlich umgedreht hatten, oder ob wir wirklich gerade das Ende gehört hatten. Wir haben diese ???-Story einfach nicht verstanden.

Und das, was eigentlich detektivisch gewesen wäre, z.B. die Sache mit den gleichen Familiennamen, das kam so plötzlich und unerwartet, dass es kein bisschen überraschte oder gar nachvollziehbar war. Und diese ganze Sache mit dem Mönch? Und wieso wurde Babette Eberle so übertrieben schrullig dargestellt? Hätte es nicht gelangt, eine sehr maskuline Frau einfach nur als das, was sie ist, darzustellen? Musste man sie auch noch so seltsam in Szene setzen, dass man sogar im Inlay nur "M. Rospatt" statt "Michael von Rospatt" schrieb?

Oder das ganze Gespringe vom Deutschen ins Englische. Die ganze Szene im Wirtshaus wird total unglaubwürdig. Die drei ??? bestellen Speckbrote und Apfelsaft (Bob stottert dabei sogar so stoisch). Und dann bestellt die Wirtin "Zwei Speckbrote" in die Küche. Wie? Die sprechen alle Englisch? Oder alle Deutsch? Dasselbe gilt auch für die Szene mit den beiden Polizisten. Sicher, irgendwie muss man das in einem Hörspiel schon hinbekommen, aber dass man einfach alles, was gesprochen wird, in das Zuhörer-Deutsch übersetzt, ohne jeden Akzent...!?

Und was ist das mit dem Brokat ganz am Ende? Mylnár dürfte als Fachmann doch wohl wirklich wissen, wie sich was nach wie langer Zeit anfühlt. Ausserdem ist es möglich, dass er für die Besucher auch einfach nur etwas auf die Kacke haut (wie das ja so oft gemacht wird). Das ist auf jeden Fall kein echtes Indiz und ein Beweis schon gar nicht. Zumal nicht zu vergessen: Mylnár hätte das Diebesgut auch überall sonst verstecken können.

Alles wie ein Haufen durchschnittlich guter Ideen zusammengeklebt und am Ende so getan, als würde man die Leute jetzt mit einem genialen Tatbestand überraschen, obwohl man vorher nicht mal die leiseste Ahnung hatte, dass es überhaupt einen Tatbestand gegeben hätte, dem die drei ??? auf der Spur sind. Ganz davon zu schweigen, dass man nicht mal weiss, worum es überhaupt geht.

Es tut mir leid, aber dieser Fall von Brigitte Johanna Henkel-Waidhofer wirft mehr Fragen auf, als dass er Antworten bringt. Nichts gegen einen Krimi, bei dem man völlig autark mitdenken muss/soll. Aber dann sollte man die Hörerschaft auch nicht mit seinen Antworten allein im Regen stehen lassen, sondern sicherstellen, dass deren Antworten bestätigt werden, wenn die Annahmen äusserst zweifelhaft sein könnten.

Ein total unverständlicher Plot, der als Hörspiel wenigstens ein paar richtig tolle Effekte und Atmosphären zu bieten hat. Darum nochmal so gerade eben eine 45%-Wertung. Unlogisch und zusammenhangslos wie sonst gar nichts.


Meine Wertung: 45%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: ...und die Schattenmänner
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Matthias Fuchs
1. Italiener Oliver Rohrbeck
2. Italiener Jens Wawrczeck
3. Italiener Andreas Fröhlich
4. Italiener Michael Harck
Alberto Bergamelli Holger Mahlich
Alexandra Reinhilt Schneider
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Franca Samira Chanfir
Ignazio Leonardo Cusenza
Italienerin Francesca Chiavon
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Sofia Maria Chirivi
Rezension vom: 20.11.2009

Die drei ???
(66) ...und die Schattenmänner
Erschienen: 1995
Dauer: 57:22


Aus einem harmlosen Ausflug nach Rom wird für die drei ??? ein ganz heisser Fall. Direkt vor ihren Augen ereignen sich dreiste Überfälle an sorglosen Spaziergängern. Die Geschwindigkeit und Routine der Diebstähle macht klar: Hier sind Profis am Werk. Keine Frage, dass Justus, Peter und Bob die Verfolgung aufnehmen. Als sie jedoch den wahren Drahtziehern auf die Spur kommen, wird die Situation für sie mehr als brenzlig...

Mein Kommentar: Braucht jemand einen Reiseführer für Rom? Hier, diese Folge eignet sich hervorragend - aber aufpassen, es droht Einschlafgefahr! Diese Folge ist einfach total belanglos und noch mehr unzusammenhängend. Ein paar vollkommen übliche Diebstähle, die einige hundert Mal pro Tag in Rom geschehen, als Hintergrund für eine organisierte Bande zu nehmen? Warum kommt die Bande eigentlich gar nicht vor? Und wieso gibt es keinerlei Probleme mit der Verständigung (Amerikanisch - Deutsch - Italienisch)?

Wieso kennen die drei ??? den Bergamelli so gut? Und wieso wird Justus entführt und wieso hilft "Die Spinne", ihn zu retten? Und warum, Frau H.-W. und Frau Körting, wird im Buch und im Hörspiel ein junges Mädchen als "Die Spinne" beschrieben und sogar noch so benannt? Sollen hier Kinder lernen, dass man andere Menschen wegen ihres Aussehens diskriminiert?

Das einzig Detektivische an diesem Hörspiel ist das Inlay, weil dort für "1. Italiener" und "2. Italiener" die Namen Marcello Grassi und Luigi Pane verwendet werden. Wer jetzt GANZ GENAU hinhört, erkennt das italienische Stimmengewirr als Oliver Rohrbeck, Jens Warczeck, Andreas Fröhlich und Michael Harck wieder - eventuell noch 1-2 weitere Personen, die ich nicht heraushören kann.

Dafür macht diese Folge etwas so dermaßen richtig, dass es unbedingt eine Erwähnung finden muss. Alexandra bekommt die Karte der drei Detektive und wie es bis jetzt immer war, lasen alle die Zeichenfolge "drei ???" als "drei Fragezeichen", als wäre es das, was am naheliegendsten wäre. Nein, Alexandra liest es ausnahmsweise "richtig", nämlich voller Verwunderung als "dreiii... Fragezeichen, Fragezeichen, Fragezeichen?" vor - na endlich mal!

Fade, unlogisch, langweilig. 35%!


Meine Wertung: 35%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Achtung: Die "Monsters" kommen!
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Günter König
Bettina Lechner Kerstin Draeger
Carina Kerzenheym Ann Montenbruck
Dr. Hartwig Beißinger Michael von Rospatt
Gabriele "Pfote" Glockner Veronika Neugebauer
Karl "Computer" Vierstein Niki Nowotny
Kommissar Glockner Edgar Bessen
Partyaufsicht Helmut Ahner
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Draeger
Sascha Lechner Marc Seidenberg
Würgegriff-Paula Anne Schermutzki
Walter Zahlske Helmut Ahner
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 14.07.2009

TKKG
(69) Achtung: Die "Monsters" kommen!
Erschienen: 1990
Dauer: 40:33


Maskierte Schläger überfallen eine Klassenféte der Mädchenschule und verwüsten, was ihnen in die Quere kommt. Dabei verletzen sie sogar Gaby! Tim kocht vor Wut. Keine Frage, dass er sich auf die Spur der "Monsters" setzt und nicht lockerläßt, bis er den wahrhaft Schuldigen gefunden hat...

Mein Kommentar: Ein Zahnarzt, der sich hunderte Gebissschemata merken kann? Sicher, da gibt's für Leute vom Fach gewiss viele Unterschiede zu sehen. Aber Herr Doktor Beißinger meinte ja, er hätte ihn schliesslich an seinem Gebiss erkannt, wenn er zu ihm gekommen wäre - alles klar! ;) Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, kommt ein weiterer Verwirrer in's Spiel: Doktor Beißinger ist im Urlaub und wird daher vertreten - in Ordnung. Aber die Vertretung behandelt in der Praxis des zu vertretenden Arztes? Schickt man nicht normalerweise seine Patienten an die Ärzte in der Umgebung, statt die Vertretung die Praxis übernehmen zu lassen? Ich weiss ja nicht so recht, Herr Wolf...

Seltsam finde ich auch, wieso Tim sich so sicher ist, dass der Bankräuber ein Verwandter von Bettina Lechner sein muss. Ich meine, eine Bankangestellte wird während der Ausübung ihrer Arbeit plötzlich von einem Bankräuber mit der Pistole bedroht. Da sie nicht Tim ist, also keine Nerven aus Stahl hat, ist sie natürlich runter mit den Nerven. Doch für Tim ist das merkwürdig - schliesslich sei es ja nicht ihr Geld, das geklaut wurde... :) Schmunzelalarm!!

Davon ab ist das hier eine der besseren TKKG-Folgen, wenn aber auch keine der richtig guten TKKGs. Den Schnitt zieht der eigentlich unterhaltsame, aber oft unfreiwillig komisch und teils merkwürdig anmutende Plot nach unten. Etwas nach oben gezogen wird besagter Schnitt aber widerum durch die tolle Produktion, die lockere Sprache und die guten Sprecher/innen. Eine klare Kaufempfehlung kann ich nicht unbedingt aussprechen, denn es gibt weitaus bessere TKKG-Folgen, aber es gibt auch weitaus schlechtere, weshalb man die "Monsters" kaufen kann, ohne viel falsch zu machen, was ich mit einer 65%-Wertung unterstreichen möchte.


Meine Wertung: 65%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Rauschgift-Razzia im Internat
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Günter König
Anna-Ilse Gabriele Libbach
Dirk Raunzbolde Till Endemann
Dr. Wolfgang Kleinfrieden Michael Quiatkowsky
Erwin Patelka Boris Tessmann
Gabriele "Pfote" Glockner Veronika Neugebauer
Karl "Computer" Vierstein Niki Nowotny
Manfred Mack-Müller Henning Pommée
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Draeger
Raimund "Rai" Fieslinger Stefan Brönneke
Sascha Wendt Tobias Pauls
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 14.07.2009

TKKG
(68) Rauschgift-Razzia im Internat
Erschienen: 1990
Dauer: 39:26


Mitten im Wald entdeckt die TKKG-Bande eine Rauschgift-Plantage. Wer hat die Haschisch-Stauden gepflanzt? Die TKKG-Freunde entlarven einen Dealer. Doch dabei stoßen sie auf einen Rauschgift-Ring, dessen mächtige Bosse vor keinem Verbrechen zurückschrecken! Eine heiße Spur führt sogar in die Internatsschule...

Mein Kommentar: Yeah - eine Internats-Folge, na endlich mal wieder! OK, sie spielt zwar etwa zur Hälfte auch im Eulenforst, aber dennoch mag ich dieses Hörspiel sehr. OK, ja, zugegeben, Stefan Wolf reitet etwas sehr arg mit seinem Anti-Drogen-Schema durch diese Geschichte, aber mich persönlich hat es nie gestört. Für diejenigen unter Euch, die gewissen Substanzen jedoch nicht ganz abgeneigt sind, könnte diese TKKG besonders nervig oder aber auch besonders erheiternd sein.

Doch, wie gesagt, mich störte diese stets subtile "Drogen sind sehr gefährlich"-Message zu keiner Zeit. Im Gegensatz zu späteren TKKG-Stories, die sich mit dem Thema Drogen und Süchte befassen, ist diese hier aber tatsächlich als Kriminalfall interessant und besonders durch Klößchen ganz witzig und kurzweilig erzählt - denn die erwähnten späteren TKKG-Anti-Drogen-Folgen sind durch und durch plakativ, ohne dabei zu unterhalten oder wenigstens ein Mindestmaß an Spannung zu bieten.

Ja, mehr gibt es hier wirklich nicht zu sagen: Schöne Folge, gute Sprecher, tolle Musiken. Einzig der unterschwellige, erhobene Zeigefinger kann eventuell etwas stören, da Wolf es versäumt hat, durch entsprechende Dialoge vernünftig über diese Thematik aufzuklären. Deshalb vergebe ich sehr, sehr solide 88% für die Rauschgift-Razzia im Internat. Zur Aufklärung von Kindern oder Erwachsenen nicht geeignet, doch als unterhaltsamer TKKG-Fall sehr gut, weil alles geboten wird, was die Serie damals so beliebt machte: Internat, Beschattung, Ermittlung, Wortwitz... macht nach Adam Riese und Eva Zwerg 88%!


Meine Wertung: 88%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Hinterhalt im Eulenforst
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Günter König
Carina Moggiaterrefregoso Ilse Neubauer
Dario Moggiaterrefregoso Helmut Ahner
Frank-Holger Seiboldt Wolfgang Bathke
Gabriele "Pfote" Glockner Veronika Neugebauer
Harry Grollschmidt Dieter Ohlendiek
Karl "Computer" Vierstein Niki Nowotny
Lucia Moggiaterrefregoso Katrin Jaekel
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Draeger
Richard Valsche Michael Harck
Roderich Kümmelkern Alfred Reiterer
Valentin Paschke Ralf Richter
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 14.07.2009

TKKG
(67) Hinterhalt im Eulenforst
Erschienen: 1990
Dauer: 42:39


Im Eulenforst gehen Vogeltöter auf die Jagd. Auch Rotwild wird geschossen! Der Verdacht fällt auf einen Italiener, der vor kurzem ein Feinschmeckerlokal eröffnete. Doch er wird im Wald selbst von einer Kugel getroffen! Zufall oder Mordanschlag? Die TKKG-Bande nimmt die Fährte auf und gerät selbst in die Schußlinie...

Mein Kommentar: Diese Folge besitze ich seit ihrem Erscheinen und ich finde sie super! Die "Waldatmosphäre" kommt hier ungemein gut rüber, der Fall selbst ist einigermaßen spannend, obschon etwas vorhersehbar, und die Art und Weise, wie hier die Personen miteinander sprechen, also ihre Worte wählen, gefällt mir besonders; vorallem Klößchen hat 3-4 klasse Bemerkungen auf der Pfanne.

Leider aber muss ich dennoch ein paar Kleinigkeiten anmerken: Es wird stark der Anschein erweckt, als wenn TKKG Wilderei, bzw. Tiermord, nur deshalb nicht in Ordnung finden, wenn es vom Gesetzgeber keine offizielle Erlaubnis dafür gibt. Herrlich, Herr Wolf, wunderbar doppelmoralisch... ;) Und auch Dario wirkt arg unglaubwürdig: Er liebt Tiere, und am liebsten würde er nicht mal Fleisch anbieten - aber die Gäste würden es ja wollen. Wieso bereitet er dann nicht einfach andere Speisen zu oder arbeitet gleich in einem anderen Beruf? Merkwürdig finde ich auch, dass Tim urplötzlich doch von der Unschuld Darios überzeugt ist - aber wieso? Rein theoretisch könnte Dario nach wie vor der sog. Wilddieb sein - wieso ist Tims anfänglicher Argwohn so ohne Weiteres vom Tisch?

Loben möchte ich dafür Herrn Ahner, der den Dario spricht, um so mehr! Denn er bringt den italienisch-deutschen "Akzent" 1A rüber - und Herr Kümmelkerns Bayrischer Dialekt macht die Rolle eigentlich erst interessant. Gerade die Szene, in denen er sich von TKKG ertappen lässt, und mit diesem "Bollobollobob, was wollt's ihr eigentlich von mir?"-Konter um die Ecke kommt - genial! ;) Und als Randnotiz vermerke ich, dass erneut der Name Seibold ins Spiel gebracht wird - wenn auch hier mit "DT" am Ende, also Seiboldt.

Kurzum: Eine völlig geniale Folge, deren Hörgenuß nur dadurch getrübt wird, dass die Charakterbilder der "Guten" in diesem Hörspiel im Grunde stark ambivalent sind. Gott sei Dank sind wir das als TKKG-Fans mittlerweile gewohnt, und weswegen wir uns diese Folge ohne Zögern kaufen werden! ;) 89%!

Nachtrag vom 2.3.2025: Ich habe bei Harry Grollschmidt den Namen Horst Schick gegen Dieter Ohlendiek ersetzt. Olli, Du hattest recht. :)


Meine Wertung: 89%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Gauner mit der "Goldenen Hand"
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Günter König
Caroline von Färber Katrin Jaekel
Gabriele "Pfote" Glockner Veronika Neugebauer
Garderobenbedienung Anne Schermutzki
Guiseppe Ariano Lutz Harder
Hans-Rüdiger Krachwang Ernst A. Frantz
Karl "Computer" Vierstein Niki Nowotny
Katharina von Hippe Gabriele Libbach
Kuno Leckler Gerolf Benton
Olaf Präht Michael Harck
Otto Plegel Michael von Rospatt
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Draeger
Stefanie Claasen Cordula Habel
Theodor Mälzig Michael Quiatkowsky
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 14.07.2009

TKKG
(66) Gauner mit der "Goldenen Hand"
Erschienen: 1989
Dauer: 38:17


Ein genialer Bilderfälscher und ein Meisterdieb planen den Coup des Jahrhunderts. Die Gauner mit der "Goldenen Hand" fälschen wertvolle Gemälde, um dann die echten Bilder zu stehlen. Aber die Ganoven machen ihren Plan ohne die TKKG-Freunde, die mal wieder Lunte gerochen haben, jedoch nicht ahnen, auf was für ein gefährliches Spiel sie sich einlassen.

Mein Kommentar: Da meckere ich zu (65) Sklaven für Wutawia, dass nicht ordentlich aufgelöst worden sei, und dann kommt mit dieser Folge nur ein halbgarer Versuch, die Fäden etwas zu entwirren. OK, die von Hippe und der Präht sind also wohl nicht mit dem Wutawia-Verein auf einer Linie, und die Sache mit dem Hund war vielleicht nur ein Zufall. Aber wie können bitte zig jugendliche Stadtstreicher von Entführern entführt werden, wenn die Entführer keine Helfer haben? Schliesslich hatte Paula ja einige merkwürdige Andeutungen gemacht? Latschten da also der Wiegend und die Dalmig ständig in der Szene rum und quatschen die Kids an? Nee, sorry, es bleibt sogar der leise Verdacht, dass die von Hippe und der Präht doch zu Wutawia gehören, aber sie sich geschickt aus der Affäre ziehen konnten. Aber lassen wir das Thema Wutawia jetzt mal beiseite! ;)

Also, Tim sieht einen Mann mit einer Flasche, die eine Flüsigkeit enthält. Klarer Fall: Der will auf die Fete und da Gemälde zerstören - das liegt doch völlig auf der Hand. Da kann schliesslich nur eine Art Kontaktgift oder eine Säure in der Flasche sein. Da wäre man ja blind, wenn man das nicht sähe. Und natürlich hat der Typ auch einen an der Klatsche, schliesslich hat er ein "nervöses Gesichtsmuskelleiden"; völlig logisch, dass dem was fehlen muss. Da muss man sofort eingreifen. Also stiehlt man dem Männeken sein Garderobenkärtchen, klaut ihm sein Fläschchen, und... uuuuunnnd...?

Da ist doch tatsächlich eine gefährliche Säure drin - wir wissen zwar noch nicht mit Gewissheit, was der fiese Kerl damit vor hat, aber TKKG wissen es: Er will Gemälde vernichten. Also gießen sie die liquide Gefährlichkeit kurzerhand in den Ausguss - denn schliesslich ist es besser, die Umwelt auf's Übelste zu schänden und potenziell Trinkwasser zu vergiften, als dass die Gemälde was abbekommen. Wer braucht schon die echte Natur, wenn wir sie uns auf Ölgemälden angucken können? Davon abgesehen hätte man die Flüssigkeit auch einfach sicherstellen oder an einem geheimen Ort verwahren lassen können, damit sie später fachgerecht entsorgt oder zumindest für irgendwelche Zwecke sinnvoll eingesetzt werden könnte. Doch jetzt kommt der Oberhammer: Es war nicht nur wirklich Säure in der Flasche, sondern der Blödian, der gemeine Kunstverkenner, wollte auch noch wirklich Gemälde zerstören... Also, was soll man davon bloß halten!? Tzetzetze... ;)

Ja, Ihr merkt es schon, TKKG-Hasser bekommen hier eine 1A-Steilvorlage, um schön fett ablästern zu können, und wir TKKG-Fans haben was Lustiges zum Schmunzeln... ;) Davon aber mal abgesehen, ist die Geschichte eigentlich flott erzählt, sehr gut produziert, und ganz besonders Klößchens locker-flockige Art, auf alles einen passenden Spruch zu haben, macht diese Folge fast schon zu einem Muss. Dazu dann noch die grandiose Sprechercast, und fertig ist die Laube. Rein vom technischen Standpunkt her eine klare 85%-Folge, aber der Anfangsplott ist so panne und vorhersehbar, und der vergeigte Versuch einer nachträglichen Auflösung der (65) Sklaven für Wutawia ist so blöde, dass ich einfach nicht mehr als 69% geben kann. Darum: Kauft diese Folge, sie ist gut, ehrlich - und wer TKKG hier nicht allzu ernst nimmt, hat ein tolles Hörspiel im Regal stehen, das schlechte Laune sofort verschwinden lässt.


Meine Wertung: 69%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Giftiges Wasser
Rolle Sprecher/in
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Chosmo Mathias Bullach
Hendrik Walton Karl Michael Mechel
Hitchcock Peter Pasetti
Jean Baxter Heidrun von Goessel
Joan Brown Rebecca Völz
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Monsieur Jaubert Michael Poelchau
Peter Shaw Jens Wawrczeck
René Hancock Thomas Schüler
Ruth Hansi Jochmann
Sinagua Samira Chanfir
Van Well Ulrich Faulhaber
Rezension vom: 14.07.2009

Die drei ???
(59) Giftiges Wasser
Erschienen: 1994
Dauer: 42:20


Die Nachricht trifft Justus, Peter und Bob wie eine Bombe: Ein Unbekannter droht, das gesamte Trinkwasser des verschlafenen Touristenstädtchens Sedona zu vergiften. Sollte das geplante Rockfestival nicht abgesagt werden? Die Polizei ist ratlos. Die drei ??? übernehmen den Fall und geraten bald in brenzlige Situationen. Da meldet sich der Erpresser erneut - das Ultimatum läuft ab!

Mein Kommentar: Wieder BJHW als ???-Autorin, und wieder eine langweilige ???-Folge... Ich begrüße, dass Frau Henkel-Waidhofer sich bemüht, etwas mehr Umweltbewusstsein in das Universum der drei ??? einzuflechten; das gelingt ihr sogar ganz gut, denn es wirkt fast nie aufdringlich oder erhobener-Zeigefinger-mäßig. Aber ihre Fälle sind nun mal einfach nicht der wahre Jakob. Gerade in diesem Hörspiel wird das deutlich.

Es wird weniger ermittelt, als vielmehr durch den Zufall erkannt, wie sich gewisse Sachverhalte ins Bild einfügen. Das ist schade, denn gerade durch den Bürgermeister, der etwas ruppig gegenüber Ruth ist, hätte sich was Interessantes basteln lassen können. Doch stattdessen quatschen die drei ??? endlos mit diversen Personen, um dann am Schluss die Täter mit einer schlappen Beweislast-Unterstellung zu überführen.

Warum müssen die BJHW-Fälle auch noch so langwierig, kompliziert zu verstehen und langweilig sein? Naja, ich kann da beim besten Willen nicht mehr als 62% vergeben - sorry...


Meine Wertung: 62%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: ...und der verrückte Maler
Rolle Sprecher/in
Axel Tobias Pauls
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Burt Ashley Knut Basewitz
Hitchcock Peter Pasetti
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Lys Kerstin Draeger
Mrs. Bloomingdale Eva Zlomitzky
Onkel Titus Andreas Erich Beurmann
Pecker Lutz Büschken
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Stella Rebecca Völz
Tante Mathilda Karin Lieneweg
William Ashley Franz Rudnick
Rezension vom: 14.07.2009

Die drei ???
(58) ...und der verrückte Maler
Erschienen: 1994
Dauer: 44:14


Tante Mathilda ist wütend! Wie kann Onkel Titus es nur wagen, dieses grauenhafte Gemälde einfach in ihr Wohnzimmer zu hängen! Noch in derselben Nacht versucht jemand den Ölschinken zu klauen. Grund genug für Justus, Bob und Peter sich einzuschalten. Drohanrufe, nächtliche Überfälle und eine verdächtige Safefirma führen die drei Junior-Detektive über das Meer zu einem einsam gelegenen Haus an der Küste. Dort erwartet sie eine gefährliche Überraschung.

Mein Kommentar: Ich kenne diese Folge natürlich schon seit längerer Zeit, und habe sie seit dem auch schon ein paar Mal gehört. Aber es hatte erst vor wenigen Jahren klick gemacht, um hinter dem Fall und alles zu blicken. Ich hörte dieses Hörspiel schon so häufig, und bekam immer mit, dass es da irgendwie um Safes und ein komisches, gelbes Gemälde geht, aber spätestens, wenn Justus mit Onkel Titus das getürkte Safe-Beratungsgespräch abhalten, liess ich mich ganz einfach ablenken. Die Folge lief zwar meistens trotzdem ganz durch, so dass ich auch immer mal raushörte, dass es da was mit einer Art Robin Hood auf sich hat, aber auch das verstand ich nie so wirklich, weil ich mich - genau! - dann auch sofort wieder ablenken liess.

Bei keiner anderen ???-Folge musste ich so oft von vorne anfangen, um auch ja von vorne bis hinten alles zusammengereimt zu bekommen. Waren das alles nur Zufälle oder ist die Folge so öde? Schwer zu sagen, aber ich denke schon, dass es an der Geschichte liegt. Der Gag mit Ashley und Hayles wirkt kein bisschen spannend, der Zwist zwischen Burt und William tangiert mich auch nicht, und wieso Stella auf einmal so nett zu Just, Peter und Bob ist - und dann seltsamerweise wieder verschwunden! -, ist mir hier völlig wurscht.

Der Fall selbst ist zwar stets nachvollziehbar, und alle Sprecher/innen machen ihre Sache im Grunde hervorragend, aber "Der verrückte Maler" plätschert sowas von seicht daher. Es wird nicht ermittelt, stattdessen folgt ein Zufall nach dem anderen. Und dann der Oberknaller par excellence: Der Erzähler beschreibt(!) in 4-5 kurzen Sätzen eine gesamte Szene, die eigentlich endlich mal Spannung und Action in den Fall gebracht hätte. Und gerade Spannung und Action fehlen hier über die Maßen. Sorry, aber diese Geschichte ist schlicht und ergreifend ganz, ganz doof! 49%.


Meine Wertung: 49%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Tatort Zirkus
Rolle Sprecher/in
Alma Eva Zlomitzky
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Cotta Michael Poelchau
Hitchcock Peter Pasetti
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Mary Heidrun von Goessel
Morton Andreas von der Meden
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Pipo Arthur Brauss
Schwester Gerda Maria Jürgens
Shirley Kubinski Thea Frank
Winkler Helmut Ahner
Rezension vom: 14.07.2009

Die drei ???
(57) Tatort Zirkus
Erschienen: 1994
Dauer: 41:20


Panik im Zirkus: Die junge Artistin Mary di Domenico stürzt während der Abendvorstellung vom Drahtseil. Für Justus, Bob und Peter steht fest: das war kein Unfall! Immerhin gilt Mary als Erbin der wertvollen Sammlung von dem berühmten Clown Jacky Knivel. Die drei Junior-Detektive sind bereit, den Fall zu übernehmen, und schon stehen sie vor einem Rätsel: Ist ihre Auftraggeberin wirklich so unschuldig, wie sie behauptet?

Mein Kommentar: Fun-Fact-Sammler/innen aufgepasst, hier gibt's wieder was, mit dem Ihr auf dem Schulhof auftrumpfen könnt! :) Es vergingen zwei Jahre, bis es mit Die drei ??? weiterging. Nachdem nämlich kein Nachschub mehr aus Amerika kam, sorgte Kosmos eben selbst für neue ???-Bücher, und somit natürlich auch für weitere ???-Hörspiele. Also verpflichtete man Brigitte Johanna Henkel-Waidhofer, und diese macht sich gleich daran, die Fans weiter zu verköstigen.

Also, was fällt auf? Mystery? Keine! Spannung? Wortwitz? Keine! Ähm, keiner! Es ist irgendwie einfach nur ein schon hundertmal erzählter Kriminalfall, der allenfalls ganz nett ist. Ja, viel kann man da einfach nicht schreiben. Es gibt keine nennenswerten Höhen oder Tiefen, nichts, was man hervorheben könnte. Wer Fan und Sammler/in der ??? ist, wird die Folge eh kaufen, doch damit muss man es wirklich nicht eilig haben. Meine Wertung von 66% sollte das wohl verdeutlichen! :)


Meine Wertung: 66%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Angriff der Computer-Viren
Rolle Sprecher/in
Bob Andrews Andreas Fröhlich
Branson Barr Michael Harck
Dose Jan-Friedrich Conrad
Elizabeth Verena Großer
Harold Willi Röbke
Hitchcock Peter Pasetti
Jan Stefan Brönneke
Justus Jonas Oliver Rohrbeck
Kelly Juliane Szalay
Lys Anika Pages
Norton Rome Douglas Welbat
Peter Shaw Jens Wawrczeck
Sekretär Eckart Dux
Silas Ek Hans Sievers
Werbespot-Gesang Jens Wawrczeck
Werbespot-Teamangestellter André Minninger
Rezension vom: 14.07.2009

Die drei ???
(56) Angriff der Computer-Viren
Erschienen: 1992
Dauer: 48:17


Kein Mensch kann von Computer-Viren angesteckt werden, aber ein viruskranker Computer kann tausende von Menschenleben gefährden! Das erkennen unsere drei Detektive, als ihr eigener Computer "abstürzt". Sie handeln sofort. Ihre Nachforschungen führen sie in die abenteuerliche Welt einer Werbefilmproduktion und... auf die Spur eines genialen Spinners, der leider auch ein gefährlicher Erpresser ist. Ein Fall für die drei ???, und ganz speziell für Justus, den Computer-Freak!

Mein Kommentar: Justus sagt man ja häufig nach, ein Computergenie zu sein. Umso mehr verwundert es mich also, was Justus tut, als er erkennt, dass der ???-PC einen Virus habe: Er steckt Bobs Diskette mit der Geschichtsarbeit in diesen PC und öffnet das Dokument von dieser Diskette - ist doch klar, dass Bobs Arbeit spätestens jetzt definitiv kaputt ist, falls sie vorher noch intakt gewesen sein sollte. Und um dem Ganzen die Krone aufzusetzen, legt Justus auch noch die Diskette mit der "Detektivdatei" ein, um zu prüfen, ob diese noch in Ordnung ist, in den PC, und ruft auch diese ab... Aua, aua, aua! ;)

Das ist in etwa so, als ob man sein ganzes Geld in ein Lagerfeuer wirft und sich darüber ärgert, dass das Feuer das Geld vernichtet hat, für das man viele Wochen lang hart gearbeitet hat. Wieso hat Frau Stone, also die Autorin dieser Geschichte, denn nicht einfach behauptet, alle Dateien lägen auf einer gemeinsamen Festplatte? Dann hätte das Ganze wenigstens noch etwas(!) Sinn ergeben, wobei man den drei ??? dann höchstens den "Vorwurf" von nicht gemachten Backups hätte "vorwerfen" können. Komisch ist auch diese Sache mit den explodierenden Computermonitoren. Worauf ich hier aber nicht eingehe, schliesslich will ich hier keine Techniker-Ratgeberstunde abhalten, sondern ich will diese Folge rezensieren. :)

Sieht man also von Justus' äusserst leichtsinnigem Verhalten mit sensiblen Computerdaten und der Sache mit den Computermonitoren einmal ab, ist die Computer-Viren-Folge sehr solide und ohne Hänger erzählt. Ja, sie hat sogar ein paar tolle Schmunzler und Nerd-Randfakten zu bieten: (1) Justus hat hier zum ersten und letzten Mal ein eigenes Auto (er fährt damit am Anfang der Geschichte auf den Hof), was impliziert, dass auch er einen Führerschein haben muss. (2) Das Lied zum Werbespot mit dem Grünen Mahner wird gesungen von Jens Wawrczek. (3) Der Name Norton Rome könnte vielleicht vom Namen Peter Norton abgeleitet worden sein (könnt ja eventuell einfach im Internet danach suchen). (4) Sie ist die allerletzte als Europa-Hörspiel produzierte Folge, die aus einer (eigentlich ja) amerikanischen Buchvorlage stammt!

Nach Abwägen aller Fakten vergebe ich deshalb eine 79er-Prozentwertung.


Meine Wertung: 79%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Sklaven für Wutawia
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Günter König
Achim Taschke Thomas Naumann
Caroline von Färber Katrin Jaekel
Friedhelm Kröse Michael Quiatkowsky
Friedrich-Etzel von Färber Harald Eggers
Gabriele "Pfote" Glockner Veronika Neugebauer
Karl "Computer" Vierstein Niki Nowotny
Katharina von Hippe Gabriele Libbach
Kommissar Glockner Edgar Bessen
Olaf Präht Michael Harck
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Draeger
Petra Dalmig Gerlinde Dillge
Würgegriff-Paula Anne Schermutzki
Wendelin Wiegand Helgo Liebig
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 24.05.2009

TKKG
(65) Sklaven für Wutawia
Erschienen: 1989
Dauer: 38:09


Um eine Wette zu gewinnen, spielen Tim und Klößchen für ein Wochenende Penner. Doch als sie sich unter die Stadtstreicher mischen, werden sie auf eine geheimnisvolle Burg entführt. Dort sind hilflose Menschen eingesperrt, die als Sklaven einer Wahnsinns-Sekte in den südamerikanischen Dschungel verschleppt werden sollen. Droht den beiden Freunden das gleiche Schicksal?

Mein Kommentar: Bei dieser Folge habe ich immer das Gefühl, dass sie einfach nicht fertig ist. Es fängt so vielversprechend an: Tim und Klößchen begeben sich unter die Obdachlosen und erleben dabei ein kleines Abenteuer auf der Wiegand-Party. Und zwischendurch wird andauernd erwähnt, wie sich schattenhafte Gestalten in der Umgebung aufhalten, oder dass jüngst mehrere Jugendliche spurlos verschwunden sind. Und tatsächlich funktioniert das Hörspiel zu 90% perfekt: Spannend, interessant, eine Winzigkeit spukig ist es auch. Doch plötzlich wendet sich das Blatt: Tim und Klößchen wachen auf, begreifen, dass sie als Sklaven verschleppt werden sollen, knocken ihre Wärter im Handumdrehen aus und schon war's das gewesen... Aber was auch immer man noch gemacht hätte: So beendet man eine solche Geschichte nach nicht mal 40 Minuten auf jeden Fall nicht.

Darüber hinaus ist an diesem Fall einiges nicht ganz klar und sogar verwirrend. Paula sagt sinngemäß: "Es gibt hier komische Leute, die auf nett machen, und dann sind sie auf einmal das Allerletzte". Spielt sie auf die Entführer/innen an? Und gehören Präht und die von Hippe zu den Entführern? Oder war das mit dem Hund nur ein gaaanz doofer Zufall, und später auf der Party erzählten Präht und von Hippe von den beiden Jungs, die ihnen den Hund wiederbrachten, und so sahen der Wiegand und die Dalmig eine Chance, zwei neue Opfer zu kassieren? Mir fallen auf Anhieb noch viele weitere Dinge ein, die einfach nicht aufgeklärt werden, aber ich halte es mal kurz. ;) Das Einzige, das geklärt wird, ist, dass Friedhelm, Achim, die Dalmig und der Wiegand der Wutawia-Clique angehören. Bei allem anderen kann man nur spekulieren.

Nun, jetzt habe ich viel gemault und dabei vergessen zu versichern, dass das Hörspiel echt verdammt gut ist. Interessante Grundidee, die spannend erzählt wird. Dazu eine astreine Produktion, die bei den Musiken anfängt und bei den Sprechern und Sprecherinnen aufhört - klarer Fall von >90%-Wertung. Leider nur zerstört das Ende dann rückwirkend so einiges von dieser tollen Atmosphäre. Es bleiben so unglaublich viele Fragen offen, und die Auflösung kommt so unverschämt abrupt, dass man meint, Europa hätte einfach zu sehr das Buch gekürzt. Mitnichten! Denn im Hörspiel fehlen nur kleinere Details aus dem Buch, so dass man wirklich sagen muss: Europa hat aus dem Buch herausgeholt, was möglich war, und das Ganze durch die gute Produktion sogar noch verbessert.

Deshalb sind leider nicht mehr als 70% machbar, und das ist wirklich merkwürdig: ein 1A-Hörspiel, viele undurchsichtige Hinweise und eine spannende Geschichte... ...doch dann ist das Ganze auch schon vorbei, und aufgeklärt wird man fast über gar nichts. Und das wirkt so nachhaltig, dass man die Geschichte nicht versteht und man sich fast darüber ärgert. Schade, Herr Wolf. VIEL Potenzial verschenkt.


Meine Wertung: 70%
(Bemusterung erfolgt)
Cover: Schwarze Pest aus Indien
Rolle Sprecher/in
-Erzähler/in- Günter König
Assessor Alois Keismar Thomas Naumann
Claudia Tümmel Sabine Falkenberg
Direktor Dr. Freund Norbert Langer
Dr. med. Claus Heilmann Manfred Liptow
Elsa Kranig Anne Schermutzki
Gabriele "Pfote" Glockner Veronika Neugebauer
Karl "Computer" Vierstein Niki Nowotny
Kommissar Glockner Edgar Bessen
Norbert Tümmel Lutz Harder
Peter "Tarzan / Tim" Carsten Sascha Draeger
Willi "Klößchen" Sauerlich Manou Lubowski
Rezension vom: 24.05.2009

TKKG
(64) Schwarze Pest aus Indien
Erschienen: 1989
Dauer: 44:34


Der Schularzt erhält ein Päckchen mit tödlichem Inhalt: Bakterien der Schwarzen Pest! Seuchengefahr! Ausgerechnet jetzt wird in der Praxis eingebrochen und der Dieb, Detlef Knobel, nimmt auch dieses Paket mit. Alarm für die ganze Stadt! Natürlich auch für die TKKG-Freunde - und sie machen eine gefährliche Entdeckung!

Mein Kommentar: TKKG sind sozusagen in Höchstform - hörspieltechnisch betrachtet, meine ich. Die Story geht locker-flockig ins Ohr, die Sprüche der TKKG'ler sind weder bieder, noch pseudo-cool, der Fall ist recht glaubwürdig und Gags am Rande gibt es auch nicht wenige. Kostprobe gefällig? Tim spricht mit der Kinokassen-Kassiererin und erklärt ihr, er suche seine Freundin, und beschreibt sie unter anderem mit "pinkige Jacke" und "Donald-Duck-Stimme" - köstlich. Was wohl die Kassiererin über diese (vermeintliche) Beziehung denkt? :)

Interessant ist aber auch, dass Wolf einfach nicht anders kann, und bei weiblichen Charakteren fast immer darauf hinweisen muss, was sie optisch zu bieten haben: Demnach ist Claudia Tümmel "leidlich hübsch" und "etwas drall in der Hüftgegend". Mögen ihre Körperproportionen eventuell ja noch von Nöten sein, falls man nach ihr fahnden sollte, ist es bestimmt nicht wichtig, in welchem Maße sie attraktiv wäre. Zumal das immer auch im Auge des Betrachters läge.

Als Geek-Insiderinfo möchte ich, bevor ich fortfahre, in dieser Sache noch ganz kurz darauf hinweisen, dass Stefan Wolf offenbar ein starkes Faible für den Namen "Claudia" hat/hatte. Erst in der vorherigen Folge gab es eine Claudia, und auch sonst ist dieser Name für weibliche Personen im TKKG-Universum sehr, sehr verbreitet - achtet mal darauf.

So, also nun weiter im Text. Wie oben schon angedeutet, ist der Fall soweit sonst ganz hübsch gemacht. Gut strukturiert, teilweise spannend, und wie in der vorherigen Folge sehr locker in der Atmo. Dann garniere man das Ganze noch mit einer Prise unfreiwilliger Situationskomik (Tim hat z.B. keine Ahnung, warum Alois Keismar ihn nicht leiden könne - ein Schelm, wer Arges dabei denkt, hehe), und fertig ist ein schönes Hörspiel mit sehr solider 78%-Wertung im Gepäck.


Meine Wertung: 78%
(Bemusterung erfolgt)