Rezension vom: 27.02.2008
TKKG
(2) Der blinde Hellseher
Erschienen: 1981
Dauer: 42:03Tarzans Schulfreund Volker Krause war schon immer etwas scheu und zurückhaltend. Seine Freunde werden nicht recht schlau aus ihm. Eines Tages kommt Volker nicht zur Schule: Verbrecher haben ihn entführt und fordern hohes Lösegeld von seinen Eltern. Die Krauses sind sehr reich, und Volkers Mutter gilt als etwas übergeschnappt. Sie glaubt an überirdische Erscheinungen und läßt sich von dem blinden Hellseher Raimondo seltsame Botschaften aus dem Jenseits übermitteln. Unsere vier Freunde vom TKKG trauen diesem Raimondo nicht. Hat er den armen Volker entführt? Oder war es Mario, der ein italienisches Restaurant betreibt und sich recht verdächtig benimmt? Tarzan, Klößchen, Karl und Gaby suchen ihren Schulfreund auf eigene Faust. Natürlich hilft auch Oskar kräftig mit, Gabys treuer Cocker-Spaniel. Die Kinder geraten von einer gefährlichen Situation in die andere, und der Fall wird immer geheimnisvoller - ein Fall für TKKG.Mein Kommentar: Die Idee, dass Volker ein bisschen sehr weit mit der Wahl seiner Mittel für die Aufmerksamkeit der Eltern geht, ist soweit verständlich, ja, vielleicht gar nicht sooo weit von der Realität entfernt. Aber dass die Mutter den übersinnlichen Hokuspokus SO ernst nimmt, also das will sich mir einfach nicht erschließen. Andererseits bringt Wolf dadurch den Hellseher sehr gut ins Rampenlicht und unterstellt ihm so zwangsläufig das Motiv der Entführung; irgendwie also auch wieder ganz gut.
Im Vergleich Erstauflage gegen Neuauflage ergibt sich guter Kontrast. Die Erstauflage punktet mit dem klaren Charme der Bohn'schen Musikkunst; obwohl die Neuauflage dahingegen sehr stimmig ist; wirkt aber durch die etwas moderneren Klänge manchmal etwas steif und steril. Und, natürlich, hier wurde vereinzelt mal hier, mal da, ein Satz geschnitten oder beschnitten; doch fällt dies kaum ins Gewicht. Mir fiel das eigentlich kaum auf.
Somit sind im Grunde beide Fassungen gleichauf: die alte Version hat den Bohncharme (82%!), die neue Version wirkt insgesamt besser abgestimmt, bekommt aber leichten Punktabzug wegen der eher unnötigen Schnitte (81%!).
Meine Wertung: 82%(Bemusterung erfolgt)
Rezension vom: 27.02.2008
TKKG
(1) Die Jagd nach den Millionendieben
Erschienen: 1981
Dauer: 41:04Eigentlich wollen Tarzan, Gaby und Karl nur mal abends übers Volksfest bummeln, aber aus dem kleinen Ausflug wird ein großes Abenteuer. Zufällig beobachtet Tarzan, wie die schon lange gesuchten Millionendiebe aus einer Villa wertvolle Gemälde stehlen. Unsere vier Freunde vom TKKG, denn natürlich gehört auch Klößchen dazu, wollen die Bande ganz allein entlarven. Welche Rolle spielt der seltsame Bruder des unsympathischen Zeichenlehrers Pauling? Haben die Rocker etwas mit den Einbrüchen zu tun? Was tut sich in der feudalen Villa von Klößchens Eltern, wo der Chauffeur niedergeschlagen wird und das Luxusauto verschwindet? Lauter merkwürdige Dinge geschehen, die sich nicht zusammenreimen. Nichts kann unsere vier Freunde von der waghalsigen Gangsterjagd abhalten, die mit einer handfesten Überraschung endet.Mein Kommentar: Im Allgemeinen sind die Erstlinge einer jeden Serie einsame Spitze. Da macht diese Folge eigentlich auch keine Ausnahme. Abwertend auf (meine) Bewertung wirkt sich nur aus, dass einige Parallelen zum Buch fehlen. Zum Beispiel die Keilerei mit den Rockern, als sich Tarzan, Karl und Gaby auf den Weg zum Jahrmarkt machen, fehlt völlig. Das ist zwar kein Beinbruch und das Hörspiel ist trotzdem gut gelungen, aber so hätte man noch etwas mehr aus dieser Story machen können. Schade...
Schade ist weiterhin, dass die Neuauflage dieses Hörspiels drastisch beschnitten wurde! Zum einen fehlt die gesamte Tarzan-schiesst-Schlumpf-für-Gaby-Passage und zum anderen fehlt die (ebenfalls gesamte) Passage, in der Otto mit Bällen auf Büchsen wirft und Tarzan versucht, ihm mit dem Lebkuchenherztrick auf die Schliche zu kommen. Diese zwei Abschnitte fehlen vollkommen und werden nicht mal am Rande erwähnt. Ansonsten fehlen mal hier und mal da vereinzelt ein paar Sätze in verschiedenen Dialogen. Und alles das ist mir sehr unverständlich.
Interessant ist aber, dass das Hörspiel dadurch nicht wesentlich kürzer wird oder an Spannung verliert; vorallem, weil durch die neuen Musiken zwischen den Szenen wirklich eine tolle Atmosphäre aufkommt. Da hat Europa sich offenbar wirklich Mühe gegeben. Fazit: Die Schnitte sind für mich kein bisschen nachvollziehbar, aber die neuen Musikstücke verleihen der Jagd nach den Millionendieben ein tolles Ambiente. Erstauflage 81%, Neuauflage 78%
Das Zitat der Folge kommt von Karl: Yeah! Yeah! Yeah! Man, die Scheibe ist klasse. Toller Sound.
Meine Wertung: 81%(Bemusterung erfolgt)