Die aktuellsten Rezensionen, Seite 26

Cover: ...und der seltsame Wecker30.06.2008

Die drei ???
(12) ...und der seltsame Wecker (Erschienen: 1980)
Dauer: 43:19


Es gibt Wecker, die klingeln, Wecker, die schnarren, Wecker, die Musik ertönen lassen oder einen mit Glöckchengeläut aus dem Schlaf holen. Einen Wecker aber, der einen furchterregend schrillen Schrei ausstösst, haben Justus, Bob und Peter noch nie erlebt. Und ein solches Unding haben sie soeben auf dem Schrottplatz aufgestöbert! Kein Wunder, dass diese seltsame Konstruktion die Neugier und die Phantasie der drei Detektive anstachelt: Wer hat einen solchen Wecker gebaut und warum? Als sie das herauszufinden versuchen, geraten sie unversehens auf die Spur eines raffinierten Kunstraubes. Doch ehe sie ihn aufklären können, gibt es manche harte Rätselnuss zu knacken...

Mein Kommentar: Beim "Wecker" ist der englisch-sprachige Ursprung, und die damit verbundene Übersetzung ins Deutsche, wohl am offensichtlichsten. Denn sonst wäre es wohl nicht zu erklären, wieso man in Amerika so gut über Frankfurt, den Rhein, den Main, Nimmroth, und dergleichen mehr bescheid wüsste! :) Aber ok, war wohl auch nicht anders zu machen, sonst hätte man ohne die Übersetzungen nur schwerlich die Rätsel auch selbst lösen können. Für die Atmosphäre anmerken muss ich das aber dennoch, denn alles in allem bleibt es halt auch eine Spur unglaubwürdig.

Schade auch, dass zwei große Rätselabschsnitte erst gar nicht erläutert werden, und dass beim ersten Rätsel eine Passage in der Zentrale vorkommt, in welcher Justus, Peter und Bob in nur wenigen Minuten und ohne Fehlversuche die Lösung zusammensetzen. Andererseits sind all diese Dinge nun mal fast schon zwingend nötig: die Übersetzung ins Deutsche und die Kürzung für das Hörspiel (damals waren Laufzeiten von 40-45 sehr üblich, damit die Hörspiele auch auf Vinyl passten!). Daher ist es eigentlich nicht so ganz fair, all diese Punkte zu dieser Kritik heranzuziehen, oder doch?

Doch! Ich finde, bei allem Spaß, den das Hörspiel macht, dass es sich nun mal nicht abstreiten lässt, dass all das etwas merkwürdig anmutet und diese "Wir sind in Amerika-Hörspielwelt" beeinträchtigen - wenigstens die beiden Rätsel hätte man vielleicht einbauen und ein Hörspiel mit 2 Tonträgern daraus machen sollen.

ABER dafür ist die Produktion selbst sehr gut, und auch die Sprecher/innen sind es (obwohl Frau Pichler mir eine Spur ZU freakig wirkt). Ansonsten aber bietet der schreinde Wecker alles, was man von den drei ??? erwartet: Abenteuerstimmung, merkwürdige Rätsel, Recherchen, Knobeleien, Recherchen und nochmals Recherchen...

Die Neuauflage dieses Hörspiels gefällt mir soweit gut, ist aber stellenweise ein Tüpfelchen zu düster und modern: Der tolle Flair der Geschichten und die noch sehr jungen Stimmen der drei Protagonisten passen einfach nicht so wirklich dazu. Ich verbleibe somit bei 75% für die Erstauflage und bei 72% für die Neuauflage.

Meine Wertung: 75%
Cover: ...und das Gespensterschloß17.06.2008

Die drei ???
(11) ...und das Gespensterschloß (Erschienen: 1980)
Dauer: 46:15


Alfred Hitchcock hat zur Klärung unwahrscheinlicher Ereignisse Helfer bekommen: Die drei ???, hinter denen sich die jungen Detektive Justus, Peter und Bob verbergen. Wer könnte ein Interesse daran haben, den Spuk im Schloss zu veranstalten? Wer möchte unbedingt Besucher vom Schloss fernhalten? Zusammen mit seinen Freunden versucht Justus dem Geheimnis auf die Spur zu kommen. Werden sie es schaffen, sich als jüngste Detektei ihre Sporen zu verdienen? Wird es ihnen gelingen, das Geheimnis des Gespensterschlosses aufzuklären?

Mein Kommentar: Mit dem Gespensterschloss fing es alles an! :) Zumindest als Buch - Europa änderte ja damals die Reihenfolge der ersten Geschichten nach eigenem Gusto. Hier wird erklärt, wieso Die drei ??? Alfred Hitchcock kennen, warum Morton ihr Chauffeur ist, und noch so einiges mehr... Leider wird nicht erklärt, wie Terril durch seine Wellensittich-Zucht ein Schloß unterhalten kann - SO einträglich ist das ja nun auch wieder nicht, oder wieso er als Jonathan Rex weder lispelt noch eine hohe Fistelstimme hat, obwohl Terril und er doch ein und derselbe sind. Zwar wird zumindest dieser letzte, sehr wichtige Aspekt im Buch geklärt, doch für das Hörspiel darf ich das ja nicht unbedingt als Maßstab nehmen. Schliesslich erwarte ich als Hörer, dass keine Fragen offen bleiben - und diese hier geht mir schon ein wenig auf den Zeiger. :)

Dennoch: hätte man das im Hörspiel etwas anders gelöst - oder einfach (wie im Buch) erklärt! -, würde es die eigentlich Atomsphäre nicht großartig ändern. Denn sieht man über das Lispel-Problem hinweg, und auch darüber, dass Wellensittiche nun mal keine Goldesel sind, ist diese Folge klasse. Spannend (Musik und Soundeffekte!), für Kinder sogar ein kleiner Touch von Grusel, und massig Recherchen... Da gibt's nichts dran zu rütteln - zu recht ein Klassiker.

Trotzdem will ich fair sein, und werde daher für die veränderte Reihenfolge (bei keiner anderen Folge fällt das so schwer ins Gewicht!), die Hitchcock-/Morton-Einführungs-Rationalisierung, und die kleinen Verständnislücken, 15% der Traumwertung abziehen; was im Endergebnis 85% für die Alt- und die ungeschnittene Neuauflage macht.

Meine Wertung: 85%
Cover: ...und die flüsternde Mumie17.06.2008

Die drei ???
(10) ...und die flüsternde Mumie (Erschienen: 1980)
Dauer: 49:53


Alfred Hitchcock und seine Freunde, die drei jungen Detektive Justus, Peter und Bob (Firmenzeichen ???), sind davon überzeugt: Eine Dreitausendjährige Mumie kann nicht flüstern. Aber die Mumie, die im Besitz des berühmten Ägyptologen Professor Yarborough ist, flüstert dennoch, und zwar in einem altägyptischen Dialekt, den niemand verstehen kann. Die drei ??? sind entschlossen, das Geheimnis zu lösen, auch wenn der Fluch der Mumie sie treffen sollte. Ein grosser und ein kleiner Libyer, eine abessinische Katze zuviel und Diebe aus Beruf und Leidenschaft legen ihnen dabei allerhand Schwierigkeiten in den Weg. Ob dieser Fall nicht doch zu kompliziert für die drei ??? ist?

Mein Kommentar: Ich mag dieses Hörspiel sehr gern. Es gibt zwar einige Kleinigkeiten, die bei genauerer Betrachtung etwas komisch erscheinen (Warum weiss der Professor nach Jahren der Expertise, und vorallem als Spezialist, immer noch nicht das Alter der Mumie? Wieso all der Familien-Reinlege-Zauber von Freeman, wenn er die Mumie sowieso stehlen lässt?), dennoch bietet die flüsternde Mumie alles, was man von den drei ??? möchte: Action, Spannung, Ermittlungen, Recherchen...

Ich kann hier, bis auf die schon erwähnten Kleinigkeiten eigentlich nichts großartig Negatives an dieser Folge finden. Mit Ausnahme des Alexander Körting, der so furchtbar abgelesen seine Sätze vorträgt; mich erinnert er immer an meine Schulzeit, wenn jemand aus der Klasse eine Geschichte vorlesen sollte. Dafür entschädigt Karl-Walter Diess wieder einiges! Seine Interpretation von Professor Yarborough finde ich hervorragend gelungen. Herrn Diess sollte Europa sich sowieso wieder öfter ins Studio holen - mal so als Anregung für Frau Körting, wenn sie für die nächsten Hörspiele Rollen zu besetzen versucht! :)

Ganz toll sind auch die Sounds und Musiken dieser Folge! Sowohl Alt als auch Neu (übrigens: ungekürzt!) vermitteln sofort ein "Ägypten-Feeling", sind nicht zu düster oder zu fröhlich - es passt genau richtig. 89% für beide Auflagen - ganz einfach! :) Hätte noch mehr sein können, aber Alexander Körting und diese kleinen Logiklöcher haben nun mal auch ein gewisses Gewicht...

Meine Wertung: 89%
Cover: Trainer unter Verdacht16.06.2008

Ein Fall für TKKG
(158) Trainer unter Verdacht (Erschienen: 2008)
Dauer: 54:40


Fußballtraining und Strandtage an der Nordsee, so lautet der Plan von TKKG für die Ferien. Während die Sportskanonen Tim und Gaby im Fußballcamp der Nachwuchskicker schwitzen, wollen Karl und Klößchen richtig ausspannen. Doch irgendetwas liegt in der Luft! Was treibt der Fußball-Profitrainer auf der Yacht in der Bucht? Welche seltsamen Pillen verabreicht er heimlich an Nachwuchstalente? TKKG ermitteln und stoßen auf ein Geflecht von Diebstählen, Erpressung und - ein schwimmendes Labor!

Mein Kommentar: Die 158 zeigt, dass es durchaus möglich ist, TKKG wieder ein wenig klassischer zu machen. Karl und Klößchen haben einen sehr großen Sprachanteil - Niki Nowotny und Manou Lubowski klingen nicht so affektiert oder abgelesen, wie ja leider so oft in den letzten TKKGs -, und sie tragen sogar recht maßgeblich zur Lösung des Falles bei, indem sie selbst auch mal ihre Schnüffelnasen in die Welt halten. Tim ist hier weder Sprachrohr für alle, und er ist auch nicht derjenige, dem die Erwachsenen zu Füßen liegen. Sogar Gaby ist angenehm zu vernehmen: Kein Gequieke, kein Gejammer nach Tim, weil sie in Gefahr ist... Und Tim selbst macht auch keinen auf Junior-Macho, - seine sehr kleine Kampfszene ist sogar recht realistisch!

Nicht gefallen will mir jedoch das Trend-Thema Fussball als Rahmen, dass Tim natürlich wieder eine der Fussballer-Hoffnungen für seine Mannschaft darstellt, und dass der Fall selbst wenig Substanz besitzt. Denn die erste Hälfte des Hörspiels ist eher seichte Unterhaltung, die weitläufig den Fall vorbereitet, aber ihn nicht wirklich voranbringt (sogar die kleine Nebensache, in der Klößchen traurig-sauer wegläuft, weil TKKG nicht gemeinsam die Ferien verbringen kann, hätte durchaus sehr interessant zu hören sein können, war's aber leider nicht!). Plötzlich aber wird man Zeuge, wie ein Trainer merkwürdige Pillen austeilt, zack, ist man praktisch mittendrin - und nur etwa 20 Minuten später ist die Sache gelaufen. Bei einem Verhältnis von fast 55 Minuten Laufzeit ein eher unausgewogenes Spannungsmoment.

Die Sprecher/innen-Cast gefällt mir gut - unter anderen Volker Bogdan und Anja Topf -; alle machen einen guten Job. Es ist schade, sehr schade, dass die Story den sonst eigentlich guten Gesamteindruck (Sprecher/innen, Rollen und Rollenverteilung) sehr hemmt: Reise ins Fussball-Camp, Trainer gibt Pillen, Showdown auf dem Schiff, Ende... Die Produktion und ihre Beteiligten ist wirklich gelungen, nur die Story ist ein Beinahe-Vakuum, vorallem, weil der Titel "Trainer unter Verdacht" suggeriert, wie es wohl ausgeht. Wenn beim nächsten TKKG-Hörspiel jetzt noch der Fall für sich stimmt, ist ganz gewiss eine Prozentwertung von 80+ drin; aber hier kann ich leider nur gute 69% geben.

Meine Wertung: 69%
Cover: Hexenjagd in Lerchenbach13.06.2008

Ein Fall für TKKG
(18) Hexenjagd in Lerchenbach (Erschienen: 1982)
Dauer: 41:10


Helga Götze ist Biologie-Lehrerin und bei den Kindern sehr beliebt. Doch die Einwohner von Lerchenbach halten sie für eine Hexe, weil sie Schlangen und Spinnen als Haustiere hält. Eine wilde Hexenjagd setzt ein, die von einem Unbekannten gesteuert wird, der Helga Götze haßt. Warum, das müssen die TKKG-Freunde herausfinden! Tarzan, Karl, Klößchen und Gaby forschen beharrlich weiter, bis sie das Geheimnis enträtseln und Helga Götze helfen können.

Mein Kommentar: Diese Folge ist nicht übel! Das Buch ist zwar besser, aber auch das Hörspiel weiß sehr schön zu gefallen! Trotzdem gibt es hier ein paar komische "Fehler". Die Szene, in der Tarzan die kleine Bärbel entdeckt, diese mitnimmt in den Garten um ihr ein paar Erdbeeren zu geben und um sie den anderen vorzustellen, beinhaltet einen merkwürdigen Stimmenwechsel. Die Person, die Helga Götze spricht, wird für zwei Sätze kurz ausgetauscht. Die andere Frau sagt die folgenden Sätze: "Dich kenn' ich doch, du wohnst am Ortsanfang, neben der Schmiede, nicht wahr? Und deine Mutti arbeitet im Gasthaus."... Daraufhin antwortet Bärbel und Helga spricht weiter, diesmal allerdings wieder mit der "normalen" Stimme. Achtet mal darauf!

Zweitens: Es ist völlig unlogisch für den Hörer, weshalb der Jocher-Sohn ständig auf die Briefumschläge schaut. Im Buch wird das schön beschrieben, und man liest dort auch, dass Harry (Jocher), nicht für die Briefumschläge verantwortlich ist, sondern "nur" für den Einbruch. Bleibt drittens noch, dass der Erzähler sich einmal verspricht und Lerchenberg statt Lerchenbach sagt, und viertens, dass natürlich Jens Wawrczek und nicht Thorsten Lange den Max Jocher spricht! :) Das alles ist auch in der Neuflage so; nur dass im Gespräch zwischen Tarzan, Gaby und Helga Götze geschnitten wurde, wie Helga sich "bedankt", weil Tarzan dem Jocher-Junior eine geklebt hat.

Ansonten fehlt eigentlich nichts. Auch fehlt nicht das eigentliche Feeling durch die neue Musik; doch der Bohn-Klang gefällt mir einen kleinen Tick besser. Das macht 79% für die Erstauflage, und 78% für die Neuauflage.

Meine Wertung: 79%
Cover: Die Doppelgängerin13.06.2008

Ein Fall für TKKG
(17) Die Doppelgängerin (Erschienen: 1982)
Dauer: 41:38


Inge ist 16 Jahre alt und das Kind armer Eltern. Durch Zufall gerät sie an einen riesigen Schatz: Zwei seltene Briefmarken, die 400.000 DM wert sind - gestohlen von zwei Dieben! Inge vertraut sich dem TKKG an. Doch bevor die vier vom TKKG etwas unternehmen können, versucht einer der Diebe, Inge zu entführen. Aber er verwechselt sie mit einer Klassenkameradin: Bärbel ist Inges Doppelgängerin, ihre Eltern sind Millionäre. Eine gefährliche Aufgabe für die TKKG-Freunde, das Mädchen zu befreien und Inge zu helfen...

Mein Kommentar: Etwas verwirrend ist, finde ich, dass die Tatsache, dass Inge und Bärbel Doppelgängerinnen sind, sich zu spät auf die Geschichte auswirkt. Erst gegen Ende der Geschichte ist es für den Hörer interessant, weshalb die beiden sich so ähnlich sehen! Aber, das ist im Buch auch so. Ansonsten gibt es nichts zu meckern. Tolle Sprecher/innen, gute Story - abgesehen, von der (aber erst in späteren Folgen) immer wiederkehrenden Idee, dass eine große Ähnlichkeit oder Zwillingsgeschwister Missverständnisse aufkommen lassen. ;)

Schade nur, dass in der Neuaufnahme nicht die Chance genutzt wurde, den "Sprecherwechsel-Fehler" während des Erpressungstelefonats mit Inges Vater, zu beseitigen. Inges Vater fragt den Anrufer, was er will, und dieser antwortet "Helfen!" - und hier spricht merkwürdigerweise jemand anderes dieses Wort, bevor dann der eigentliche Sprecher weitermacht. Warum hat man das nicht behoben?

Nicht, dass das ein großes Problem wäre, nein, aber wenn desöfteren in anderen Neuauflagen-Hörspielen ohne ersichtlichen Grund einfach so Sätze geschnitten werden, wieso dann nicht diesen Schnitt von damals korrigieren? Ansonsten gefällt mir die Neuaufnahme aber sehr gut. Die Musik ist passend gewählt, und verändert den Charakter der Folge nicht. Alt und Neu erhalten daher gute 81% von mir!

Meine Wertung: 81%
Cover: X7 antwortet nicht13.06.2008

Ein Fall für TKKG
(16) X7 antwortet nicht (Erschienen: 1982)
Dauer: 42:57


Auf einer Radtour entdecken die vier TKKG-Freunde zunächst drei finstere Gestalten und dann vier gefährliche Mörsergranaten. Als die vier Freunde versuchen, den Verbrechern auf die Spur zu kommen, geraten sie an ein Ganoven-Pärchen. Schließlich wird eines klar: Unbekannte planen einen großen Überfall auf den Geldtransport (Betriebscode X7). Fast eine Million steht auf dem Spiel! Eine aufregende Jagd nach der riesigen Beute beginnt und die TKKG-Freunde stecken mittendrin.

Mein Kommentar: Sehr gute Story, keine Störfaktoren, und auch sonst nur ganz wenige TKKG-Stereotypen. Das Einzige, was mich stört, ist, dass Gaby natürlich "keinen falschen Alarm macht, weil ihr Vater Kommissar Glockner ist"; aber ok, sooo schlimm ist das auch wieder nicht. Wirklich schade bei dieser TKKG-Geschichte ist eigentlich nur, dass sehr viel interessanter Stoff geschnitten wurde; die Zusammenhänge mit den beiden Ganoven-Teams, die sich gegenseitig eins auswischen wollen, etc., fehlen im Grunde völlig, sondern wurden nur so nebenbei eingeflochten. Auch der Aufenthalt im Freizeitpark hätte ruhig ein wenig ausgedehnt werden dürfen. Trotzdem ein sehr gutes TKKG-Hörspiel, denn es bleiben trotzdem keine Logiklöcher oder offenen Fragen - und spannend ist das Ganze auch vertont worden.

In der Neuauflage wurde im Vergleich zur Erstauflage nicht wirklich viel geschnitten, aber doch ergibt das Ganze eigentlich nicht viel Sinn. Beispielsweise der kleine Part, in dem Robert Ute auffordert, doch fester zuzuschlagen, wurde entfernt; Ute haut ihn einfach sofort K.O. - ansonsten wurden nur 2-3 Kleinigkeiten zwischendurch entfernt, die wirklich kaum auffallen. Dafür gefällt mir in der Neuauflage das Gesamt-"bild" viel besser. Natürlich ist es eine kleine Umstellung, dass die Musiken jetzt andere sind, aber das Feeling wird durch die Non-Bohn-Sounds sehr gut in Szene gesetzt. Wirklich toll gemacht; gefiel mir schon nach zweimaligem Hören besser, als das "Original" von 1981. 82% = Alt, 84 für Neu!

Meine Wertung: 84%
Cover: Ufos in Bad Finkenstein24.05.2008

Ein Fall für TKKG
(15) Ufos in Bad Finkenstein (Erschienen: 1982)
Dauer: 47:19


Vergebens warten Tarzan und Gaby auf ihre Schulfreundin Kathie. Tarzan findet sie schließlich bewußtlos und kahlgeschoren in einem dunklen Park. Eine heiße Spur führt die TKKG-Freunde nach Bad Finkenstein. Dort ist der Teufel los: Das Ufo-Fieber hat die kleine Stadt gepackt. "Fliegende Untertassen" werden gesichtet, UFO's sind gelandet, "Roboter" aus einem "Weltraumschiff" verschleppen den Forscher Professor Oberthür. Der ganze Ort gerät in Panik. Spinnerei oder gefährliche Bedrohung aus dem Weltall? Die TKKG-Bande will die Wahrheit herausfinden...

Mein Kommentar: Ich mag diese Story. Sowohl als Buch wie auch als Hörspiel. Toll geschrieben und auch toll vertont. Theoretisch hätte das hier sogar fast ein ???-Fall sein können, wenn man das Ganze ein wenig erwachsener aufgezogen hätte, denn das seltsame der Vorkommnisse und die Auflösung derselben ist Herrn Wolf wirklich gut gelungen. Nur die Zufälle sind ein bisschen zu viel des Guten. Der Aufkleber hätte wirklich jedem der Finkensteiner aus der Tasche fallen können, wieso soll der Haarjäger deshalb also unbedingt aus Finkenstein kommen?

Und wenn es angeblich soviele Menschen gibt (wie Wolf ja im Namen von Klößchen verlautbaren lässt), die "reinen" Knoblauch zu sich nehmen, wieso weiss Tarzan dann, dass man das nur durch den Konsum von Koblauch-Pillen hinbekommt und dass der Täter dann wohl "gewaltige Mengen vertilgen muss"? Woher weiss Tarzan, wie intensiv, je nach regelmäßig konsumierter Menge, ein Knoblauchatem riechen muss?

Im übrigen mal wieder typisch für Wolf, dass er "Mädchen minus lange Haare gleich vermutlich unansehnlich" unbedingt noch reinnehmen musste. Müssen Frauen und Mädchen denn immer einem Klischee entsprechen? Schade auch, dass in der Neuauflage eine Tonschwankung zu hören ist: "...so dicht, dass Tarzan die Berührung an den Ziehrnähten seiner Jeans spürte." (auf der CD Track 3, bei ca. 4:50). Dort wird der Ton plötzlich höher. Leider so deutlich, dass es wirklich etwas irritiert und man aus der "Hörspielwelt gerissen" wird und zu einem Punktabzug führen muss. Dafür wurden aber nur zwei, drei kleine Sätze gestrichen - allerdings fehlt im Teil wo die beiden Ganoven besprechen, dass Ute hinter ihnen fährt und sie jetzt aussteigen, völlig! :) Ich vergebe daher 83% für Alt und 80% für Neu!

Meine Wertung: 83%
Cover: Der Schlangenmensch24.05.2008

Ein Fall für TKKG
(14) Der Schlangenmensch (Erschienen: 1982)
Dauer: 46:14


In der Klasse 9b der TKKG-Freunde erzählt die 14jährige Anke eine seltsame Geschichte: ihr Vater wird von Verbrechern erpreßt. Weil sie Angst hat, die Polizei zu verständigen, bittet sie die vier vom TKKG um Hilfe. Sie verfolgen die Spur eines Einbrecher-Königs und lernen dabei drei eigenartige Männer kennen: Einen Schloßherrn einen Antiquitäten-Sammler und einen Adligen. Was verbindet diese drei mit dem Einbrecher-König? Fragen, die Tarzan und seine Freunde erst nach vielen Abenteuern beantworten können.

Mein Kommentar: Diese Folge hat Kultstatus, denn der gute Otto Karpf mit seinen Schimpfworten herrscht mächtig ab. Wunderbar, was Manfred Steffen (als Karpf) hier ablieferte. Schrullig und selbstgerecht bis zum geht nicht mehr; ganz großes Ohrenkino, Herr Steffen. Auch der Rest kann sich sehen und hören lassen, auch, wenn die Rollen nicht ganz so schrullig sind: Karl-Walter Diess, Ursula Sieg, Harald Pages, Ferdinand Dux, Günther Flesch, Josef Dahmen und z.B. auch eine noch sehr junge Anika Pages. Die erste Liga der Europa-Riege, ganz eindeutig.

Die Story selbst ist auch nicht übel, da hat Herr Wolf sich wirklich was einfallen lassen. Allerdings stört mich gewaltig, dass der Graf einen sehr wichtigen Brief einfach rumliegen lässt, und einen anderen, fast noch wichtigeren Brief (den mit den Einbruchsinstruktionen), Tarzan mitgibt. Da wäre es mir abenteuerlicher und passender gewesen, Tarzan hätte heimlich ein Telefongespräch erlauscht, oder sowas. Dennoch, ansonsten eigentlich toll gemacht und nichts weiter zu meckern. Der Vergleich zwischen Alt und Neu fällt gleichmäßig aus; 81% für beide Fassungen. Der gute, alte Bohn-Erstauflagen-Sound gibt der Geschichte ihren tollen Jugendbande-Touch, und die Neuauflage punktet musikalisch dafür mit guter Atmosphäre und länger nicht mehr gehörten Europa-Sounds.

Leider wurde wie immer so häufig etwas gekürzt. Doch wo es oft nur 1-2 eher belanglose Sätze sind, fehlt hier Karls Erklärung, wer Chnum, Osiris und Co. waren, doch dafür wurde natürlich wieder die für Wolf typische Männer-besser-als-Frauen-Seitenhieb dringelassen; umgekehrt wär's mir lieber gewesen. ;) Ich vergebe gute 81% für beide Produktionen.

Meine Wertung: 81%
Cover: Die Bettelmöche aus Atlantis24.05.2008

Ein Fall für TKKG
(13) Die Bettelmöche aus Atlantis (Erschienen: 1982)
Dauer: 49:24


Fünf Jugendliche verschwinden auf geheimnisvolle Weise aus der Stadt. Haben sie sich den unheimlichen Bettelmönchen angeschlossen, die in einem abgelegenen Landhaus leben und in der Gegend ihr Unwesen treiben? Auch die TKKG-Freunde tappen, trotz aller Versuche, das Geheimnis zu lüften, im Dunkeln. Sie können nicht ahnen, dass ihnen ein Alptraum aus einem bösen Märchen bevorsteht...

Mein Kommentar: Ebenfalls ein Knaller, in dem beinahe nichts aus dem Buch-Original fehlt! Die Dauer von über 49 Minuten lassen jedenfalls keine Langeweile aufkommen! Da gibt's wirklich nicht viel zu schreiben. Der Fall ist soweit schlüssig; wenn man von einer Sache absieht, die den Fall eigentlich schnell beendet hätte. Herr Widmann wird von den Mönchen niedergeschlagen, und diese schiessen selbst auf die Täfelung. Doch was ist eigentlich mit den Fingerabdrücken an der Tatwaffe!? Selbst, wenn die Mönche diese abgewischt hätten, wäre es doch SEHR merkwürdig, dass Herr Widmann schiessen würde und dann schnell noch seine Waffe abputzt, bevor er zu Boden geht, oder nicht? OK, die Mönche hätten seine Fingerabdrücke nachträglich wieder an das Gewehr mogeln können, aber dies alles wurde nicht in der Geschichte berücksichtigt!?

Wenn man diesen Patzer sozusagen ausblendet und vergisst, ist der Fall aber wirklich toll gemacht und bietet auch kaum Anlass zur Kritik. Die Produktion selbst ist ebenfalls typisch Europa. Gute Sprecher, auch, wenn der gute Herr Dux eine Doppelrolle sprechen muss. Naja, durch den Dialekt fällt es aber nicht unbedingt auf. :)

Die Neuauflage gefällt mir sogar noch einen Tick besser, als die Erstauflage, die Musik ist wirklich schön stimmig. Ein kleinwenig irrtierend ist allerdings, dass der Sprecher des Polizisten in der Neuauflage plötzlich wechselt, nachdem er Tarzan zur Seite bittet, denn das tut sie in der Erstauflage nicht. OK, man könnte argumentieren, dass halt ein anderer Polizist weiterspricht, aber als jahrelanger Höher der Erstauflage stört das ein ganz kleines bisschen. Wenigstens wurde nichts geschnitten. Dafür aber wurde das Lachen der Schulklasse "...quer durch Afrika locken" gegen ein anderes ersetzt. Bleiben 91 Prozent für die Erstauflage und 92% für die neue Fassung der "Bettelmönche".

Meine Wertung: 92%
Cover: ...und die rätselhaften Bilder24.05.2008

Die drei ???
(9) ...und die rätselhaften Bilder (Erschienen: 1979)
Dauer: 45:25


Allzu viel ist es ja nicht, was der alte Maler Joshua Cameron hinterlassen hat - und obendrein blieb er die Miete schuldig! Aber ein merkwürdiger Kauz muss er gewesen sein: zeigen doch die 20 numerierten Ölbilder aus seinem Nachlass alle dasselbe Motiv, nämlich sein Wohnhaus. Dies und die Tatsache, dass sich nicht nur eine Gräfin und ihr Verwalter, sondern auch mehrere Unbekannte und ein Kunsthändler auffällig für die Bilder interessieren, bringen die drei ??? auf den Plan. Sind die Gemälde vielleicht doch nicht ganz so wertlos? Vielleicht besteht da auch irgendein Zusammenhang mit den wirren Worten, die Cameron vor seinem Tod im Fieber gestammelt hatte... Während Justus, Peter und Bob ermitteln, versucht ihr alter Rivale Skinny Norris, ihnen Steine in den Weg zu legen. Das wird am Ende für ihn selbst gefährlich. Nur gut, dass Justus rechtzeitig eine Erleuchtung kommt!

Mein Kommentar: Guckt man in Foren, wird diese Folge ohne Zweifel sehr gemocht und gleichzeitig aber auch für so manchen Logikfehler liebevoll kritisiert: Hier stimmt etwas nicht mit dem Buch überein, dort ergibt einiges nicht so wirklich eine Sinn... Nur verklärte Worte einiger Die-Hard-Fans!? Ich weiss nicht recht, aber es stimmt tatsächlich. Wenn man länger drüber nachdenkt, ergibt nur das Buch wirklich ein rundes Bild; das Hörspiel ist ein wenig zu straff und daher fehlen vielleicht ein paar Details. Das heisst nicht, dass dieses Hörspiel durch und durch unsinnig ist, nein, nein, aber so ein paar Dinge bleiben irgendwie offen, wenn man sich genauer damit befasst.

Dass dieses Hörspiel dennoch so gelungen ist, liegt an vielerlei Dingen: der Buchvorlage, der guten akustischen Umsetzung, dem Bohn-Sound-Charme und den Sprechern und Sprecherinnen: Andreas von der Meden, Gisela Trowe, Joachim Wolff, Oliver Mink, Karin Lieneweg, Horst Frank, Werner Cartano... Hervorragend. Wenngleich ich der Regie auch Eins auf den Deckel geben muss! An manchen Stellen merkt man deutlich, dass diverse Passagen einzeln eingesprochen und später zusammengeschnitten wurden. Beispielsweise: Als De Groot Justus fragt "Wie ist datt che-wes-t?" (Wie ist das gewesen?), klingt es viel mehr so, als frage er nicht, ob er soeben richtig hörte, was Justus sagte, sondern es klingt, als sage er diesen Satz einfach so in die Luft. Mich jedenfalls stören bei allem Hörgenuss, den mir die rätselhaften Bilder bereiten, diese Unvollkommenheiten schon ein bisschen.

Hinzu kommt, dass in der Neuauflage eine viel zu düstere Stimmung suggeriert wird! Der Fall selbst ist eigentlich auf eine detektivische Art und Weise spannend, doch bei der Neuauflage klingt es manchmal, als warte irgendwo ein besonderes Unheil, und als sei es nur noch eine Frage der Zeit, bis es in Erscheinung tritt. Geschnitten wurde dafür aber nichts! ;) 81% für Alt, 77 für Neu!

Meine Wertung: 81%
Cover: ...und der grüne Geist24.05.2008

Die drei ???
(8) ...und der grüne Geist (Erschienen: 1979)
Dauer: 50:31


Merkwürdig, dass an diesem Abend anscheinend nicht nur Bob und Peter zufällig das Haus des längst verstorbenen Mathias Green besichtigen, das abgerissen werden soll. Mehr als merkwürdig, nämlich höchst gruselig, wenn dann plötzlich ein grün schimmernder Geist erscheint, was ausser den beiden immerhin sechs ausgewachsene Männer (oder waren es sieben?) bezeugen können. Justus dagegen findet den Bericht seiner Freunde weder sehr merkwürdig noch sehr gruselig, sondern sehr verdächtig - und schon bald stecken die drei ??? in den Ermittlungen zu einem neuen Fall. Bald stellt sich heraus, dass irgendjemand hinter einer wertvollen Perlenkette her ist, die in dem Abbruchhaus gefunden wurde. Sie ist dem Unbekannten sogar eine Entführung wert, wie Bob, Peter und ein neuer Freund am eigenen Leibe zu spüren bekommen. Doch Justus wäre nicht Justus, käme ihm nicht gerade rechtzeitig die rettende Erleuchtung...

Mein Kommentar: Eine der Folgen, die gemeint ist, wenn man als Fan der ersten Stunden schreibt, dass die ersten 30 Folgen einfach die Besten der Reihe waren. Das hier ist nämlich one of Arthurs finest, interpretiert von Körting und Francis. Was kann da schon schief gehen? ;) Natürlich bleibt das Merkwürdige hinter den Geisterperlen, die angeblich das Leben verlängern können. Denn wie bitte sollen solche Dinge möglich sein? Dies wird zumindest im Hörspiel nicht geklärt (ich kenne das Buch leider nicht), sondern einfach als gegeben und scheinbar normal hingenommen.

Und die typischen Übertreibungen mit der Phonetik der Buchstaben L und R für "Hörspiel-Chinesen" werden natürlich auch hier vollkommen ausgelebt. Stellenweise nerven Lee und Wong schon ein wenig. Naja, ist wohl von der Regie so gewollt, denn die Liste der Sprecher/innen ist mal wieder 1A: Kubach, Kehlau, Frank, von Klipstein, Pichler, Brönneke, Endemann... einfach wunderbar! Gibt also wirklich nicht viel zu meckern.

Schöne, fette 90% für Erst- und Neuauflage. Geschnitten wurde bei Neu nichts, soweit mir das jetzt auffiel. Natürlich wurden viele Musiken ausgewechselt, aber das mit soviel Bedacht, dass das Feeling gut rüberkommt.

Meine Wertung: 90%
Cover: Fußballfieber09.05.2008

Die drei ???
(123) Fußballfieber (Erschienen: 2008)
Dauer: 1:01:17


Peter, der Zweite Detektiv, trainiert begeistert für die kalifornischen Schulfußballmeisterschaften. Zur gleichen Zeit erscheint ein Junge auf dem Schrottplatz und bittet die drei ??? um Hilfe: Im Haus seiner Großeltern geschehen unheimliche Dinge und die beiden alten Leute sind überzeugt, dass sie es mit den schrecklichen Vorzeichen des Todes zu tun haben. Als Justus, Peter und Bob die Ermittlungen aufnehmen, ahnen sie nicht, welche Gefahren noch auf sie zukommen werden...

Mein Kommentar: Hmmm, an den ???-Geschichten von Marco Sonnleitner scheiden sich ja oft die Geister. Und ich muss zugeben, dass ich mir hier auch nicht sicher bin, was ich davon halten soll. Die Idee, rund um den Glauben an übernatürliche Dinge und Prophezeihungen eine Manipulation auszunutzen, ist eigentlich nicht schlecht; ich hatte die ganze Zeit keine Idee, was die "Täter" beabsichtigen könnten, obwohl der Titel der Folge verrät, dass es was mit Fußball zu tun haben muss.

Es hapert, finde ich, aber irgendwie am Aufbau. Es kommt zunächst die typische Einleitung und die ??? bekommen ihren Fall. Dann passieren am laufenden Band merkwürdige Dinge, ohne, dass man den Lesern/Höhern Anreize nennt, was los sein könnte, oder wozu der Budenzauber veranstaltet wird. Am Ende ist das selbstverständlich wirklich schlüssig, und alles wird klar. Aber es ist unbefriedigend, die ganze Zeit über nicht mitraten, sondern nur zuhören zu können. Dafür ist die Produktion typisch Europa: akustisch gut in Szene, die Sprecher sind allesamt toll gewählt. Hin und wieder aber wurden einige Dialoge unnötig in die Länge gezogen; hier hätte Herr Minninger etwas gekonnter zu Werke gehen können.

Hinweisen möchte ich aber noch auf Tobias Schmidt in der Rolle Emiliano. Stellenweise klingt er zu affektiert und isoliert, und man hört die "künstliche" Umgebung mit Mikrofon im Studio förmlich heraus. Dafür sind unter anderem noch drei sehr bekannte Spitzenkräfte im Billing: Ben Hecker, Ingeborg Christiansen und Michael Harck (im Inlay ungenannt und auch nur ganz kurz am Ende). Alles in allem bin ich mit Fußballfieber zufrieden, und glaube, dass 70% eine faire Wertung darstellen.

Meine Wertung: 70%
Cover: Nachts, wenn der Feuerteufel kommt06.05.2008

Ein Fall für TKKG
(12) Nachts, wenn der Feuerteufel kommt (Erschienen: 1982)
Dauer: 39:57


Seit Monaten jagt die Polizei ohne Erfolg ein Phantom, das Wochenendhäuser, Gasthöfe, Scheunen und Lokale niederbrennt. Auch die TKKG-Bande nimmt die Spur auf. Doch die Zahl der Verdächtigen ist groß. Wer ist der Feuerteufel? Tarzan, Karl, Klößchen und Gaby werden ihn entlarven.

Mein Kommentar: Ich finde sowohl dieses Hörspiel als auch seine Buchvorlage wirklich brilliant! Zwar ist die Sprecherliste nicht immer namenhaft, dennoch findet man hier Größen wie Stefan Brönneke (unter dem Alias Norbert Reichling), Klaus-Peter Kähler, Horst Stark oder Lutz Schnell. Leider wird der Stadtstreicher Mataschke nicht aufgeführt (Karl-Heinz Gerdesmann) - der ist absolute klasse: Er spielt seine Betrunkenheit ohne Overacting und das leichte Stottern klingt ebenfalls authentisch.

Ansonsten hat Wolf hier eines seiner Glanzstücke präsentiert. Kein Kommissar Zufall, kein Tarzan-haut-sie-alle-platt (naja, gut, die Rockerszene), es wird ermittelt, es gibt viele Tatverdächtige, das Ende ist eigentlich nicht vorhersehbar... Was soll ich noch schreiben? Einfach SPITZE!

Die Erstauflage ist schon immer in meinen Top 5 vertreten, denn auch die Bohn'sche Musik tut ihren Teil dazu, dass das Gesamtbild noch runder wird, als es ohnehin schon ist. Auch in der Neuauflage gefällt mir die Musik super; immer genau richtig gemischt, nur hier und dort eine Spur zu modern. Vergebe volle 90% für alte und neue Auflage; die obendrein auch noch unbeschnitten ist! ;)

Meine Wertung: 90%
Cover: Die Falschmünzer vom Mäuseweg06.05.2008

Ein Fall für TKKG
(11) Die Falschmünzer vom Mäuseweg (Erschienen: 1982)
Dauer: 40:15


Wie man ohne Arbeit zu Geld kommt - das ist der Traum einer Bande jugendlicher Handtaschenräuber. Um diesen Traum zu verwirklichen, scheut die Bande vor keiner Straftat zurück. Aber erst als sie sich mit den Falschmünzern vom Mäuseweg zusammentut, scheinen goldene Zeiten anzubrechen. Gemeinsam wird ein krummes Ding geplant. Doch die Verbrecher haben einen Gegner: Die TKKG-Freunde. Können diese das "große Ding" verhindern?

Mein Kommentar: Im Titel gibt es einen kleinen Patzer: Die Falsch-MÜNZER...! Denn schliesslich ist die ganze Zeit nur von gefälschten Hundert-Mark-SCHEINEN die Rede; naja, ok, haken wir es unter künstlerischer Freiheit ab. Und den Evergreen-Fehler des Erzählers "Als Tarzan, Gaby, Klößchen und Willi..." wird wohl auch schon jede/r bemerkt haben, hm? Da muss ich also auch nicht lange drauf rumreiten... Ansonsten kann ich nicht meckern, denn die Folge ist sowohl als Buch wie auch als Hörspiel, sehr gut gemacht.

Tja, liebe Leute, da gibt's echt nicht mehr viel zu schreiben:, die Folge ist gut, Ende, Aus! :) Dennoch hätte Europa gut daran getan, in die Neuauflage etwas mehr "Abenteuer-Sound" einzubauen, denn die Story ist so schon spannend und interessant genug und hat die künstliche (lies: akustische!) Düsternis kein bisschen nötig; daher "nur" 80%. Die Erstauflage klingt dagegen genau richtig und die 82% sind absolut angebracht!

Meine Wertung: 82%
Cover: Alarm im Zirkus Sarani06.05.2008

Ein Fall für TKKG
(10) Alarm im Zirkus Sarani (Erschienen: 1982)
Dauer: 39:26


Doppelte Gefahr droht von unbekannten Erpressern. 100.000 Mark soll ein Supermarkt bezahlen und eine Millionen die Stadt! "Wir verseuchen das gesamte Grundwasser!" drohen die Erpresser. Die Freunde von der TKKG helfen der Polizei und stoßen auf eine heiße Fährte...

Mein Kommentar: Das Hörspiel wurde erstaunlich nah am Buch gehalten - obwohl natürlich einige Passagen gestrichen wurden (z.B. Oskar, der plötzlich in große Gefahr gerät) -, was das Hörspiel, nicht zuletzt natürlich auch durch die namenhafte Sprecherliste, sehr gut macht: Gottfried Kramer, Gernot Endemann, Rüdiger Schulzki, Lothar Grützner und die Harloff-Brüder...

Wirklich stören tut mich nur die vorurteilsbehaftete Äusserung Tarzans, dass Erwin Hibler ja vielleicht der Gurken-Glas-Erpresser sein könnte, weil "er sich verdächtig benommen habe", obwohl er eigentlich nur Tarzans Rad umgeworfen hat, und sich daraufhin zugegebenermaßen etwas unwirsch gebährdete (aber solche Menschen gibt es nun mal)... Aber das war ja ebenso typisch für die allten TKKGs: Wolfs TKKG-Weltbild war durchzogen von schwarz-weiss-Stereotypen und -Klischees.

Abgesehen davon macht das Hörspiel einiges her. Es wird ermittelt, das Abenteuerliche kommt gut rüber und die Dialoge klingen, wie sie sein sollten: 13jährige, die noch viel über das Leben zu lernen haben.

Die Erstauflage punktet natürlich mit dem Bohn-Charme, wohingegeben die Neuauflage zwar auch klasse vertont wurde, allerdings manchmal ein wenig zu düster daherkommt; vielleicht wirkt die Folge dadurch eine Spur zu erwachsen? Dafür wurde wenigstens nichts geschnitten oder ersetzt! :) Ich vergebe daher 87% für Alt und 85% für Neu.

Meine Wertung: 87%
Cover: ...und der unheimliche Drache06.05.2008

Die drei ???
(7) ...und der unheimliche Drache (Erschienen: 1979)
Dauer: 43:52


Ein paar entlaufene Hunde zu suchen - naja, das ist normalerweise kein besonders verlockender Auftrag für drei clevere Detektive. Doch kaum beginnen Justus, Bob und Peter mit der Suche, da erzählt ihnen der Hundebesitzer, Mr. Allen, von einem Seeungeheuer, das er an der Küste gesichtet haben will. Wie bitte - Seeungeheuer? Doch Mr. Allen hat nicht gescherzt. Die ??? stossen bei ihren Nachforschungen nicht nur auf einen anscheinend leibhaftigen Drachen, der unheimlich hustet, sondern auch ein mysteriöses Höhlenlabyrinth, auf verschiebbare Felswände, bewaffnete Froschmänner und manch andere Merkwürdigkeiten. Wem gehört zum Beispiel die unheimliche Stimme am Telefon? Und was ist dieser Mr. Shelby für ein Mensch? Er nennt sich Spezialist für Tricks und Spässe aller Art - aber bald stellt sich heraus, dass man mit Tricks und Spässen entschieden zu weit gehen kann...

Mein Kommentar: Auch hier muss ich ankreiden, dass es wohl nicht so ohne Weiteres möglich ist, dass ein einziger Mann so unauffällig eine so riesige Konstruktion schaffen kann, die auch noch technisch und mechanisch hervorragend funktioniert. Zumal sich die Frage stellt, wozu der ganze Aufwand nötig war? Ein simples, kleines U-Boot wäre weit unauffälliger gewesen. Dennoch, es ist bemerkenswert, wie sehr solche - ja, so kann man schon sagen - Nebensächlichkeiten bei den alten ???-Folgen in den Hintergrund rücken. Das Knobeln, Mitraten, das Abenteuerfeeling, die Spannung in der Höhle, die Freundschaft der drei Jungs... Das kommt einfach hervorragend rüber.

Die Erstauflage hat natürlich ganz klar die Nase vorn: Carsten Bohn bringt das Höhlen-/Abenteuerfeeling spitze in Szene. Die neuen Musikstücke sind zwar auch sehr hübsch, klingen aber einfach etwas zu modern und stellenweise ein wenig zu düster. 82% für Alt, 80% für Neu...

Meine Wertung: 82%
Cover: ...und der sprechende Totenkopf06.05.2008

Die drei ???
(6) ...und der sprechende Totenkopf (Erschienen: 1979)
Dauer: 44:35


Bob und Peter halten von Anfang an nicht viel davon, dass ihr Freund Justus auf einer Versteigerung ausgerechnet einen uralten Koffer mit unbekanntem Inhalt ersteigern will. Hätten sie geahnt, welch gefährliche Verwicklungen sich aus dem Besitz des Koffers ergeben würden - sie hätten noch weit heftiger protestiert! Nicht genug damit, dass er neben den Kleidern und Utensilien eines Zauberkünstlers einen Totenkopf enthält: der merkwürdige Schädel kann auch noch sprechen! Ziemlicher Schock für die drei Detektive, die keinesfalls an Spuk glauben. Und kaum beginnen sie, dieses Geheimnis zu ergründen, da ist schon eine ganze Bande Dunkelmänner hinter ihnen und dem Koffer her. Die rätselhaften Sprüche des Totenkopfes führen die drei ??? zu einer wahrsagenden Zigeunerin, auf die Spur des verschollenen Zauberkünstlers und eines unaufgeklärten Bankraubes. Doch als sie den letzten Hinweis zur Lösung des Falles in Händen halten, scheint alles schiefzugehen...

Mein Kommentar: Obwohl ich diese Folge sehr mag, gibt es mehrere Dinge, die einfach keinen Sinn machen, oder zumindest merkwürdig anmuten. Woher hat der Reporter zu Beginn die Adresse der drei ??? - sie steht doch nicht auf der Karte, oder? Soweit ich mich erinnere, war immer nur die Rede von der Telefonnummer, die auf der Rückseite stehen solle. Und wieso guckt Justus nicht sofort unter die Bodenplatte des Koffers? Sonst ist er sehr altklug und überlässt nichts dem Zufall - aber hier? Ausserdem fällt auch dem weniger geschulten Ohr sofort auf, dass mit Juana und Gulliver da irgendwie was nicht stimmen kann...

Ja, es ist merkwürdig, aber die Folge hat - trotz der mehr oder weniger signifikanten Mängel - viel Charme und bietet Spannung. Ich kann gar nicht mal erklären, woran das liegen mag. Vermutlich wurde das Ganze vom Autoren einfach gut geschrieben...!? Und das Hörspiel ist ebenfalls toll produziert (von der Juana-Stimmen-Misere abgesehen!). Sowohl Alt als auch Neu kommen gut rüber. Die Neuauflage klingt musikalisch zwar manchmal etwas zu düster und etwas weniger abenteuerlich (als die Erstauflage) - dennoch hat Europa es fertig gebracht, offenbar nichts zu schneiden; zumindest ist mir nichts aufgefallen. 81% für Alt, 77% für Neu...

Meine Wertung: 81%
Cover: Abenteuer im Ferienlager14.04.2008

Ein Fall für TKKG
(9) Abenteuer im Ferienlager (Erschienen: 1982)
Dauer: 41:58


Langeweile ist ausgeschlossen, wenn die Freunde von TKKG die Sommerferien in einem Feriendorf verbringen. Haarsträubende Abenteuer sind zu bestehen - gegen Gespenster, Grundstücksspekulanten und bewaffnete Rocker. Schließlich drohen sogar rücksichtslose Erpresser, den lustigen Hund Oskar umzubringen.

Mein Kommentar: Schade! Im Buch stehen mehrere Kapitel, die immer ein "Mini"-Abenteuer abhandeln (z.B. Klößchen wird bezichtigt, in einem Kaufhaus etwas gestohlen zu haben), sind es auf dem Hörspiel gerade mal läppische ZWEI Geschichten, die hier aufgegriffen wurden. Die Buchvorlage hätte sogar locker für eine Doppelfolge (oder wenigstens für eine mit Überlänge!) gereicht.

Die Sprecher-Riege darf allerdings nicht unerwähnt bleiben. Hans Paetsch, Wolfgang Völz, Ernst von Klippstein, Katharina Brauren, Rüdiger Schulzki, Pamela Punti (aka Heikedine Körting)... Mjam! Ohren-Schmaus - dankeschön, Europa! Absolut klasse gefällt mir auch in der Neuauflage die Melodie, die ständig eingespielt wird. Die riecht förmlich nach Abenteuer, Ferienlager, Urlaub und Jugend... Daher vergebe ich ohne Reue 89% für die Erstauflage und 92% für die Neuauflage! KAUFEN!

Meine Wertung: 92%
Cover: Auf der Spur der Vogeljäger14.04.2008

Ein Fall für TKKG
(8) Auf der Spur der Vogeljäger (Erschienen: 1982)
Dauer: 38:58


Als Tarzan und Klößchen im Vogelschutzgebiet Tiere beobachten, machen sie eine schreckliche Entdeckung: Ein Wilddieb schießt während der Schonzeit einen Bussard. Damit beginnen unheimliche Abenteuer. Die TKKG-Bande kommt Trophäen-Jägern auf die Spur, die keinerlei Rücksicht nehmen. Eine aufregende und gefährliche Jagd beginnt...

Mein Kommentar: Was kann man zu den klassischen TKKGs eigentlich noch schreiben!? Kennen tun wir sie ja eigentlich alle, darum belasse ich es mal dabei, wenn ich schreibe, dass der Erstauflage dieser Folge selbst von mir schon mal eine 81%-Wertung erhält. Nun wollen aber sicherlich die meisten wissen, ob die Neuauflage durch neue Melodien und eventuelle Schnitte überhaupt eine Chance gegen Erstauflage hat, nicht wahr!? :)

Und da kann ich Euch beruhigen! :) Zugegeben, der Sprachstil und die jungen Stimmen der alten Tage passt anfänglich nicht so ganz zum Flair der neuen Musik. Aber wenn ich ehrlich bin, lag es wohl nur daran, dass es schlicht ungewohnt ist, denn ich habe selbstverständlich viele, viele Jahre lang nur die Erstauflagen mit dem Bohn'schen Sound vernommen. Daher muss ich fairerweise schreiben, dass das mit dem neuen Klanggewand ebenfalls ganz gut funktioniert. Allerdings sind mir manche Klänge ein wenig zu stimmungsdrückend, ein bisschen was Heiteres wäre sicherlich in der sehr umfangreichen Europa-Datenbank zu finden gewesen.

Viele fragen mich ja ausserdem sehr häufig, was denn mit den oft genannten Schnitten ist. Und hier ist mir nur ein einziger aufgefallen. Als Tarzan und Klößchen durch das Fenster von Fräulein Obermüllers Reptilienzoo einsteigen, beschwert sich Klößchen in der Erstauflage darüber, dass "diese dämlichen Architekten die Fenster so eng bauen müssen", wohingegen Tarzan antwortet, dass "die eben nicht immer nur an Schokoladenliebhaber denken". Und genau diese zwei Sätze fehlen; mehr ist mir nicht aufgefallen.

Ich kann daher allen Sammlern und Sammlerinnen diese Neuauflage empfehlen, muss allerdings für die nicht immer perfekt gewählte Musik sowie - "der Ordnung halber wegen" - den Schnitt, die Wertung von 81% auf 78% drücken. Der Kauf lohnt also, vorallem, wenn man bedenkt, dass der Preis für eine gebrauchte MC sich sicherlich nicht wirklich von dem für die neue CD unterscheidet; vorallem aber wird durch das Alter des Bandes gewiss nicht mehr sonderlich viel Klangbrillanz vorhanden sein!

Meine Wertung: 81%