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Das Rezensions-Archiv

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Cover: Stadt der Vampire02.11.2010

Die drei ???
(140) Stadt der Vampire (Erschienen: 2010)
Dauer: 1:17:38

Hmmm, tjaaaaa... Ich weiss nicht, wo ich anfangen soll. Vielleicht erst mit den positiven Aspekten, denke ich. Die Folge ist gut produziert, und man hat einige schöne altbekannte Könner im Repertoire: Dittmann, Dux, Artz, Baltus. *fingerleck* Ausserdem ist die "übrige Besetzung" ebenfalls verdammt gut: Rotermund, Kirchberger, Draeger! Aber beim Namen Draeger sei angemerkt, dass hier Lili Draeger gemeint ist, Tochter von Kerstin Draeger.

Lustigerweise hörte ich die Folge, und mir kam die Stimme von Josy so seltsam vertraut vor... Als ich es nicht mehr aushielt, guckte ich ins Inlay. Lili kannte ich zwar aus ihren Anfangstagen als Kind, aber jetzt, mit reiferer Stimme, hörte ich sie noch nicht. Aber trotzdem hat sie viele Ähnlichkeiten zu ihrer Mutter - und zwar bei Stimme und Talent! -, als diese etwa im Alter war, wie Lili jetzt - was wohl dieses "Diese Stimme kenne ich doch irgendwoher" bei mir auslöste. Kein Scherz, als "Locke" könnte ich sie mir ernsthaft vorstellen!

Kurz: Die rein "technische Seite" gefällt mir gut. Aber es gibt so einige Kleinigkeiten und Großigkeiten, die hauen insgesamt einfach rein, finde ich. Es ist völlig offensichtlich, schon beim Lesen der Inhaltsangabe, dass hier nur jemand die Leute vertreiben will; also rechnet man zu keiner Zeit damit, dass hier ausnahmsweise ja vielleicht doch mal ein außergewöhnliches Phänomen zutreffen könnte - also keine Spannung. Obwohl Europa sich alle Mühe gab mit den Effekten und Musiken, aber nicht konsequent genug ist. Mal moderne Tracks, dann wieder die alten Klassiker, die man z.B. aus den "Masters of the Universe" kennt - und dieses Wechselspielchen geht mir persönlich schon auf den Keks, wenn es darum geht, ein uriges Gefühl aufkommen zu lassen.

Problematisch ist ebenfalls der Verlauf und die Auflösung des Ganzen. Nicht nur Kommissar Zufall ist mit von der Partie, nein, er bringt auch seine Kollegen Inspektor Vorhersehbar und Wachtmeister Offensichtlich mit. Dafür kann Europa zwar nichts, aber immerhin ist die Story in einem Hörspiel ja weit mehr als nur die halbe Miete, weshalb der Autor Marco Sonnleitner hier eine große Teilschuld trägt, denn letzten Endes zählt das Resultat, welches ich hier zu bewerten versuche.

Allerdings kann Europa wieder einges für die restlichen Patzer und Schnitzerchen. Wieso wird Mary Stamper immer wieder Mary Otis genannt? Otis ist der VORname von Mr. Stamper; also ein mehrfacher Regiefehler! Herr Dux, als Sprecher von "Jonathan Black", heisst Eckhart, nicht Eckehart. Und Oliver Rohrbeck hat eine Erkältung oder Schnupfen. Das ist keineswegs schlimm, im Gegenteil, es verleiht dem Ganzen irgendwie eine Menge alltäglichen Realismus, aber mich stört quasi, dass Herrn Rohrbecks verstopftes Näschen, trotz des Versuchs, dies nicht durchklingen zu lassen, recht gut hörbar ist. Minninger schreibselt so oft irgendwas wesentlich relevanteres ohne erkennbaren Grund um, wieso ausnahmsweise nicht mal das? Der Schnupfen ist völlig ok für mich, und Oliver Rohrbeck macht wieder mal einen klasse Job, aber wieso um Himmels Willen erwähnte man nicht beiläufig, Justus habe einen Schnupfen?

Nach Adam Riese und Eva Zwerg bleibt eine durchschnittliche Folge, die man ruhig kaufen kann. Sie ist keineswegs schlecht. Nur leider eben auch nicht gut. 64%!

Meine Wertung: 64%
Cover: Das Geheimnis der Diva02.11.2010

Die drei ???
(139) Das Geheimnis der Diva (Erschienen: 2010)
Dauer: 1:04:02

Zwar ist es im Grunde egal, was das Geheimnis ist, doch bestimmt das Endergebnis nunmal die Auflösung des Falls. Und eben jene Auflösung ist mir zu uninteressant. Die Veruntreuung von Kriegsbeute ist eine große Sache, keine Frage, aber das Ganze am Ende in 2 Minuten Nacherzählung herunterzuleiern wirkt nicht sonderlich bombastisch oder kriminell - obwohl es das ja eigentlich ist.

Hinzu kommt, dass das Drumherum im Theater nicht so recht spannend ist, sondern das ständige Gezeter des Ensembles untereinander erweckt immer den Anschein, als wäre dies einfach nur das Standardklischee des Theaters: Getratsche, Missgunst und Neid. Doch fehlt mir der tatsächliche Bezug zu Gefahr (diese ist zwar theoretisch vorhanden, doch wird sie mir zu keiner Zeit wirklich bewusst) und Diva (die kommt eigentlich erst ganz am Ende für die besagte 2-Minuten-Nacherzählung zu Wort), und ein paar mehr Ortswechsel hätte es schon geben können. Denn obwohl man mal in diesem Saal oder mal in jenem Raum ist, hat man das Gefühl, dass es keinerlei Bewegung gibt - es fehlt etwas an Action.

Die Produktion selbst kann sich allerdings mehr als hören lassen. Die Cast im Inlay umfasst Namen wie beispielsweise Tilman Madaus, Simona Pahl, Sascha Rotermund, Celine Fontanges, Sabine Hahn oder Gustav Artz - und sie alle machen einen echt guten Job. Diese Leute hier spielen so gekonnt, dass man gerade in den Szenen über die Proben des Ensembles merkt, dass die (gespielte) Truppe Laien sind, die ihr Theater nur als Hobby haben. Dazu die üblich-gute Körtingproduktion und ein gut aufbereitetes Hörspielskript von André Minninger - Mjam!

Nur der Fall selbst hat kleinere Schwächen, die verschmerzbar sind. Gute Folge, 71%.

Meine Wertung: 71%
Cover: Die geheime Treppe02.11.2010

Die drei ???
(138) Die geheime Treppe (Erschienen: 2010)
Dauer: 1:07:05

Sehr nett, dass der Kladdentext praktisch das gesamte Hörspiel mal eben zusammenfasst und nur die letzten 10 Minuten offen lässt... Wer braucht schon Spannung, nicht wahr? ;) Naja, die Idee für diese Geschichte ist jedenfalls originell und mal was anderes im ???-Universum.

Aber das Konzept ist halbherzig umgesetzt, denn die Story macht im letzten Drittel den bis dahin soweit guten Eindruck total zunichte, und man fragt sich nach der Abschlussmusik, was das alles überhaupt sollte. Zu allem Überfluss ist alles, was dem Löwenritter am Ende einfällt ein: "OK, dann bauen wir uns eben einen neuen Geheimgang...!"

Tja, das geht schnell mit dieser Rezension! (1) Ein nicht optimal besetzter Thorsten Sense (Davy wirkt auf mich z.B. nicht wie jemand, der unter starkem psychischem Stress steht, während er mit einer doch sehr großen Portion Ruhe mit Peter darüber quasselt, in welch misslicher Lage er ist), (2) es wird nicht wirklich aufgeklärt, wieso Davy eigentlich entführt wurde (das muss man sich selbst zusammendenken), und (3) der Bund der Löwenritter scheint völlig sinnfrei zu sein! Er wirkt eher wie ein geheimes Diskussionsforum für gesellschaftlich unbequeme Themen und Ansichten, das Prominenten und Politikern vorbehalten ist. Und DAFÜR braucht es einen seit Jahrhunderten gepflegten Geheimbund mit einer Geheimschrift, bei welcher auch noch jedes Symbol einem Buchstaben zugeordnet ist, und die auch schon die Illuminaten nutzten? Auweia, auweia und nochmals auweia!

Nene, mehr als 62% mag ich einfach nicht geben. Aber nur, weil Rohrbeck, Wawrczek und Fröhlich hier eine echt perfekte Performance abliefern: Null overacting, null Mittelmaß, nur super!

PS: Die Stimme von Thomas Fritsch klingt dumpf und verzerrt! Das liegt nicht an ihm, sondern an der Produktion. Europa hat, nach einigen anfangs eher unglücklichen Aussagen gegenüber Kunden zu dieser Beschwerde, mittlerweile doch angeboten, die mangelhaften Versionen dieses Hörspiels zurückzunehmen, eine korrigierte Versionen zu retournieren, und auch das das Porto in Form von Briefmarken zu erstatten... Da also dieser Mangel bald beseitigt sein wird, vernachlässige ich bewusst den Dumpfer-Erzähler-Fauxpas und weise lediglich darauf hin, dass es ihn in der ersten Charge gibt!

Meine Wertung: 62%
Cover: Vergebliche Suche nach Gaby25.10.2010

Ein Fall für TKKG
(124) Vergebliche Suche nach Gaby (Erschienen: 2001)
Dauer: 45:33

Wow, Gaby wurde entführt, das ist ja mal was ganz Neues; immerhin hatten wir das ja erst zum 3 Millionsten Mal. Ist das vielleicht Stefan Wolfs Antwort darauf, dass man ständig unkt, wieso Gaby, weil sie ein Mädchen ist, immer zuhause bleiben muss? So nach dem Motto: "Seht Ihr, wenn sie nicht zuhause bleibt, passiert ihr doch dauernd was, und wer würde das wollen!?"...

Davon ab wurden praktisch ganze Teile von (22) In den Klauen des Tigers extrahiert, minimal umgeschrieben und dann hier eingepflanzt. Und ein Bär "entkommt" einfach so, und niemand ist in der Lage, das zu bemerken, bzw. dieses Tier einzukassieren? Also bitte!

...achja, und wieso ist die Suche vergeblich? Sie wird doch am Ende gefunden Typischer Fall von "Reisserischer Titel", um Interesse zu wecken, aber dann den Kauf beim Lesen/Hören sofort wieder zu bereuen. Garniert wird das alles mit dem üblichen "Wir belauschen die Ganoven" und "Hurra, Kommissar Zufall mischt kräftig mit", und fertig ist die neue TKKG-Folge... Aber gute Produktion, wirklich, das ist das Einzige an diesem Hörspiel, was ich loben kann - 38%.

Meine Wertung: 38%
Cover: Mordkomplott im Luxusklo25.10.2010

Ein Fall für TKKG
(123) Mordkomplott im Luxusklo (Erschienen: 2000)
Dauer: 47:33

Also mal ehrlich, "Mordkomplott im Luxusklo"? Wie flach und, ja, fast schon vulgär-simpel, kann ein Titel eigentlich Sinn. Und ich beziehe vulgär nicht darauf, dass man auf Toilette seine Notdurft verrichtet, sondern darauf, dass der Titel einfach billig und plakativ klingt. Davon ab: Zwei Attentäter planen eines der größten Verbrechen der Welt, und unterhalten sich auf dem Lokus über ihre geplante Abscheulichkeit?

...aber es kommt ja noch schlimmer: Es gibt mal wieder einen Doppelgänger, jawohl. Wenn man davon ausgeht, dass TKKG in einer Millionenstadt leben, hiesse das rein hochgerechnet, dass gut ein Drittel davon optische Repliken der anderen 666667 Einwohner/innen sind. Meine Güte, immer derselbe Käse. Doch auch hier ist noch nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Da kommt der Supergangster, um Tim abzuknallen, und was macht der? Er knallt nicht ab, sondern lässt sich auch noch flach überrumpeln; was für ein Brutalo, wirklich. Davon ab wird alles, einfach alles, gebetsmühlenartig vorgekaut und wiederholt, damit man als Hörer/in auch ja alles mitbekommt.

Der Plot ist für sich genommen nachvollziehbar und logisch, aber ich ziehre mich irgendwie, eine gute Wertung auszusprechen, denn alles wirkt so zusammengekleistert und jedes Fitzelchen ist schon 100 Mal bei TKKG vorgekommen; da erlebt man keine Überraschungen und schon gar keine Spannungen mehr. Und man sollte das nicht noch mit barer Münze belohnen und somit signalisieren, dass man einfach alles kauft, solange das TKKG-Logo vorn drauf ist. 55%

Meine Wertung: 55%
Cover: Der Goldschatz, der vom Himmel fiel13.10.2010

Ein Fall für TKKG
(122) Der Goldschatz, der vom Himmel fiel (Erschienen: 2000)
Dauer: 52:37

Wo sind die geilen Reisefolgen hin, wie z.B. (13) Die Bettelmöche aus Atlantis oder (27) Banditen im Palasthotel...? Klaro, ich weiss: Natürlich waren TKKG da auch schon eine Spur weit übertrieben und selbstüberschätzend. Aber die Dialoge waren pfiffiger und liebenswerter, die Geschichten origineller und weniger vorhersehbar.

Hier liegt der Hase im Pfeffer: TKKG düsen nach Afrika, benehmen sich wie vier Mini-James-Bonds, kommen überall super zurecht, betonen andauernd, was für gewiefete Könner sie doch sind, kennen keinerlei Authorität, Furcht, Zweifel oder zumindest Vorsicht, sind dafür aber absolut süffisant und egozentrisch! Allein wie Lars Loddersteg TKKG vertraut, als gleichgestellt respektiert und ohne jedwede Bedenken in seine Ermittlungen miteinbezieht... Und das Wichtigste: Man verlangt von der Hörerschaft, dies alles ernst zu nehmen!

Ich weiss, ich habe frühere Folgen mit ähnlichen Übertreibungen wie z.B. (45) Unternehmen Grüne Hölle oder (101) Opfer fliegen 1. Klasse sogar empfohlen, aber da war stets eine Form von Distanz zu spüren, die sagte: "Habt Euren Spaß an diesem Jugendkrimi und nehmt das alles nicht zu wichtig", aber jetzt sind TKKG einfach nur noch durch und durch klugschwätzende, autophile Gören, weil der Autor sie jedes Mal erneut am Ende erfolgreich aus der Sache herauskommen lässt, aber zu keiner Zeit ein Augenzwinkern deutlich macht.

0% für den Vierer vom TKKG plus 35% für das gut gemachte Reisefeeling. ...schon der Folgentitel ist mal wieder beknackt.

Meine Wertung: 35%
Cover: Ein cooler Typ aus der Hölle06.10.2010

Ein Fall für TKKG
(121) Ein cooler Typ aus der Hölle (Erschienen: 2000)
Dauer: 53:31

"Ein cooler Typ aus der Hölle" - au Backe! Schon dieser Titel... Aber die Oper geht bei den Klischeenamen aller Figuren noch weiter...

Lustig auch wieder mal die Doppelmoral: TKKG brechen einen Kofferraum auf, öffnen dann sogar eine darin enthaltene Kiste - in der auch noch mutmaßlich eine BOMBE enthalten ist! -, aber wenig später will Tim in eine Wohnung einbrechen und Gaby weist doch wirklich darauf hin, dass dies strafbar sei - alles klar! :)

Aber wenigstens interagieren hier Tim und Gaby irgendwie, denn Karl und Klößchen stehen praktisch nur noch blöd dabei, lachen flach, reichen Handys weiter und lassen Gutmensch-Plattitüden und merkwürdige Vergleiche ab.

Gerade nochmal 53%!

Meine Wertung: 53%
Cover: Bei Anruf Angst06.10.2010

Ein Fall für TKKG
(120) Bei Anruf Angst (Erschienen: 2000)
Dauer: 53:31

Äh-äh... Das ist mal wieder nicht so wirklich geglückt. TKKG werden zu solchen Über-Gutmenschen kandidelt, dass man das beileibe einfach nicht ernstnehmen kann. Gegen pflichtbewusste, gut darstehende Vorbilder habe ich ja nichts, doch nehmen die sich a) selbst kein bisschen ernst, und b) werden sie zur Gänze unglaubwürdig präsentiert.

Allein die Szene mit dem Sorgofon gleich zu Beginn. Engagement für andere ist was Tolles, aber, liebe Leute, eine 14jährige, die abends immer brav ins Bettchen muss, und die andauernd immer nur "Hilfe, Tim!" schreit, soll ausladende Kenntnisse darüber haben, wie man mit kleinen psychologischen Kniffen Gespräche führt, in denen Menschen sich mit ihrem Kummer auslassen? Alles klar! Ja, OK, einfach nur Zuhören ist auch schon viel, keine Frage, aber wie ich sagte: Gerade Gaby, die keinerlei Profil besitzt, ständig entführt und bedroht wird, soll seelisch wie eine Eins gefestigt sein? Naja... ;)

Seltsam auch mal wieder, wie gut insbesondere Tim über alles völlig bescheid weiss, und wie dreist er abledert. Im Hausflur wird erstmal so richtig schön Stunk gemacht, und obwohl man erklärt, Ivoritzki täte nichts Verbotenes, ist für Tim ohne jeden Grund klar, dass TKKG trotzdem richtig liegen. Aber besser noch, Tim weiss haargenau, wie Schleuser arbeiten, was wieviel wo beim wem kostet, und bricht dann auch noch mit seinen "Amigos" bei Ivoritzki ein. Schön auch, dass sofort geschnallt wird, dass "bestens, bestens, alles bestens" nur ein geheimer Code sein kann.

Für Hörer/innen mit Ironie im Blut gibt es wieder mal viel zu Schmunzeln - alle anderen werden aber leider wieder mal nicht zu Unrecht behaupten können, dass TKKG einfach Schrott sei, und das Serien wie z.B. "Die drei ???" weit über ihnen stünden... 54%.

Meine Wertung: 54%
Cover: Frische Spur nach 70 Jahren20.09.2010

Ein Fall für TKKG
(119) Frische Spur nach 70 Jahren (Erschienen: 2000)
Dauer: 48:32

Soso, Kommissar Glockner ist in Bad Knowledge - alles klar! ...und süß auch, wie Klößchen beanstandet, dass Beate und Claus keine zeitgemäßen Namen seien. Ich meine, die Namen Peter, Karl, Willi und Gabriele sind auch nicht gerade gestern erst erfunden worden. Oder der Eigenname "Lola trabt"? ;) Aber gut, das ist eben TKKG-Standard bei Stefan Wolf geworden: Absichtliche Wort-Comedy, die aber nicht einmal unfreiwillig komisch ist, sondern nur dazu anregt, sich Gedanken darüber zu machen, wem sowas bloß einfällt.

Dazu fällt mir ebenfalls ein, dass Wolf seinen Ganoven und Ganovinnen immer eine seelische Macke vergönnt, die eigentlich nur den Schluss zulässt, dass diese geistig ballaballa sind, was sehr flach ist. So trällert uns am Schluss das albern-bewundernde Geständnis von B&C entgegen, die somit eigentlich alles rechtfertigen, was sie getan haben, was sie schlichtweg zu halben Idioten macht; so einfach ist das bei TKKG-Fieslingen: "Wir wollen auch so sein wie B&C, so clever, so tollkühn, so cool..."

Tja, ok, brechen wir diese Analsyen an dieser Stelle ab. Die Idee zu diesem Fall ist ansonsten eigentlich gar nicht übel. Eine Hetzjagd nach Verbrechern, deren Spur man aufgenommen hat, aber die immer einige Schritte voraus sind. Doch Wolf zerstört diese ansonsten spannende Geschichte dadurch, dass er a) Bonny und Clyde dreist kopiert, und b) eine alte Dame sich akribisch an die Tagebucheinträge ihrer Schwester erinnern lässt, obwohl sie das Buch das seit Jaaaahren nicht mehr gesehen/gelesen hat.

Denn mit ein wenig mehr Initiative hätte diese B&C-TKKG-Adaption wirklich gut sein können, ohne, dass man nur denkt: "Tze, 'ne dröge, unglaubwürdige Kopie!". Doch weil ich genau das nicht aus meinem Kopf bekomme, retten auch Größen wie Lutz Mackensy, Marianne Kehlau oder Andreas von der Meden diese Folge nicht - 56%.

Meine Wertung: 56%
Cover: Im Kaufhaus ist der Teufel los19.09.2010

Ein Fall für TKKG
(118) Im Kaufhaus ist der Teufel los (Erschienen: 2000)
Dauer: 44:12

Nee, nee, nee... Die Grundidee ist ja gar nicht mal so schlecht. Aber von Spannung kann hier gar keine Rede sein. Denn die geht sowas von unter in all den reisserischen Plattitüden und Pseudoslangausdrücken. Seltsam auch immer diese unterschwellige Weise von Prahlerei der fiesen Typen. So bezeichnet der Herr Szodoba seine Erfindung als "Satanssaft" - und die Frage stellt sich, ob dieser Saft so wirklich funktionieren kann -, naja... Sowas zieht vermutlich bei Kleinkindern, die bei dem Begriff "Satan" aufhorchen. Und wie soll ich jemanden ernstnehmen, der so übertrieben unglaubwürdig das L für ein R spricht, und das mal wieder nur, damit der Typ von der Polizei - und von TKKG - leichter identifiziert werden kann, ist ja klar. Gibt's eigentlich keine Verbrecher, die mal nicht irgendein Alleinstellungsmerkmal haben?

Auch wieder typisch ist insbesondere die Sprecherleistung von Manou Lubowski. Der hat's doch nun wirklich total drauf. Warum gibt sich Frau Körting mit dieserlei Performances zufrieden? Oder findet die dieses hohle, künstliche Gelächter etwa so super? Auch Gaby klingt etwas zu unnatürlich und kieksig, finde ich. Andererseits möchte ich loben, dass Verena Grosser mal wieder zu hören ist, und dass sie ihren Job auch echt sehr gut macht.

Gefallen tut mir auch der Lerneffekt, dass Diebstahl auch nach hinten losgehen kann. Ist eigentlich nur zu begrüßen. Schade aber, dass Wolf nicht widerstehen konnte, und bei einem Unschuldigen eine der CDs explodieren lies - was hoffentlich nicht bei den Kids eine CD-Phobie enstehen lässt.

Unter'm Strich bleibt eine leider nur mittelmäßige Folge, die bei mir die Frage aufkommen lässt, warum Kommissar Glockner nicht Kommissar Zufall genannt wird, dann würde es nicht so auffallen, wenn er andauernd mit von der Partie ist. 64%, mehr geht beim besten Willen nicht

Meine Wertung: 64%
Cover: ...und der Super-Papagei 200418.09.2010

Die drei ???
...und der Super-Papagei 2004 (Erschienen: 2004)
Dauer: 1:29:59

Dies hier zeigt sehr, sehr deutlich, dass wirklich sehr oft die eigentlichen ???-Geschichten dafür sorgen, dass die aktuellen Hörspiele neuerdings so selten wirklich gut ankommen. Andererseits fällt aber auch auf, dass diese Folge eher ruhig und getragen produziert daher kommt; keine Hektik, keine schnellen Schnitte, keinerlei Verunglimpfungen der Buchvorlage, die man - ich ja auch - Minninger heute so oft anlastet. Denn genau DAS war ja auch die Maxime bei dieser Folge: Den ersten Hörspiel-Fall noch einmal neuauflegen, und noch dazu nur so minimal gekürzt, dass man hier praktisch das Buch vorgespielt bekommt.

Diese 90 Hörspiel-Minuten sind für mich einfach phantastisch gelöst worden, und man hört deutlich, wie sehr man sich Mühe gab, dass bei diesem Hörspiel auch wirklich niemand irgendwas zu Meckern haben sollte; was auch absolut geglückt ist. Eine gute, warme Produktion, und - logisch! - keine ätzenden Kürzungen. Der Fall selbst ist ebenfalls wunderbar, hier und dort gibt es ein paar verklausulierte Goodies für Altfans, und obendrein konnten sogar einige Sprecher der Original-Folge (1) ...und der Super-Papagei erneut verpflichtet werden: Andreas von der Meden, Gerlach Fiedler und Stefan Brönneke. Herr von der Meden übrigens spricht nicht nur Morton, sondern auch Skinny Norris - das mal so am Rande! ;)

Tja, ich finde die Idee, ein Buch, das das auch hergibt, 1:1 als Hörspiel umzusetzen, grandios, und Europa sollte sich überlegen, ob das nicht abseits der normalen Veröffentlichungen, ein nettes Zubrot wäre, alte Folgen auf diese liebevolle Weise vollständig neu zu produzieren. Mir würde das sehr gut gefallen, wenn das Ergebnis genauso ausfallen würde, wie bei diesem Hörspiel. Als Bonus, weil eben auf MC2/CD2 noch massig Platz war, packte man hier noch 36 Hörspiel-Aufnahmen-Outtakes mit drauf und garnierte dies mit zwei zusätzlichen Musiken von Jens-Peter Morgenstern: "Half Moon Bay", das auf seiner ???-Volume-2-Soundtrack enthalten ist, und "Blue Note Rhapsody", das so ansonsten noch nicht veröffentlich wurde. Nettes Gimmick. Und ich vergebe 86% - bitte mehr davon, Europa!

Meine Wertung: 86%
Cover: Labyrinth der Götter14.09.2010

Die drei ???
(91) Labyrinth der Götter (Erschienen: 2000)
Dauer: 58:05

Einige Mutmaßungen von Justus, die immer mal wieder fallen, scheinen mir nicht so offensichtlich, wie sie für den ersten Detektiv zu sein scheinen. Beispielsweise das mit den Planeten: "Das macht nichts. Da sie die einzige Unbekannte ist, müssen wie sie nur einmal im Kreis drehen, sobald alle anderen Planeten richtig eingestellt sind. Irgendwann macht es dann sicherlich Klick". Oder seine Antwort zu Truman: "Glauben sie uns! Wir haben das Versteck des Films gleich gefunden." Wow, woher weiss er das nur wieder so ganz genau - er rät doch eigentlich nur!? Wird denn gar nicht mehr geschlussfolgert und ordentlich recherchiert, sondern nur noch durch übertriebene Selbsteinschätzung in Schwarze getroffen?

Naja, davon ab mag ich das "Labyrinth der Götter", weil es ein toller Rätselfall ist, der die möglichen Motive lange offen lässt, und weil auch die Musiken genial ausgesucht worden sind. Aber, wie ich vorhin schon schrieb, trägt das Ende nicht so wahnsinnig viel dazu bei, die Motive letztlich wirklich verständlich zu machen. Mord verjährt zwar nicht, aber niemand der vorkommenden Personen hatte auch nur im Geringsten etwas damit zu tun, und der Mord ist nunmal auch vor viiiiiiielen Jahren passiert. Und wenn der Film doch überhaupt gar keinen Beweis enthält, wieso ist er dann so wichtig und muss sogar vernichtet werden? Und warum behauptet die Jones, die Antwort würde von den Göttern erklärt werden, wenn es gar keine Antwort geben kann, da sie im Film nicht enthalten ist???

Die Shoemaker könnte in ihrer Zeitung schreiben, was sie wollte, beweisen könnte sie gar nichts. Und wer hätte einer offensichtlich verwirrten Seniorin schon geglaubt (die übrigens mal WIEDER von Gisela Trowe gesprochen wird)? Hätte man dann das Ende nicht ganz einfach so drehen können, dass der Mord wirklich auf Zelluloid gebannt wurde, und dass Truman einfach das Ansehen seines Vaters bewahren wollte? Das wäre doch sehr einfach gewesen.

Ein von vorne bis fast ganz hinten tolles Hörspiel. Nur das Ende hinterlässt bei mir immer mehrere Fragezeichen. Und das ist nunmal sehr unbefriedigend in einem Kriminalfall. 88%!

Meine Wertung: 88%
Cover: ...und der Super-Papagei LIVE [DVD]25.08.2010

Die drei ???
...und der Super-Papagei LIVE [DVD] (Erschienen: 2006)
Dauer: 2:22:00

Kurz vor dem öffentlich werdenden ???-Rechtsstreit-Hickhack brachte man Ende 2006 noch mal flugs die DVD des 2004er Live-Auftritts zu "...und der Super-Papagei" auf den Markt und legte dieser auch ein Infozettelchen bei, das relativ nichtssagende Aussagen darüber traf, wie es denn jetzt mal mit neuen Hörspielen zu "Die drei ???" aussah, erklärte aber dafür, dass der Markenname "Die drei ???" offenbar nicht mehr benutzt werden würde. Unter dieser Prämisse sah ich also seinerzeit Anno 2006 diese DVD noch am Erscheinungstag mit einem Freund zusammen, und schon wegen der ganzen "Rechtsstreitsproblematik" fühlte sich diese DVD sehr merkwürdig an. Wie ein Schlusspunkt, so irgendwie.

Heute - mittlerweile geht es seit 20 neuen Folgen mit "Die drei ???" weiter, und Europa und Kosmos haben sich wohl geeinigt - wirkt die DVD dafür umso anders. Nämlich letztlich wie eine ungekürzte 1:1-Umsetzung des Original-Buches als Hörspielskript, das auf der Bühne vorgetragen wird - was das Ganze ja auch im Grunde sein will und soll.

Als eine Art besonderes Extra konnte man sogar Stefan Brönneke (Carlos) und Andreas von der Meden (Morton und Skinny Norris) für das Stück gewinnen, denn sie beide sprachen damals auch im Hörspiel aus den 70ern mit. Und zusammen mit Brigitte Böttrich, Detlef Bierstedt und Ben Hecker liefern sie eine tolle Leistung. Ebenfalls mit dabei, und vielen wohl mittlerweile wohl auch durch Master of Chess, LIVE & UNPLUGGED [DVD] und ...und der seltsame Wecker 2009, LIVE [DVD] (bzw. die Live-Touren selbst) längst bekannt, ist Peter Klinkenberg, der für die Geräusche zuständig ist. Und auch er macht einen wunderbaren Job.

Neben dem Bühnenstück, das etwa 102 Minuten dauert, gibt es noch recht verschmerzbaren Bonusinhalt: Bekannte Gesichter wie z.B. Till Demtröder, Daniel Brühl, Lotto King Karl oder Wir sind Helden gratulieren den ??? zu ihrem 25jährigen Bestehen und bekunden auch ihr Lieblingsfragezeichen. Nett, aber im Grunde nur Lobhudelei, auch, wenn sie gewiss ernst gemeint ist. Dann gibt es noch ein paar Fotos, die mit der Stimme von Oliver Rohrbeck unterlegt wurden, einen kleinen Blick hinter die Kulissen und nochmals ca. 10 Minuten, die dort anknüpfen, wo der Live-Auftritt endet, denn Ulli Feldhahn von Sony/Europa tritt nun auf die Bühne und gratuliert Frau Körting und ihrem Kollegium zu dem großen Erfolg der "Die drei ???"-Hörspiele und zeichnet diese mit Preisen aus; wie bescheiden... ;)

Somit ist die DVD natürlich vorallem wegen des Live-Auftritts selbst interessant, doch wer sich ein paar ???-Insiderinfos erhofft, bekommt vom Bonusinhalt (insgesamt grob 40 Minuten) recht wenig geboten. Dies sei aber nur der Vollständigkeit halber erwähnt, denn die DVD selbst ist günstig zu haben, weshalb man den Bonusinhalt auch wirklich als (zusätzlichen) BONUSinhalt verstehen sollte, weil wohl noch etwas Platz auf der Disc war.

Meine Wertung: 80%
Cover: Feuerteufel25.08.2010

Die drei ???
(90) Feuerteufel (Erschienen: 2000)
Dauer: 57:19

"Der Feuerteufel" ist ein gutes Beispiel dafür, dass man das Inlay manchmal lieber nicht beim ersten Anhören eines Hörspiels studieren sollte. Denn ausser dem Erzähler und den drei ??? gibt es nur ganze DREI weitere Charaktere, die im Inlay stehen. Moore, Roxanne und Black. Somit wird beim Hören leider allzu bald klar, dass diverse Vorkommisse auf einige Weisen (dem Hörer bislang noch unbekannte Gehilfen, oder jemand, der sich später noch als heimlicher Drahtzieher entpuppt) schon mal NICHT erklärt werden können, denn die Rollen dieser drei Charaktere sind äusserst klar definiert.

Und da bei den ??? ja immer alles logisch erläutert wird, das ist sozusagen das oberste ???-Gesetz, kann man sich relativ schnell zusammenbasteln, wie die Sache in etwa enden werden wird. Und das ist schade, denn ansonsten ist an diesem Hörspiel nichts zu meckern. Denn durch die gute Produktion ist alles sehr spannend, düster, leicht gruselig und obendrein sehr gut geschauspielert. Der einzige Fehler ist also, dass dem Ganzen ein Inlay beiliegt, was man dem Hörspiel aber eigentlich auch nicht wirklich ankreiden kann, weil dies nun mal die gängige Praxis bei Hörspielen ist. ;)

89% - jawohl!

Meine Wertung: 89%
Cover: Tödliche Spur25.08.2010

Die drei ???
(89) Tödliche Spur (Erschienen: 2000)
Dauer: 58:41

Was definitiv an diesem ???-Fall stört, ist, dass Morton sowieso nicht tot sein würde. Dass es da irgendeine Art von "Hintertürchen" geben wird, ist ja klar. Was eventuell einige stören wird, ist, dass das über die Jahre liebgewordene Bild von Morton etwas demontiert wird.

Aber es gibt ein sowas von großes Logikloch, dass ich mich frage, wie das funktioniert haben soll, ohne, dass sein Zusammenhang allzu konstruiert wäre: Mac Dunno sitzt 20 Jährchen im Kittchen, und spürt dann locker-flockig Mortons Schwester auf, die nicht mal in den USA lebt? Wie bitte geht das denn? Und dass Morton die Kohle einfach mehr oder weniger hortet, will mir auch nicht so recht in den Kopf...

Davon ab ist "Tödliche Spur" soweit gelungen und recht spannend, und hätte man an den kleinen Eckpfeilern etwas mehr geschliffen, wäre die Folge weitaus besser. Marx hat zwar den "Schock" durch Morton und nicht irgendeinem x-beliebigen Typen interessant ausgewählt, aber gerade DESHALB lässt diese Folge so einige Federn. Die einzig wirklich korrekte Konsequenz wäre also gewesen, Morton tatsächlich tot bleiben zu lassen, oder einfach jemand anderes zu wählen (statt Morton).

Der Rest ist typisch Körting und ein Stimmen-Ensemble, dass sich hören lassen kann. 66%.

Meine Wertung: 66%
Cover: Vampir im Internet22.08.2010

Die drei ???
(88) Vampir im Internet (Erschienen: 1999)
Dauer: 1:12:18

Bei (87) Wolfsgesicht hatte ich ja noch den etwas unglaubwürdigen "Realismus" kritisiert, und müsste dies jetzt eigentlich bei "Vampir im Internet" erst recht tun, aber hier ist die Sachlage ein wenig anders. Denn obwohl André Minninger (Autor dieses Falls) es zu keinem Zeitpunkt direkt erwähnt, sagt die Rahmenhandlung ganz eindeutig, dass dies hier ein Phantasy-Fall ist, dessen realer Zusammenhang - nämlich Geldmangel und Erpressung - nur Mittel zum Zweck ist.

Und Minninger hat das recht clever gelöst, wie ich finde. Der Fall ist nämlich ein Computerspiel, in dem es um Ghoule, Vampire und ähnliches Gelichter geht. Lediglich den technischen Rahmen sollte man nicht allzu genau betrachten. Denn ich kann mir wirklich nur verdammt schwer vorstellen, dass Computer damals (im Jahre 1998/1999) SOLCHE Leistungen zu verbrigen vermochten, wie es hier genannt wird. Doch weil alles andere wirklich hübsch verpackt wurde, ist es nicht gerade unmöglich, so zu tun, als wäre das alles (also die Leistungsfähigkeit der damaligen PCs) ein kleinwenig übertrieben! ;)

Die Produktion ist dafür umso gelungener. Tolle Effekte, schöne Atmosphäre und die Sprecherliste im Inlay liest sich sehr gut: Draeger, Paetsch, Brauren, Kehlau, Kreißler, Hasenau, Quiatkowski... Mir jedenfalls gefällt das Gesamtresultat ganz gut, was ich mit 70% unterstreichen möchte.

Meine Wertung: 70%
Cover: Wolfsgesicht22.08.2010

Die drei ???
(87) Wolfsgesicht (Erschienen: 1999)
Dauer: 53:46

Mal eine ganz nette Folge so für zwischendurch, die keine nennenswerten Tiefen hat, dafür aber auch nicht in nennenswerte Höhen ausbricht. Dass dieser Fall also in mittleren Gefilden heimisch ist, liegt an zwei Dingen.

Zum Einen gibt es diverse Faktoren, die auf mich einen seltsam konstruierten Eindruck machen. Warum hat Justus einen Baseballschläger in der Hand, als er den Laden betritt? Warum wird er sofort und ohne jedweden Beweis stumpf von den Cops angefallen und eines geplanten Verbrechens beschuldigt? Ist das nicht ein bisschen vorschnell, nur wegen eines Baseballschlägers? Wieso ist die Psychologin so merkwürdig abweisend und ablehnend gegenüber der drei ??? - ist sie einfach nur eine Erwachsene, die halt eben "keinen Bock auf Kinder" hat? Alles ungeklärte Fragen.

Zum Anderen ist es für mich irgendwie unglaubwürdig, wenn ein soweit intelligenter Kerl wie Rodder nicht einfach sein Verbrechen durchzieht und dann lieber mit Cotta Spielchen spielt, und dieser - mitsamt Kollegium! - zu keinem Zeitpunkt auch nur ansatzweise dahinter kommt, und immer stur dem Wortlaut folgt... Mir leuchtet schon ein, dass man einen "Rätselfall" irgendwie rechtfertigen muss, vorallem, wenn man sich nicht dauernd wiederholen will, aber Die drei ??? setzt nunmal seit jeher auf Realismus und stets erklärbare Phänomene, die lediglich Mummenschanz waren, und unter diesem Aspekt passt zwar die Grundidee wunderbar, ist aber irgendwie nicht optimal umgesetzt

Technisch ist dafür aber alles umso besser. Wie gewohnt eine sehr gute Produktion, und mit Ausnahme von Marcel Rinkenauer und Kathi Robens - die offenbar "nur" Fans sind - liefern alle Sprecher/innen Könner-Niveau ab.

Wer sich also auf den Fall einlässt und für seine Dauer die kleinen Schwächen verdrängt, kriegt sehr solide ???-Kost, die ich mit angemessenen 64% bewerte.

Meine Wertung: 64%
Cover: Im Schloß der schlafenden Vampire14.07.2010

Ein Fall für TKKG
(117) Im Schloß der schlafenden Vampire (Erschienen: 1999)
Dauer: 53:42

Nach den letzten beiden recht guten Folgen ist die 117 wieder nur okayes Mittelmaß, das mit seinem Stilmittel direkt an den sonstigen Folgen der 100er-Ära weitermacht: Klößchen lacht hohl, Karl spielt Handyzentrale, die Verbrecher werden an allen Ecken belauscht und die Fallzusammenhänge wirken sehr konstruiert, damit es irgendwie zusammenpasst.

Alles in allem ist diese Folge aber doch ganz hörbar. Als Besonderheit ist aber zu erwähnen, dass in diesem Hörspiel die dritte Generation der Draeger-Familie ins Rampenlicht tritt. Denn nach Wolfgang Draeger, und dessen Kindern Sascha und Kerstin, sind nun Florentine und Lili Draeger zu hören, und es wird schon an den jungen Stimmen deutlich, dass die beiden noch ganz, ganz neu im Geschäft sind - wenngleich man sofort Ihr Talent heraushört...

Ansonsten bleibt mir echt nicht viel zu sagen: Okaye Folge, die typischen TKKG-Neuzeitanleihen, die man als Fan nur mit etwas Ironie und Distanz hinbekommt, aber die dann durchaus Spaß machen und zur Heiterkeit anregen, weil die Serie sich praktisch gar nicht mehr ernst nimmt. 68%

Meine Wertung: 68%
Cover: Klassenfahrt zur Hexenburg09.07.2010

Ein Fall für TKKG
(116) Klassenfahrt zur Hexenburg (Erschienen: 1999)
Dauer: 53:58

Und Wolf tat es schon wieder! Nochmal übernahm er zu sehr weiten Teilen eine "Tom & Locke"-Geschichte. Dieses Mal ist es der fünfte Trampband "Heroin und 200 PS". Und das Resultat kann sich - schon wieder - sehr, sehr hören lassen. Tolle Folge, wirklich.

Nur der Titel ergibt überhaupt gar keinen Sinn. Nicht den geringsten! Eine Klassenfahrt zur Hexenburg? Wo denn? Gaby erwähnt nur, dass sie dorthin mitfahren darf - und das war's auch schon. Naja, lassen wir das, denn das hier echt einer DER Lichtblicke inmitten all dieser TKKG-Nieten, die seit den 90er-Folgen auf uns niederprasseln.

An dieser und an der vorherigen Folge (115) Der Diamant im Bauch der Kobra merkt man ganz deutlich, wie sehr sich der Wolf'sche 1980er-Stil vom Wolf'schen 2000er-Stil unterscheidet, denn für zwei Folgen kommt ein regelrechter "Stilbruch", der direkt eine gute (Folge 115) und eine sehr gute (diese hier) Geschichte liefert.

Ein Tick Unrealismus (Eine Burg in der heutigen Zeit belagern?), etwas Humor ("...und der Typ hat zwei Hände!"), eine recht spannende Handlung und dazu eine Cast, die grandios ist, darunter beispielsweise: Mackensy, Felicetti, von Rospatt oder Pages. Das klingt so gut, wie es sich hier liest. Also ruhig kaufen, liebe Leute! :)

Meine Wertung: 84%
Cover: Der Diamant im Bauch der Kobra09.07.2010

Ein Fall für TKKG
(115) Der Diamant im Bauch der Kobra (Erschienen: 1999)
Dauer: 49:30

Langsam gehen mir die Kladdentexte wirklich voll auf den Sack! Ja, wirklich: Voll auf den Sack! Wann immer TKKG was unternehmen, liest man in der Kurzbescheibung etwas von "Strudeln gefährlicher Ereignisse", von "Stichen in ein Wespennetz" oder von "Hetzjagden um Leben und Tod", und ähnlichem Schmus. Dabei trifft hier ja nun wirklich nichts davon zu. Natürlich ist das Jagen von Tieren nichts, was ich toll finde - im Gegenteil! -, aber man erlebt beim Zuhören absolut nichts, wo man denken würde, dass jemand die Büchse der Pandora öffnen würde.

Aber davon ab ist das hier einer der Fälle, den man ruhig gut finden kann. Die Story bricht seltsamerweise aus dem neuerlichen TKKG-Schema aus und bringt einen wirlich sehr soliden, gutklassigen TKKG-Fall ans Licht. Stefan Wolf hat einfach den dritten "Tom & Locke"-Trampband mit dem Titel "Opa ist der Held des Tages" genommen, und ganze Teile praktisch Wort für Wort kopiert. Wenn man es also genau nimmt, ist das hier nämlich gar kein TKKG-Fall, sondern einer von Tom und Locke. Und ja, das hilft tatsächlich, denn dieser Fall ist somit aus den 1980ern, und hier war Wolf eindeutig am besten.

Der Titel "Der Diamant im Bauch der Kobra" ist natürlich erstmal sehr schwach, weil er die Frage nach dem Verbleib des Diamanten direkt verrät. Aber hört man genau hin, geht es Wolf gar nicht um den Diamanten, sondern um die Machenschaften von Mortibodi und Co. Die Suche nach dem Diamanten ist also nur der Anstoss, um dann zufällig auf Mortibodis Spur zu kommen.

Dafür haut Wolf an anderen Stellen wieder voll rein: Logisch, dass ein Präparator seine Tierkadaver und -innereien einfach so in den Mülleimer schmeisst - sogar bei den illegalen Vorhaben -, na klar. Man muss nur kurz unter den Mülltonnendeckel schielen, und schon sieht man alles. Oder der Name "Leo Knacko". Oder wie die Ganoven den Mortibodi erpressen, und ihm dabei erzählen, was für ein Unmensch er doch sei... ;)

Ihr seht, der Fall ist voller Kleinigkeiten, bei denen man mit seinem "TKKG-Fan-Ironiemodus" sehr gut weiterkommt. Der Fall selbst ist soweit in Ordnung und hörbar, ist aber durchzogen von den üblichen TKKG-Marotten und kleinen Logiklöchern. Wer das nicht allzu wichtig nimmt, darf gern ein Ohr riskieren.

Meine Wertung: 70%
Cover: Die Sekte Satans30.06.2010

Ein Fall für TKKG
(114) Die Sekte Satans (Erschienen: 1999)
Dauer: 53:51

Mir ist natürlich bewusst, dass Stefan Wolf in dieser Geschichte absichtlich alles übertreibt... aber "Die Sekte Satans" ist eindeutig das schlechteste Hörspiel mit dem TKKG-Logo auf dem Cover, das man sich nur vorstellen kann. Denn bestimmt glauben Satanisten nicht, dass Erdbeersaft wie Menschenblut sei, das von einem Gehängten stamme. Überhaupt übertreibt Wolf es maßlos mit seiner, naja, Satanismus-Satire, und das zeigt eindeutig, dass er nicht im Geringsten recherchiert haben kann. Ich erspare mir hier wirklich mal das Ausweiden der "Satanistenfakten" in diesem Hörspiel, und komme zum eigentlichen Inhalt...

Denn der ist natürlich ebenfalls totaler Schwachsinn: Karl macht mit seinem Handy die Telefonhotline für Tim, alles, was Klößchen tut, ist seine hohle "Äääöhöhöööö"-Lache abzulassen, und Gaby und Tim feuern am laufenden Band irgendwelchen flachen Plattitüten in die Lautsprecher, und spotten über alles und jeden, wenn sie nicht gerade ohne Weiteres Zusammenhänge aus der Luft zaubern, um den Fall zu lösen (schliesslich gibt es in der ganzen riesigen Millionenstadt nur EINEN einzigen Ort, wo man Tiere verstecken kann - ist ja klar!).

Zwar spielen zwei meiner Stimmenfaves mit, nämlich Douglas Welbat und Katja Brügger, aber auch die überspitzen ihre Rollen so maßlos - was vermutlich Regieanweisung ist -, dass sich das insgesamt kein bisschen glaubwürdig anhört; aber das gilt für ALLE Gastsprecher/innen. Vielleicht hätte man ein wenig Atmosphäre retten können, wenn die Rollen etwas überzeugender klingen würden. Wäre aber möglich, dass man das so mal versuchte und feststellte, dass das ganze Hörspiel so eventuell noch schlechter wäre, also passen sich die Rollen einfach dem Drumherum an. Wozu gute Sprecherleistungen bei so einem Murks? Wenn, dann lieber Ton in Ton, nicht wahr?

Spannung? Null! Action? Keine! Unterhaltung - oh Gott... äh, oh Satan... auf keinen Fall! In gewisser Weise gibt es gaaaanz vage Parallelen zu (13) Die Bettelmöche aus Atlantis, doch während hier mit Verstand und einer Prise Aufklärung - die sogar begründet wird - hantiert wird, findet man sogar die Befreiungsaction am Schluss super kultig, auch, wenn sie eigentlich unglaubwürdig ist. Aber hier - bei einem so ernsten Thema - wird einfach nur Schwachsinn verbreitet, heruntergespielt, verharmlost, verallgemeinert und lächerlich gemacht.

Mit Ironie und Sarkasmus im Ohr kommt man hier leider auch nicht weiter, denn das hier ist einfach durch und durch mies - supermies, megamies! 8%, diese Folge ist absolut das Allerallerletzte!

Meine Wertung: 8%
Cover: Mit heißer Nadel Jagd auf Kids30.06.2010

Ein Fall für TKKG
(113) Mit heißer Nadel Jagd auf Kids (Erschienen: 1999)
Dauer: 43:25

Das hier ist ja nicht mal Mittelmaß, sondern einfach nur trashig, und es trieft nur so über vor Klischees. Da ist Herr Schneider doch tatsächlich verärgert, weil seine erwachsene Tochter sich OHNE seine Zustimmung jemandem vermählt hat (erst Jugendanbiederung durch eine hippe Phantasiesprache, und dann wird sich aber "vermählt"!??). Braucht man die Erlaubnis der Eltern, um jemanden zu heiraten? Oder tun GUTE Töchter sowas einfach nicht, hm?

Den Vogel schießt aber zweifelsfrei Gaby ab. Was zum Kuckuck hat bitte Feminismus, bzw. Gleichberechtigung damit zu tun, dass Glockner es nicht duldet, dass seine Tochter, die direkt bedroht wird, am Tatort verweilt...!? Da gibt es ein einziges Mal die perfekte Möglichkeit, das Gaby aus gutem Grund nicht mit darf (noch dazu zu einem Polizeieinsatz!), und Wolf parodiert das Ganze auf Grundlage des Feminismus, wo Gaby schon bei weit weniger gefährlichen Anlässen nicht mitdurfte, weil sie einfach nur ein Mädchen ist - auuuuuuuuuaaa!

Auch die Handlung ist Käse, wenngleich die Idee dahinter recht originell ist. Aber weil der Täter bereits deshalb verdächtigt wird, weil er Tim und Herrn Schneider unsympathisch ist, ist ja klar, wie die Sache ausgeht (der Typ IST der gesuchte Kerl!). Nicht zu vergessen, dass der miese Tätowier-Verein eine Geheimkobra auf dem Handrücken trägt, und Prickner hat diejenige mit einer 1 darin, und ist deshalb der Anführer... Allein beim Verfassen dieser Zeilen tut es weh, sich vorzustellen, dass jemand das ernsthaft als Jugendkrimi verhökert!

Schwachsinnig, einfach total schwachsinnig. Ein weiteres Beispiel? OK: Tim öffnet eine klemmende Autotür mit Karate. Nochmal: MIT KARATE! Er zückt einfach den Ultimate Handkantenschlag gepaart mit dem Kranichroundhousekick of Death - und *zack* schon springt das Türschloss auf und die Karosserie ist nicht mehr verbogen!

Da helfen weder "ironische Ohren" oder Delirium - 20%.

Meine Wertung: 20%
Cover: Bombenspaß bei Kies & Knete30.06.2010

Ein Fall für TKKG
(112) Bombenspaß bei Kies & Knete (Erschienen: 1999)
Dauer: 44:05

Tim, der sonst wegen jedem Atemzug eines beliebigen Passanten auf die Palme geht, denkt nicht im Traum daran, Klößchen mal bescheid zu geben, dass Böller und Autos keine gute Kombination sind; vorallem, wenn es sich dabei auch noch um für Jugendliche nicht authorisiertes Knallwerk handelt, wie Karl von sich gibt. Hat Klößchen da etwa eine gesetzliche Grenze überschritten!? Tze, tze... ;)

Schön auch der Gedanke, dass diese Bank mit den blöden Namen, wo Kinder ab und zu mit ihrem spärlichen Taschengeld vorbeischlürfen, Einladungskarten zu einer privaten Faschingsfeier an diese verschicken. Bei Klößchen könnte das ja noch irgendwie angehen, um sich bei seinem Daddy und seinem Zaster beliebt zu machen, aber sonst?

Spannung und Action gibt es gar nicht. Bei allem wird man als Hörer/in direkt informiert, wer wie was plant oder tut, und TKKG haben einen dicken Pakt mit Kommissar Zufall geschlossen. Und als die beiden Mädels mit dem Handy überlegen, wen sie wohl anrufen - und sie denken an Gaby, weil "das so gut wie bei der Polizei ist". Klar, ein "1-1-0" direkt zur Polizei ist ja auch viel weniger wert.

Auch die Verbrecher und die Entführungsopfer sind total unglaubwürdig. Die klingen so aufgedreht und künstlich gespielt. Und das ist schade, denn das Inlay quillt über vor namenhaften Größen der Branche: Doerk, Schermutzki, (Kerstin) Draeger, Dittmann, Bogdan, Endemann, Reisch, Schüler... Da hat man soviel Talent, und dann wird es einfach verheizt, weil niemand ernst spielt, sondern so seltsam affektiert.

Die Produktion ist das einzig Gute an diesem Hörspiel, die Körting hat's einfach drauf! Aber Handlung, Namen (Bankhaus Kies & Knete, Zoohandlung Rollbraten...) Dialoge und Stimmen - au Backe! 50%, mehr nicht!

Meine Wertung: 50%
Cover: Die tödliche Falle29.06.2010

Ein Fall für TKKG
(111) Die tödliche Falle (Erschienen: 1998)
Dauer: 48:07

"Butzke trat zu dem Boy", ich finde diesen Satz zum Schießen komisch. Es zeigt eindeutig, dass Wolf keine Ahnung hatte, wie er sich der Jugend anbiedern sollte. Dass er andere Vorstellungen von einer spannenden, abenteuerlichen Geschichte hat, als z.B. ich, ist ja noch akzeptabel; aber dass er sogar eine eigene Jugendsprache erfindet, das finde ich not very great! Dabei ist benannter Boy sogar echt cool drauf, wirklich. Die Art, wie er Bruno kommt, als dieser ihm einen Botenjob verschaffen will, ist wirklich klasse gemacht, aber dann dieser Name wieder. Unser "Boy" heisst nämlich "Erwin Grunzgrube"! Dazu muss man nichts mehr sagen, hm?

Woran ich mich aber wirklich stoße, ist der Fakt, wie man ein öffentliches Schliessfach so präparieren will, dass es explodiert, wenn man es über die Aussentür öffnet? Wie kam der Spitzbube denn bitteschön an die Rückwand, wenn das Fach selbst mit selbiger zu einer Wand steht? Oder steht da einfach so ein Schliessfach mitten auf weiter Flur? Und DANN bleibt noch die Frage, wie schnell das alles montiert wurde, wenn in der Zwischenzeit offenbar niemand etwas gemerkt hat.

Abschliessend reite ich noch auf die Vier vom TKKG herum. Das vermutlich lustig-seiende Segment bei Herrn Glockner, wo alle vier eine unterschiedliche Zeugenaussage machen, ist mehr als albern; aber ich meine nicht die lustige Art von Albern, sondern die lausige Art von Albern. Nicht zu vergessen Klößchens Machogeseier: "Boah, ist das 'ne heiße Braut... Boah...!", man hat das Gefühl, dass ihm gleich einer flöten gehe. Und auch hier wieder: Albern, denn obendrauf ist diese heiße Braut keine scharfe supermega Wuchtbrumme, sondern sie ist nur Bruno Butzke, der sich verkleidet hat... Hahaha, was habe ich gelacht!

Wie der Rest ist die Story auch für Nüsse... 45%!

Meine Wertung: 45%
Cover: Das Phantom im Schokoladen-Museum29.06.2010

Ein Fall für TKKG
(110) Das Phantom im Schokoladen-Museum (Erschienen: 1998)
Dauer: 53:42

Musste es denn gleich ein ganzes Museum für den großartigen Herrn Sauerlich sein, Herr Wolf? Und er wird sogar Ehrenbürger? Warum das denn? Weil er Schokofabrikant ist? Auch frage ich mich, ob Herr Sauerlich vielleicht ein Heiliger ist - oder zumindest einer sein soll. Wie sein Rivale dessen Komplizen am Telefon vorschwärmt, das tut ja weh: Nur die besten Zutaten benutze er, nur beste Qualität käme in Sauerlichs Kakaoprodukte, sogar sehr bekömmlich sei seine Schoki...

Aber wie vermurksen muss man seine Schokolade, damit man davon als Konsument Bauchkrämpfe bekommt? Und ich frage mich auch, ob Sauerlich und der Bösewicht die Einzigen sind, die Schokolade herstellen und verkaufen. Wenn ich so in deutsche Kaufhäuser gucke, dann sehe ich eine Vielzahl an Labeln... Naja, vielleicht liegt die TKKG-Millionenstadt ja auch gar nicht Deutschland!? ;)

Süß auch, um noch bei dem Schokothema zu bleiben: Gaby erzählt TKK von der Herkunft der Schokolade. Bei der Sache mit dem Tausch für einen Sklaven oder eine Sklavin ist sie empört. Richtig, das ist absolut nicht korrekt. Aber ausgerechnet Gaby regt sich auf? Jene, die Nachts ins Bett gehört, weil sie ein Mädchen ist? Jene, die bei Männersachen nicht mitmacht, weil sie ein Mädchen ist? Jene, die immer gleich "Hilfe, Tim!" ruft, wenn Ihr Fingernagel abbricht? Nachtigall, ick hör' Dir trapsen!

Ihr merkt schon, ich liebe diese Folge ...nicht sonderlich! ;) Alles sehr hanebüchen zusammengepfercht und hier wird zum wiederholten Male so richtig dick und fett alles laaaaang und breiiiiit ausklambüsert. Wieso zum Kuckuck geht die Action nicht einfach los und wir erfahren durch ein simples Geständnis, was die Verbrecher vorhatten?

Nur für TKKG-Kompletisten eine Investition wert - 58%.

Meine Wertung: 58%

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